
Interviews Völkerrecht unter Druck: Interview mit Völkerrechtlerin Heike Krieger
Jan 2, 2026
Heike Krieger, Professorin für Öffentliches Recht und Völkerrecht an der Freien Universität Berlin, beleuchtet die aktuellen Herausforderungen des Völkerrechts. Sie analysiert die negativen Auswirkungen der US-Politik auf das internationale Rechtssystem und diskutiert die völkerrechtliche Bewertung von Militäraktionen vor Venezuela. Ihre Erkenntnisse über die Beständigkeit völkerrechtlicher Normen und die Notwendigkeit europäischer Kooperationen mit dem Globalen Süden sind besonders aufschlussreich. Krieger zeigt, dass trotz Druck Rechtsnormen überdauern.
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Episode notes
US-Führung Prägte Das Völkerrecht
- Die US-Dominanz prägte die Völkerrechtsordnung seit 1945 und stärkte ihre Durchsetzungskraft international.
- Der Rückzug der USA schwächt diese Ordnung, weil viele Normen historisch an US-Führung gekoppelt sind.
Ambivalentes US-Verhältnis Zum Recht
- Die USA verfolgten stets ein ambivalentes Verhältnis zum Völkerrecht und nutzten es selektiv.
- Früher wurden Rechtsargumente noch bemüht; aktuell wird Völkerrecht oft als Sprache ohne bindende Wirkung abgetan.
Angriffe Vor Venezuela Verletzen Recht
- Angriffe der USA vor der venezolanischen Küste stellten nach Krieger klare Verstöße gegen Völkerrecht und Menschenrechte dar.
- Solche Einsätze gelten nicht als bewaffneter Konflikt nach humanitärem Recht und entsprechen außergerichtlichen Tötungen.
