
FALTER Radio Opa war (k)ein Nazi – 80 Jahre Kriegsbeginn – #226
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Aug 30, 2019 Heidemarie Uhl, Historikerin mit Fokus auf die NS-Vergangenheit, und Katharina Rohrer, Filmemacherin von 'Back to the Fatherland', diskutieren Familiengeschichten im Schatten des Zweiten Weltkriegs. Sie erforschen, wie Nachkommen mit dem Erbe ihrer Kriegsbeteiligten umgehen und die Herausforderungen beim kritischen Hinterfragen familiärer Traditionen. Holocaust-Überlebende Helga Feldner-Bustin teilt berührende Kindheitserinnerungen aus Wien 1939. Die komplexen Beziehungen zwischen Erinnerung und Identität werden eindrücklich beleuchtet.
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Episode notes
Familienbild Vom Abwesenden Helden
- Katharina Rohrer erzählt, ihr Großvater war überzeugter NSDAP-Teilnehmer und Wehrmachtssoldat, der 1944 fiel.
- Die Familie verherrlichte ihn als abwesenden Held, obwohl seine Abwesenheit Verletzungen hinterließ.
Diskrepanz Zwischen Schulbuch Und Familienalbum
- Heidemarie Uhl beschreibt die Diskrepanz zwischen gesellschaftlicher Erinnerung und Familienalbum.
- Familien erzählen oft positiv, um Liebes- und Selbstbild zu bewahren und dunkle Aspekte auszublenden.
Gesellschaftliche Verklärung Nach Kriegsende
- Nach 1945 verschwand die öffentliche Auseinandersetzung schnell und Heimkehrer wurden als Helden verehrt.
- Diese gesellschaftliche Verklärung förderte ein Beschweigen und verhinderte kritische Aufarbeitung in vielen Familien.


