
WDR Zeitzeichen Antikes Rom: Warum Kaiser Caligula besser war als sein Ruf
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Jan 24, 2026 Aloys Winterling, Berliner Althistoriker und Autor, liefert eine Neubewertung von Kaiser Gaius (Caligula). Er diskutiert die Diffamierung des Namens, Suetons fragwürdige Quellen und die berühmte Pferdeanekdote. Wird Gaius als wahnsinnig missverstanden? Es geht um Popularität beim Volk, Bruch mit dem Senat und die Umdeutung skandalöser Geschichten.
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Episode notes
Das Pferd als politischer Gag
- Sueton erzählt, Caligula habe sein Pferd Inquitat(us) verwöhnt und wolle es zum Konsul machen.
- Winterling deutet die Anekdote als politischen Spott gegen die Aristokratie, nicht als Wahnsinnsbeweis.
Beliebter, gebildeter junger Kaiser
- Caligula war bei Amtsantritt beliebt und zeigte Bildung und Redegewandtheit.
- Seine frühen Sozial- und Bauprogramme sicherten ihm aber vor allem Herrschaftsstabilität.
Der spöttische Beiname prägt das Urteil
- Der gebräuchliche Name 'Caligula' entstammt einem spätantiken Kinderspott und infantilisierte ihn.
- Historiker Aloys Winterling betont, dass zeitgenössische Quellen ihn meist Gaius nennen.



