
Eine Stunde History - Deutschlandfunk Nova Ende der Kolonialherrschaft - Die Unabhängigkeit des Sudan 1956
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Jan 9, 2026 Dr. Matthias von Helmfeld, Historiker und Geschichtsexperte, analysiert die koloniale Vorgeschichte des Sudan und die geopolitischen Interessen, die zur Unabhängigkeit 1956 führten. Roman Deckert, Sudanexperte, beleuchtet die frühen politischen Probleme und den Putsch von 1958. Hager Ali, Politologin, erklärt die aktuellen Konfliktlinien, die Rolle von Rohstoffen und die Spannungen zwischen Zentrum und Peripherie. Die Folgen dieser Konflikte zeigen sich in der gegenwärtigen humanitären Krise und der anhaltenden Gewalt im Land.
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Episode notes
Sudans Frühe Unabhängigkeit
- Der Sudan war 1956 das erste afrikanische Land nach dem Zweiten Weltkrieg, das unabhängig wurde.
- Die Unabhängigkeit folgte aus der anglo-ägyptischen Kondomiumsauflösung und Nassers Kurswechsel in Ägypten.
Hypothek Bürgerkrieg Seit 1956
- Bereits bei der Unabhängigkeit 1956 war der Keim für den ersten Bürgerkrieg gelegt.
- Nord-Süd-Spaltungen und koloniale Trennungspolitik führten schnell zu bewaffnetem Widerstand im Süden.
Koloniale Eliteprägung
- Britische Kolonialpolitik installierte eine nördliche Elite aus dem Niltal und Marginalisierte den Süden.
- Diese ungleiche Entwicklung blieb als strukturelle Ursache für spätere Konflikte bestehen.
