
Lage der Nation - der Politik-Podcast aus Berlin LdN461 Kann ein Fluss eigene Rechte haben? (Roda Verheyen, Juristin), Teil 2
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Jan 8, 2026 Roda Verheyen ist eine international anerkannte Juristin und Expertin für Klimaklagen. Sie diskutiert die Eigenrechte der Natur und deren Potenzial im Umweltschutz. Verheyen erklärt, wie Flüsse wie die Spree eigene Rechte erhalten könnten. Inspirierte indigene Weltanschauungen und internationale Beispiele wie Ecuador und Neuseeland stehen im Fokus. Sie betont die Notwendigkeit systematischer Veränderungen im Umweltrecht und diskutiert, wie Kapitalmärkte den Naturschutz unterstützen können. Ein spannender Perspektivwechsel für Klima und Natur!
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Episode notes
Vom Menschenzentrierten Recht zum Systemblick
- Das klassische Umweltrecht stellt Menschen ins Zentrum und behandelt Natur nur als Ressource für menschliche Nutzung.
- Roda Verheyen erkennt, dass dieses anthropozentrische Paradigma in Zeiten planetarer Grenzen nicht mehr ausreicht.
Zwei Wege Zu Naturrechten
- Eigenrechte der Natur können verfassungsrechtlich oder per Spezialgesetz etabliert werden.
- In beiden Fällen ändert sich die Rechtsposition von Ökosystemen und eröffnet formale Vertretung und Schutzmöglichkeiten.
Der Atrato-Fall In Kolumbien
- In Kolumbien erkannte das Verfassungsgericht dem Fluss Atrato eine Rechtsposition zu und stärkte so die Beteiligung indigener Communities.
- Die Entscheidung schuf einen Anspruch auf Balance und Regenerationsfähigkeit des Ökosystems.



