Dissens

#311 "Liga für unbezahlte Arbeit": Eine Gewerkschaft für Eltern und familiär Sorgende - kann das klappen?

Jul 23, 2025
Franzi Helms, Betriebswirtin und Coachin, und Jo Lücke, Volkswirtin und Referentin für Care-Arbeit, diskutieren über die Liga für unbezahlte Arbeit. Sie beleuchten die Notwendigkeit, familiäre Fürsorge rechtlich anzuerkennen und im Grundgesetz zu verankern. Zudem erörtern sie, wie Sorgearbeit als legitimes Diskriminierungsmerkmal etabliert werden kann. Die beiden Gäste sprechen auch über die Herausforderungen und Chancen für Eltern und pflegende Angehörige in einer sich verändernden Gesellschaft und betonen die Stärke gemeinsamer Interessenvertretung.
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Episode notes
INSIGHT

Grundgesetz Als Hebel

  • Die Liga für Unbezahlte Arbeit will familiäre Fürsorgeverantwortung als Diskriminierungsmerkmal ins Grundgesetz bringen.
  • Dadurch sollen alle nachfolgenden Gesetze überprüfbar und Benachteiligungen juristisch angreifbar werden.
ADVICE

Praktische Aufbauarbeit Starten

  • Baut Unterstützungsangebote wie Rechtsberatung, Bildungsarbeit und lokale Gruppen auf, um Sorgearbeitende zu vernetzen.
  • Plant längerfristig politische Aktionen und rechtliche Verfahren als Hebel für strukturelle Veränderungen.
INSIGHT

Juristische Grenze Für Gewerkschaften

  • Juristisch kann eine klassische Gewerkschaft nur Lohnarbeitende vertreten, unbezahlte Sorgearbeit bleibt außen vor.
  • Deshalb haben Franzi und Jo die gewerkschaftsähnliche Liga als gemeinnützigen Verein gegründet.
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