
Besser lesen mit dem FALTER #98 - Jürgen Pettinger
Jan 4, 2024
Jürgen Pettinger, Autor und Journalist, erzählt von der faszinierenden Lebensgeschichte der Schauspielerin Dorothea Neff, die als queere Heldin unterm Hakenkreuz gilt. Er beleuchtet Neffs mutige Entscheidung, ihre Lebensgefährtin im Versteck zu schützen und diskutiert die Gefahren, denen sie ausgesetzt war. Pettinger erklärt, warum er den Begriff 'queer' wählt und reflektiert über die Herausforderungen von Künstlerinnen im Nationalsozialismus. Außerdem erzählt er von Neffs lange verschwiegenen Erfahrungen und der Bedeutung ihrer Geschichte für die heutige Gesellschaft.
AI Snips
Chapters
Transcript
Episode notes
Behutsame Sprache Statt Etikettierung
- Pettinger vermeidet Spekulation über Dorotheas Sexualität und nennt sie bewusst "queer".
- Er betont, dass sie in Frauenbeziehungen lebte, ohne eine genaue Kategorie aufzudrücken.
Dreieinhalb Jahre Versteck in der Annagasse
- Dorothea Neff versteckte ihre Lebensgefährtin Lili Wolf dreieinhalb Jahre heimlich in ihrer Wohnung in Wien.
- Lilly musste nahezu reglos bleiben und war tagsüber in einem Kaminloch verborgen, um nicht entdeckt zu werden.
Künstlerisches Mitspielen Als Überlebensoption
- Viele Künstler spielten weiterhin im NS-System, oft aus Überlebenszwang oder um helfen zu können.
- Pettinger sieht darin komplexe Grauzonen statt einfacher Kollaboration.

