Im Westen ist er weniger bekannt als Orient. Und doch hatte sein Leben einen ungeheuren Einfluss auf die gesamte weitere Entwicklung der Kirche. Nicht umsonst wird er deshalb "der Große" genannt. Als junger Mann von einem Wort des Evangeliums ins Herz getroffen, verschenkt er seinen Besitz und zieht sich in die Wüste zurück. In einem jahrzehntelangen inneren Reifeprozess wird Antonius zum "Wüstenvater", ja, zum eigentlichen Vater des Mönchtums. Auch wenn manches, was über ihn berichtet wird, in unseren westlichen Ohnn seltsam klingen mag, stellt sein Leben eine bleibende Ermutigung und ein herausforderndes Vorbild dar.
Prof. Dr. Dr. Roland Werner ist Mitarbeiter im Zinzendorf-Institut Marburg und unterrichtet an der Evangelischen Hochschule Tabor, ebenfalls in Marburg. Er ist einer der Initiatoren von „glaubendenken“.