
Die Filmanalyse Ep. 265: Unsere Krise: ZOMBIE - DAWN OF THE DEAD - Kritik & Analyse
Jan 8, 2026
George A. Romero revolutionierte das Horrorgenre mit "Dawn of the Dead", der in einer Shopping Mall spielt. Wolfgang M. Schmitt analysiert die Zombies als Symbole für Konsum und Unzufriedenheit der Arbeiterklasse. Der Film wird als zynischer Kommentar zur Konsumgesellschaft und den Krisen des Kapitalismus interpretiert. Besonders spannend ist die Idee, dass Zombies Konsumverhalten reproduzieren und die Mall als unlebendiger Ort dargestellt wird. Marx' Theorien über Waren verlieren ihre Bedeutung werden ebenfalls thematisiert.
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Episode notes
Lakoniche Apokalypse Statt Hollywood-Action
- Romero zeigt Dawn of the Dead als lakonische Apokalypse statt actiongeladenes Spektakel.
- Diese ruhige Darstellung macht die Bedrohung noch eindringlicher und kritisiert Hollywood-Pathos.
Zombies Als Fremdgesteuerte Konsumenten
- Die Zombies repräsentieren hier den fremdgesteuerten Konsumenten, der Werbung blind folgt.
- Romero stellt Konsumenten und Zombies gleich und entlarvt die Konsumlogik als entfremdend.
Die Mall Als Leeres Warenarchiv
- Die Mall-Fassung zeigt Waren ohne Aura: volle Regale, aber keine Verheißung mehr.
- Romero macht deutlich, dass Konsumstätten zur trostlosen Ansammlung von Ladenhütern verkommen.




