
FALTER Radio Die Ärztin, die Niki Glattauer beim Sterben begleitete – #1463
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Sep 10, 2025 Christina Kanaider, Palliativ- und Allgemeinmedizinerin, spricht über ihre Erfahrungen mit der Begleitung von Menschen beim assistierten Suizid und fordert eine verbesserte Qualitätskontrolle. Dietmar Weixler, Anästhesist und Vizepräsident der Österreichischen Palliativgesellschaft, diskutiert die ethischen und versorgungsbezogenen Aspekte. Gemeinsam erörtern sie Risiken, die Notwendigkeit von Supervision sowie die Unterschiede zwischen Sterbewunsch und akuter Suizidalität. Ein aufschlussreicher Dialog über komplexe medizinische und ethische Fragestellungen.
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Episode notes
Intime Beratungssituationen
- Christina Kanaider beschreibt, wie Menschen ihr intimstes Inneres öffnen, wenn sie Sterbewünsche besprechen.
- Sie betont, dass Patientinnen und Patienten unterschiedlich weit im Prozess sind, von frühem Ersuchen bis zu vollständiger Planung.
Der Prozess Als Realitätsschaffung
- Begleiteter Suizid ist oft ein terminiertes, realitätschaffendes Ereignis mit klaren Vorabkontakten.
- Kanaider prüft formal-juristische und psychoemotionale Aspekte wiederholt vor dem Termin.
Gelassene Sterbewillige, angespanntes Umfeld
- Kanaider schildert, dass viele Sterbewillige innerlich bereits sehr gelassen sind und sich zurückziehen.
- Angehörige sind oft angespannt und brauchen Struktur und sprachliche Führung in der Situation.
