
Denkfabrik Medizin Folge 29: Ingo hat ein Problem – Likelihood Ratios bringen die Lösung
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Jan 1, 2026 Ingo steht vor einer Hüft-TEP-Operation und hat einen positiven Befund zu bewältigen. Die Hosts diskutieren, wie Likelihood Ratios helfen, die Wahrscheinlichkeit einer periprothetischen Infektion zu berechnen. Sie erklären außerdem Sensitivität und Spezifität von Tests, und wie Prävalenz die Diagnose beeinflusst. Mit anschaulichen Beispielen und der Anwendung auf Ingos Fall zeigen sie, dass die Wahrscheinlichkeit einer Infektion gegen null geht. Ein faszinierender Einblick in medizinisches Denken und Entscheidungsfindung!
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Episode notes
Persönlicher Fall: Wechsel einer Hüftprothese
- Ingo Krenz berichtet von seinem Hüftprothesenwechsel und unerwarteter Metallose mit erhöhten Kobalt- und Chromwerten.
- Vor der OP waren Punktion, Alpha‑Defensin und Kultur zunächst negativ, die Sonikation später jedoch positiv für Staphylococcus capitis.
Sensitivität Und Spezifität Nicht Genug
- Sensitivität und Spezifität beschreiben, wie gut ein Test Kranke bzw. Gesunde erkennt.
- Diese Gütekriterien allein sagen nichts über die individuelle Diagnosewahrscheinlichkeit ohne Prätestwahrscheinlichkeit aus.
Prätestwahrscheinlichkeit Formt Testnutzen
- Die Prätestwahrscheinlichkeit beeinflusst massiv den positiven prädiktiven Wert eines Tests.
- Ein identischer Test liefert bei höherer Vorselektion deutlich bessere positive Vorhersagen (Beispiel Gestationsdiabetes).

