
NZZ Akzent Die Wut der russischen Minderheit in Estland
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Dec 10, 2025 Linda Koponen, Nordeuropa-Korrespondentin der NZZ, berichtet über die russischsprachige Minderheit in Estland. Sie diskutiert ein provokantes Interview mit Mihhail Stalnuhhin, der die estnische Regierung als faschistisch bezeichnet. Koponen beleuchtet die Identitätskrise dieser Minderheit und die Auswirkungen der Schulreform auf die russischsprachigen Lehrkräfte. Als Wahlstrategie analysiert sie Stalnuhins politische Inszenierung, die von Enttäuschungen und Kriegseinflüssen geprägt ist, und warnt vor einer spaltenden Entwicklung innerhalb der russischen Gemeinschaft.
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Episode notes
Inszeniertes Interview Im Radiostudio
- Linda Koponen beschreibt, wie Mihhail Stalnuhhin das Interview in seinem Radiostudio selbst mitfilmt und vor Publikum performt.
- Seine langen, wütenden Monologe richtet er weniger an die Interviewerin als an seine YouTube-Zuschauer.
Geschichte Formt Die Gegenwart
- Narva ist historisch durch sowjetische Umsiedlungen stark russisch geprägt und leidet unter hoher Arbeitslosigkeit.
- Die demografische und ökonomische Situation erklärt die Verwurzelung prorussischer Politik vor Ort.
Stimmen Durch Passlosigkeit Entmachtet
- In Narva haben viele Bewohner keinen estnischen Pass und manche besitzen einen russischen Pass, was politische Mitsprache einschränkt.
- Diese rechtliche Ausschlussstruktur verstärkt politisches Misstrauen und alternative Führungsfiguren wie Stalnuchin.
