
Helm ab - Der Veteranencast #80 Leben und sterben lassen. Die letzten Tage der Bundeswehr in Afghanistan | Marc Hinzmann
Am 30. Juni 2021 landet das letzte deutsche Kontingent aus Afghanistan in Wunstorf. Der Einsatz scheint vorbei. Doch nur wenige Wochen später sammeln sich wieder deutsche Soldaten: Rückkehr nach Afghanistan – nach Kabul, in eine Lage aus Chaos, Schüssen und Menschenmassen am Flughafen.
Marc Hinzmann ist einer dieser Bundeswehr-Soldaten. Er ist Feldjäger und Zugführer. Als junger Offizier wird er alarmiert - und glaubt zunächst, er werde die Evakuierung „von außen“ unterstützen. Dann sieht er eine Flugliste. Ziel: Kabul. „Ins Auge des Hurricans“. Dieser Befehl verändert alles.
Denn Marc landet nicht irgendwo im Hintergrund, sondern im Zentrum der Evakuierungsoperation auf dem Flughafen Kabul - an der Schleuse. Dort muss er schwere Entscheidungen fällen: An Bord oder nicht. Leben oder sterben lassen. Entscheidungen, die bis heute nachwirken – persönlich, militärisch und politisch.
Marc hat seine Erinnerungen aufgeschrieben: „Leben und sterben lassen. Die letzten Tage der Bundeswehr in Afghanistan“ (als Buch und Hörbuch). Und er spricht darüber, was viele diskutieren, aber nur wenige wirklich erlebt haben: Führen unter maximalem Druck, moralische Dilemmata, Verantwortung ohne echte Leitplanken - und die Frage, was Aufarbeitung leisten kann, wenn es um reale Menschen und Entscheidungen geht.
Denn die Geschichte endet nicht 2021: 2024 wird Marc im Kontext der politischen Aufarbeitung vor den Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages geladen. Plötzlich sitzt er selbst „auf dem heißen Stuhl“ - und muss erklären, was es bedeutet, wenn Entscheidungen von damals im Rückspiegel verhandelt werden.
Wir sprechen über:
- Kabul 2021: die Alarmierung, Einsatzrealität, erste Eindrücke - und warum diese Lage anders war.
- Die Schleuse: Kriterien, Zeitdruck, Teamführung - und der Moment, in dem aus Regeln Schicksal wird.
- Gefahr wissen versus Gefahr fühlen: Was Dauerbedrohung mit Führung, Moral und Handlungsfähigkeit macht.
- Rückkehr und Nachhall: Was bleibt, wenn der Auftrag endet - und wie man wieder Boden unter die Füße bekommt.
- Der Untersuchungsausschuss: Aufarbeitung, Verantwortung, politischer Blick - und die Reibung zwischen System und Individuum.
- Das Buch: Warum Marc schreibt, für wen er schreibt - und was beim Schreiben am schwersten war.
„Leben und sterben lassen“ – ein Gespräch über Kabul, über Dienst und Gewissen, über Auftrag und Moral. Und über die Frage, was eine Gesellschaft ihren Soldaten zumuten darf - und was sie ihnen danach schuldet.
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Bestelle das Buch jetzt vor, es erscheint am 29. Januar. Marc schließt damit einen Einsatz ab, der nach dem 11. September 2001 vor über zwanzig Jahren begann.
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Niemand sonst wird kommen, es liegt an uns.
Helm ab – Der Veteranencast.
