
NZZ Akzent Der Ukrainer, der tote Soldaten birgt - auch russische
Jan 14, 2026
Katharina Bracher, NZZ-Reporterin, berichtet von Oleksij Jukov, einem freiwilligen Helfer im Donbass, der trotz großer Gefahr Kriegstote beider Seiten gebärt. Sie schildert seine Motivation, die aus Kindheitserinnerungen und einem Sinn für Pflichtgefühl stammt. Jukov und sein Team mussten sich mit Minen und Drohnen auseinandersetzen, während sie verstorbene Soldaten identifizieren. Zusätzlich beleuchtet Bracher die emotionalen Momente, wenn Angehörige wie russische Mütter um Gewissheit ihrer Vermissten bitten.
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Episode notes
Der Mann, Der Tote Bergen Geht
- Oleksij Jukov fährt mit Helm und Schutzweste im Donbass herum und holt Tote aus umkämpften Gebieten.
- Er gründete die Freiwilligenorganisation Platsdarm, finanziert durch Spenden und eigenes Geld.
Das 200er-Nummernschild Als Erkennungszeichen
- Auf dem Nummernschild seines Pickups steht die Zahl 200, ein Code für den Transport von Toten seit Sowjetzeiten.
- Dieser Code macht ihn sowohl für ukrainische als auch russische Soldaten als Bergungsmannschaft erkennbar.
Kindheitserlebnis Formt Lebensaufgabe
- Als Jugendlicher fand Oleksij Knochen und Uniformreste von Zweitem Weltkrieg und beschloss, Menschen zu bestatten.
- Diese frühe Erfahrung prägt seine heutige Mission, Gefallene zu bergen und zu identifizieren.


