
Was jetzt? Spezial: Unter Assad im Gefängnis, heute im Parlament
Dec 6, 2025
In dieser Folge spricht Andrea Backhaus mit Noor Arabou, einer syrischen Aktivistin und ehemaligen Gefangenen, die die Verbrechen des Assad-Regimes dokumentierte. Noor erzählt von ihrem Einsatz während der Proteste 2011, ihrer Folter und Flucht. Nach dem Sturz Assads kehrte sie zurück, um sich politisch zu engagieren und wurde gewählt. Sie skizziert die Herausforderungen für Syrien, darunter Bildung und gesellschaftliche Spaltung, und äußert ihren Realismus hinsichtlich der Demokratisierung. Trotz der Schwierigkeiten bleibt sie optimistisch für die Zukunft.
AI Snips
Chapters
Transcript
Episode notes
Vom Protest zur Gefangenschaft
- Noor Arabou half als junge Medizinstudentin Verletzte bei Protesten und wurde dadurch zur Zielperson des Regimes.
- 2012 wurde sie verhaftet, ein Jahr in verschiedenen Gefängnissen festgehalten und danach freigekauft.
Krankenhausbau und erneute Flucht
- Nach der Haft baute Noor nahe der türkischen Grenze mit Kolleg:innen ein Krankenhaus auf und arbeitete als Krankenschwester.
- Die ständigen Bombardierungen und Traumata führten schließlich zur Flucht in die Türkei mit ihrer Familie.
Beweise sammeln im Exil
- In der Türkei dokumentierte Noor weiterhin Menschenrechtsverletzungen und baute eine Datenbank zu Verschwundenen auf.
- Parallel begann sie ein Jura-Studium und später Politikwissenschaften, um rechtlich arbeiten zu können.
