
Echo der Zeit Crans-Montana: Mehrere Länder wollen Strafverfahren eröffnen
Jan 16, 2026
Felix Bommer, Strafrechtsprofessor an der Universität Zürich, erklärt rechtliche Zuständigkeiten bei grenzüberschreitenden Strafuntersuchungen. Matthias Strasser beleuchtet die juristische Debatte rund um das Abstimmungsquorum beim EU-Vertragspaket. Zoë Geisler analysiert Jordans Bardellas Rolle im Rassemblement National und den Einfluss auf Marine Le Pen. Daniel Theiss präsentiert das neue UNO-Hochseeabkommen und dessen Bedeutung für den Meeresschutz. Spannende Einblicke in aktuelle rechtliche und politische Entwicklungen!
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Episode notes
Zuständigkeit Bleibt Am Tatort
- Zuständig sei grundsätzlich die Strafbehörde des Tatorts; Ausnahmen gelten nur bei direkten Schäden an Staatsbürgern im Ausland.
- Solche Ausnahmen sind selten und werden meist nur bei ernsthaftem Verdacht auf ungenügende Verfolgung im Tatstaat genutzt.
Internationale Ermittlungen Als Misstrauenssignal
- Mehrere Länder (Frankreich, Belgien, Italien) eröffneten eigene Strafuntersuchungen zur Brandkatastrophe in Crans-Montana neben der Walliser Untersuchung.
- Experten sehen das primär als Misstrauenssignal gegenüber der schweizerischen Verfahrensführung und weniger als effektiven Ermittlungsbeitrag.
Rechtshilfe Und Souveränität
- Ausländische Ermittlungen können rechtlich nicht einfach in der Schweiz ermitteln; Rechtshilfe wäre nötig.
- Marcel Nickli bezeichnet solche Verfahren daher als wenig hilfreich und potenzielle Souveränitätsverletzung.
