
JACOBIN Podcast Die Incel-Kultur widerlegt die feministische Standpunkttheorie – von Evelina Johansson Wilén
Feb 3, 2026
Konflikte zwischen feministischen Positionen und der Incel-Bewegung werden diskutiert. Die Standpunkttheorie als Anspruch auf Erkenntnis durch Erfahrung wird kritisch beleuchtet. Vergleiche zur marxistischen Klassenperspektive und zur Frage epistemischer Autorität stehen im Mittelpunkt. Analyse von Incel‑Foren zeigt, wie Marginalisierung zur Legitimation von Hierarchien genutzt wird.
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Marginalität Als Epistemische Behauptung
- Standpunkttheorie behauptet, dass Marginalisierte durch ihre Erfahrung epistemische Autorität besitzen.
- Diese Autorität kann politisch aufgeladen und missbrauchsanfällig werden, wenn Erfahrung allein zur Legitimation reicht.
Marx Vs. Situationale Standpunkte
- Marx verknüpft Klassenstandpunkt mit materieller Rolle und kollektiver Befreiungskraft.
- Feministische Varianten riskieren den Verlust der materiellen Dimension, wenn Marginalisierung isoliert betont wird.
Wettstreit Um Unterdrückungsstatus
- Autoritätsansprüche nur wegen Marginalität fördern Konkurrenz um Unterdrückungsstatus.
- Solche Konkurrenz lenkt Energie von den wirklichen Herrschenden ab und spaltet Bewegungen.


