
Die Großen Fragen in 10 Minuten Warum sind wir immer dagegen?
Jan 28, 2026
Prof. Dr. Stephan Lessenich, Gesellschaftstheoretiker und Direktor des Instituts für Sozialforschung in Frankfurt, erklärt, warum Widerspruch heute so laut wahrgenommen wird. Es geht um historische Kontexte, Krisen wie 2015/2020 als Vertrauensbeschleuniger und wie Ungehörtsein Polarisierung fördert. Außerdem diskutiert er Grenzen radikalen Neins und wie Gesellschaften besser streiten können.
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Episode notes
Alltagss Zustimmung Als Unsichtbares Fundament
- Wir sind überwiegend Ja-Sager gegenüber Alltagsregeln und Institutionen.
- Stephan Lessenich betont, dass dieses automatische Zustimmen das Zusammenleben erleichtert.
Dagegensein Steht Im Schatten Langjähriger Stabilität
- Das laute Dagegensein erscheint deshalb besonders, weil lange Stabilität herrschte.
- Lessenich erklärt, dass Stabilität Wohlstand, Planbarkeit und eingebettete Weltordnung schuf.
Krisen Als Katalysatoren Für Misstrauen
- Krisen wie 2015 und 2020 haben Prozessbeschleunigung bewirkt, sie sind Katalysatoren.
- Lessenich sieht in Flüchtlingskrise und Pandemie Wendepunkte, die Vertrauen und Halt erschütterten.

