
Fritz Bauer Hörbuch 2. Die Rehabilitierung der Hitler-Attentäter des 20. Juli 1944
Oct 6, 2021
Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb der Nationalsozialismus in der BRD nicht untätig. Otto Ernst Remer verleugnete den Holocaust und diffamierte die Hitler-Attentäter vom 20. Juli 1944. Fritz Bauer klagte gegen Remer und wollte eine Debatte über das Unrecht des Dritten Reiches anstoßen. Im Prozess in Braunschweig wurde Bauers Argumentation über die Unwirksamkeit des Hitler-Eids als bedeutend erachtet. Trotz eines milden Urteils begann eine Wende in der öffentlichen Wahrnehmung der Widerstands-kämpfer.
AI Snips
Chapters
Books
Transcript
Episode notes
Remer Als NS-Star
- Otto Ernst Remer war in der NS-Propaganda ein gefeierter Held wegen seiner Rolle am 20. Juli 1944 und baute darauf seine Nachkriegs-Karriere auf.
- Remer bezeichnete die Attentäter öffentlich als Landesverräter und mobilisierte so rechte Wählerschichten.
Gerichtsprozess Als Bühne
- Fritz Bauer veranlasste ein Strafverfahren gegen Otto Ernst Remer wegen übler Nachrede, um eine politische Debatte zu erzwingen.
- Er berief prominente Zeugen und nutzte den Prozess als Bühne zur Rehabilitierung der 20.-Juli-Verschwörer.
Kleines Delikt, Große Debatte
- Bauer nutzte juristische Details (Üble Nachrede) als Hebel für eine breite historische Debatte über den 20. Juli.
- Das Verfahren verschob die öffentliche Wahrnehmung der Attentäter von Verrätern zu möglichen Vorbildern.

