Trennung nach 28 Jahren – ist meine Langzeitbeziehung eine Lebenslüge?
Feb 9, 2025
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In einer 28-jährigen Beziehung stellt sich Anke die Frage, ob sie eine Lebenslüge führt. Heftige Streitigkeiten und Wutausbrüche ihres Partners belasten sie, während sie sich für das Wohl der Beziehung verantwortlich fühlt. Ihre eigene Unsicherheit und die Co-Abhängigkeit kommen zur Sprache. Der Einfluss von Alkohol und ungleiche Verantwortlichkeiten in der Partnerschaft werden thematisiert. Gemeinsam wird die Notwendigkeit von emotionalen Grenzen, Kommunikation und Selbstwert reflektiert, um Hoffnung auf positive Veränderungen zu schaffen.
59:46
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Quick takeaways
Anke fühlt sich in ihrer langjährigen Beziehung zunehmend unwohl und hinterfragt, ob sie ihr Leben lang einer Illusion nachgelebt hat.
Der Einfluss von Alkohol auf die Beziehung führt zu Gewalt und Aggression, jedoch zeigt ihr Partner Fortschritte, indem er seinen Konsum reduziert.
Anke erkennt, dass ihre Rolle als 'Mutter' ihre eigene Selbstwahrnehmung und emotionale Abgrenzung beeinträchtigt, und sie arbeitet daran, ihre Bedürfnisse besser zu priorisieren.
Deep dives
Unentschlossenheit nach 28 Jahren
Anke beschreibt ihre 28-jährige Beziehung zu ihrem Partner, die von ständigen Streitereien geprägt ist. Nach einem heftigen Streit vor einem Jahr realisierte sie, dass sie nicht mehr so weitermachen kann und benötigte Zeit für sich. Trotz ihrer Überlegung, sich zu trennen, hat sie diesen Schritt bis heute nicht vollzogen, was sie in eine große Unentschlossenheit stürzt. Sie sucht Klarheit über die Beziehung und ist unsicher, ob eine Trennung die richtige Entscheidung wäre.
Einfluss von Alkohol auf Konflikte
Anke diskutiert mit ihrem Coach die Rolle des Alkohols in ihrer Beziehung, der oft zu gewalttätigen Auseinandersetzungen führt. Der Partner zeigt Fortschritte, indem er aufhört, Alkohol zu konsumieren, was zu einer Verringerung seiner aggressiven Ausbrüche beiträgt. Dennoch bleibt Anke in ihrer Entscheidung unentschlossen, ob sie weiterhin mit ihrem Partner leben oder eine endgültige Trennung in Betracht ziehen soll. Diese Verhaltensänderung hat zwar die Situation verbessert, doch die grundlegenden Probleme in der Beziehung bestehen weiterhin.
Rollen und Muster in der Beziehung
Anke erkennt, dass sowohl sie als auch ihr Partner über die Jahre in festgelegte Rollen und Muster geraten sind, die ihre Beziehung prägen. Sie hat das Gefühl, die Verantwortliche zu sein und übernimmt oft die Rolle der 'Mutter', während ihr Partner eine harmoniesuchende Position einnimmt. Diese Dynamik führt zu einem Ungleichgewicht, das Anke zunehmend belastet. Sie reflektiert, wie diese Rollen ihr Selbstwertgefühl beeinflussen und erkennt die Notwendigkeit, sich aus diesen Mustern zu befreien.
Die Schwierigkeit der Abgrenzung
Anke wird sich bewusst, dass ihre Schwierigkeiten in der Beziehung auch an ihrer Unfähigkeit zur emotionalen Abgrenzung liegen. Sie neigt dazu, die Verantwortung für das emotionale Wohlbefinden ihres Partners zu übernehmen und fühlt sich oft verpflichtet, für seine Stimmung zu sorgen. Dies führt dazu, dass sie sich selbst vernachlässigt und in einem ständigen Zustand der Überforderung bleibt. Sie erkennt, dass sie lernen muss, klare Grenzen zu setzen und ihre eigenen Bedürfnisse zu priorisieren.
Die Entscheidung zur Veränderung
Im Verlauf des Gesprächs wird Anke klar, dass Veränderungen sowohl auf ihrer Seite als auch auf Seiten ihres Partners nötig sind. Sie möchte an ihrem Selbstwert arbeiten und die Verantwortung für ihre eigene emotionale Gesundheit übernehmen. Anke zeigt sich motiviert, ihre Perspektive zu ändern und zukünftig klarer mit ihren Bedürfnissen umzugehen. Dieses Bewusstsein für ihre eigenen Anteile eröffnet ihr die Möglichkeit, die Beziehung entweder auf gesunde Weise weiterzuführen oder besser zu entscheiden, ob eine Trennung der nächste Schritt ist.
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Anke kommt mit einer großen Unsicherheit zu mir. Sie ist seit 28 Jahren mit ihrem Mann zusammen, seit sechs Jahren mit ihm verheiratet und sie haben auch ein Kind. Vor einem Jahr hatten die beiden aber einen heftigen Streit und seitdem geht Anke eine Frage nicht mehr aus dem Kopf: Hat sie all die 28 Jahre eigentlich eine Lüge gelebt? Es gibt einige Punkte, die sie an ihrem Mann stören. So fühlt sie sich für vieles in der Beziehung verantwortlich, er hat die Angewohnheit, jeden Abend Alkohol zu trinken und zudem immer wieder Wutausbrüche, die Anke sehr verletzen. Tatsächlich scheint ihr Mann aber auf ihre Kritik teilweise einzugehen und hat so zum Beispiel mit dem Alkohol aufgehört. Allgemein scheint er zumindest mit seinen Mitteln zu versuchen, es Anke recht zu machen, doch glücklich ist sie trotzdem noch nicht. Deswegen fragt sie sich, ob sie mit ihrem Mann Schluss machen sollte. Um ihr eventuell eine Entscheidung leichter zu machen, schaue ich gemeinsam mit ihr auf ihre eigenen Anteile an den Problemen in ihrer Beziehung und dass es objektiv gesehen eigentlich Lösungen gibt, die Hoffnung bringen könnten.