

Nur sechs Mal lebenslänglich: Der letzte Ankläger über den Frankfurter Auschwitz-Prozess
14 snips Aug 20, 2025
Gerhard Wiese, der letzte lebende Staatsanwalt des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses, erzählt von seiner bewegenden Erfahrung. Er teilt seine Überraschung über die Normalität der Angeklagten, die als „ganz stinknormale Bürger“ auftraten. Wiese reflektiert die emotionale Belastung des Prozesses und die Herausforderungen bei der Anhörung von Zeugen. Darüber hinaus wird die gesellschaftliche Relevanz und Verantwortung der Erinnerungskultur unterstrichen, während die Öffentlichkeit mit der dunklen Vergangenheit Deutschlands konfrontiert wird.
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Episode notes
Junger Ankläger Durch Fritz Bauer
- Gerhard Wiese wurde mit 35 Jahren als junger Staatsanwalt von Fritz Bauer für den Prozess ausgewählt.
- Bauer wollte keinen Ankläger, der bereits vor 1945 im Amt war.
Fritz Bauer Als Motor Der Aufarbeitung
- Fritz Bauer trieb die Verfolgung von NS-Verbrechen aktiv voran und half bei der Ergreifung Eichmanns.
- Sein Einsatz veränderte die juristische Möglichkeit, NS-Täter zur Rechenschaft zu ziehen.
Boger: Vom Buchhalter Zum Angeklagten
- Wilhelm Boger, einst Vernehmungsführer in Auschwitz, lebte nach dem Krieg unauffällig als Buchhalter.
- Er wurde später Hauptangeklagter im Frankfurter Prozess wegen brutaler Foltermethoden.