
In der Wirtschaft - der Podcast #41 - Thomas Biebricher und der Neoliberalismus
Feb 8, 2022
Thomas Biebricher, Politikwissenschaftler und Experte für Neoliberalismus, beleuchtet die politische Theorie des Neoliberalismus und seine Umsetzung in Europa. Er erklärt die Unterschiede zwischen Neoliberalismus und klassischem Liberalismus sowie die Rolle des Staates als gleichzeitig notwendig und bedrohlich für Märkte. Außerdem diskutiert er die Skepsis gegenüber der Demokratie und die Spannungen zwischen Wissenschaft und Volkswillen. Biebricher bleibt skeptisch über das Ende des Neoliberalismus und betont, dass ungünstige Entwicklungen weiterhin herrschen.
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Kernfrage Des Neoliberalismus
- Neoliberalismus fragt primär, wie funktionierende Märkte hergestellt und erhalten werden können.
- Er definiert sich weniger über positive Doktrinen als über diese zentrale Problematik.
Neoliberalismus Als Modernisierungsprojekt
- Neoliberale kritisieren zwei Fehlentwicklungen des alten Liberalismus: Sozialdemokratisierung und reduzierten Laissez-faire-Simplismus.
- Daraus entsteht der Anspruch, den Liberalismus für das 20. Jahrhundert zu modernisieren.
Staatliche Ambivalenz
- Neoliberalismus ist ambivalent gegenüber dem Staat: Er gefährdet Märkte, ist aber zugleich nötig, um Märkte zu ermöglichen.
- Daraus folgen widersprüchliche Strategien zur Staatsrolle und Struktur (positive Agenda vs. Verbote, De- vs. Rezentralisierung).




