JACOBIN Podcast

Der grüne Protektionismus der EU geht auf Kosten Afrikas – von Robin Jaspert, Nico Graack und Lara Wörner

Jan 14, 2026
Der neue EU-Klimazoll CBAM wird als unzureichend für Klimagerechtigkeit kritisiert. Er könnte vor allem afrikanische Länder benachteiligen und das bestehende Emissionshandelssystem vertiefen. Experten erörtern die historischen Wurzeln und das Scheitern marktbasierten Klimaregulierungen. Während Europa seine Industrie schützt, droht Afrika Deindustrialisierung und erhebliche BIP-Verluste. Die Diskussion zeigt, wie die neuen Regelungen bestehende koloniale Muster verstärken und globale Ungleichheiten vertiefen.
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INSIGHT

CBAM: Klimazoll Zur Absicherung Europäischer Industrie

  • Der CBAM erhebt Abgaben auf Importe entsprechend ihrer Herstellungs‑Emissionen, wenn diese im Herkunftsland nicht bepreist wurden.
  • Die Maßnahme ergänzt den EU‑Emissionshandel und zielt darauf ab, Carbon‑Leakage zu verhindern und EU‑Produzenten zu schützen.
INSIGHT

Der ETS Scheiterte Zunächst Durch Gratis‑Zertifikate

  • Der Emissionshandel (ETS) wurde 2005 eingeführt, um EU‑Industrien in grüne Weltmarktführer zu verwandeln.
  • In der Praxis war der ETS zunächst wirkungslos wegen niedriger Preise und massiver kostenloser Zertifikatsausgabe.
INSIGHT

Wettbewerbsschutz Als Industriepolitik

  • Der CBAM soll importierte Waren verteuern, um grünen Produkten von EU‑Anbietern Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.
  • Ziel ist, grünen Stahl und andere klimafreundliche Produkte profitabel zu machen und Marktführerschaft zu sichern.
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