Andreas Püttmann, Politikwissenschaftler und Publizist, analysiert die Fehler und Schwierigkeiten von Friedrich Merz als Kanzler. Er betont, dass Merz' toxische Männlichkeit ein wiederkehrendes Problem darstellt. Ursula Weidenfeld, Kolumnistin, warnt vor der Abhängigkeit von venezolanischem Öl und plädiert für eine diversifizierte europäische Energiepolitik. Sie fordert resilientere Infrastrukturen und nachhaltigere Lösungen statt kurzfristiger Ölwetten. Außerdem wird der Einfluss von KI auf die deutsche Start-up-Szene thematisiert.
21:30
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Wegners Tennis in Der Krise
Kai Wegner spielte während einer Stromkrise Hallentennis und behauptete, jederzeit erreichbar gewesen zu sein.
Die Recherche des RBB enthüllte den Vorgang und sorgte für heftige Kritik an seinem Krisenmanagement.
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Merz’ Fehler Liegen Vor Der Kanzlerschaft
Andreas Püttmann meint, Merz habe seine größten Fehler als Parteichef vor der Regierungszeit gemacht; als Kanzler wirke er mäßiger.
Merz' populistische Habitus und Personalpolitik haben aber langfristig Erwartungen geschürt, die er kaum erfüllen konnte.
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Warum Merz In Der Wahrnehmung Schwach Dasteht
Merz zeigt laut Püttmann in der Regierung durchaus Konsolidierung, aber Habitus-Probleme und verbale Entgleisungen bleiben.
Niedrige Erwartungen vor der Wahl erklären teilweise seine schlechte Umfragewerte, nicht nur seine Regierungsleistung.
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Kritik am Kanzler gibt es genug - aber er ist der beste gerade mögliche Kanzler der CDU, meint unser Gast. Unsere Kommentatorin warnt davor auf billiges venezolanisches Benzin zu setzen. Gleich zu Beginn muss Host Max von Malotki noch etwas zu Kai Wegners verwegenem Tennis-Spiel sagen.
Und darum geht es in dieser Ausgabe im Einzelnen:
Mehr Sport ist ein guter Vorsatz, findet unser Host. Nur ehrlich sollte man sein, wann man ihn macht. Auch als Bürgermeister von Berlin. (01:08)
Kritik an Friedrich Merz hat es seit seinem Amtsantritt reichlich gegeben. Der Politikwissenschaftler und Publizist Andreas Püttmann glaubt allerdings, dass Merz die größten Fehler als Parteichef vor seinem Regierungsantritt gemacht hat. Trotzdem stolpere Merz in seiner Kanzlerschaft auch immer wieder über seine offenbar toxische Männlichkeit. (03:36)
Die Empörung über die Entführung des venezolanischen Regierungschefs währte nur kurz, da machte sich schon die Hoffnung breit, der Trump'sche Move könnte perspektivisch zu einem höheren Angebot an Rohöl auf den Märkten und in der Folge zu preiswerterem Benzin führen - etwas, das beides auch der deutschen Wirtschaft im Tal der Tränen ganz gelegen käme. Am Küchentisch warnt Ursula Weidenfeld davor, jetzt auf vermeintliche Schnäppchen zu setzen. (13:30)
Die Politikum-Community bewegt noch immer die These des Küchentisch-Kollegen Lorenz Beckhardt, der gesagte hatte: Wir brauchen die FDP doch. Sie ist die Partei mit dem großen Freiheits-Thema. Und weniger Staat. Das wäre jetzt wichtiger. Ein Hörer ist davon nicht überzeugt. Die FDP handele nach dem Motto: Erlaubt ist alles, was bereits vorhandene große Reichtümer weiter vermehrt. (18:47)
Falls Sie mitdisktutieren wollen, auch zu den Themen der heutigen Sendung, dann melden Sie sich gerne: politikum@wdr.de oder eine Sprach-Nachricht via Messenger an die 0172 253 0042.
Und zum Schluss hat Host Max von Malotki etwas Positives ausgerechnet im Bereich Wirtschaft ausgemacht: Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Start-up-Gründungen in Deutschland um 29 Prozent gestiegen. Treibender Faktor war das Thema Künstliche Intelligenz. Jetzt müssen wir diesen Start-ups nur noch Glück wünschen, dass sie die ersten Jahren nach ihrer Gründung auch gut überleben. (20:00)