Manifestieren: Kann ich alles haben, was ich will?
Jan 15, 2023
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In dieser Folge wird das Konzept des Manifestierens unter die Lupe genommen. Prominente wie Shawn Mendes und Ariana Grande sollen ihre Träume dadurch verwirklicht haben. Experten diskutieren die Macht positiver Gedanken und deren wissenschaftliche Grundlagen, während persönliche Erfahrungen mit Krankheiten geteilt werden. Die Verbindung zwischen Manifestation und Quantenphysik wird kritisch analysiert. Es wird auch hinterfragt, ob Manifestieren enttäuschte Erwartungen erzeugen kann und wie Optimismus den Heilungsprozess beeinflusst.
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Quick takeaways
Manifestieren ermöglicht es, durch positive Gedanken und Frequenzen persönliche Wünsche und Ziele in die Realität umzusetzen, was auch von prominenten Persönlichkeiten unterstützt wird.
Obwohl positive Gedanken die Behandlungsergebnisse verbessern können, gibt es keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass Gedanken die materielle Realität direkt beeinflussen.
Deep dives
Die Macht des Manifestierens
Manifestieren ermöglicht es Menschen, ihre Wünsche und Ziele in die Realität umzusetzen, indem sie ihre Gedanken und Frequenzen entsprechend ausrichten. Diese Technik ist nicht mehr nur ein Trend in spirituellen Kreisen, sondern hat auch prominente Befürworter wie Oprah, Sean Mendes und Ariana Grande, die angeblich ihre Karrieren manifestiert haben. Manifestationscoaches, wie Raphael Bettencourt, zeigen, dass es möglich ist, sowohl kleine als auch große Wünsche, wie den Traumjob oder die große Liebe, zu realisieren, indem man bewusst positive Gedanken aussendet. Es wird betont, dass alles im Leben die Folge der eigenen Frequenz oder Energie ist, die man aussendet, und dass eine Veränderung dieser Frequenz die äußere Realität beeinflussen kann.
Positive Gedanken und Gesundheit
Es wird behauptet, dass positive Gedanken und Manifestation nicht nur den Traumjob fördern, sondern auch zur Heilung von Krankheiten beitragen können. Lukas, der an Hodenkrebs erkrankt ist, fand Hoffnung in positiven Denkmustern und Affirmationen, was seine Einstellung zu seiner Krankheit erheblich veränderte. Seine positive Erwartungshaltung könnte dazu beigetragen haben, seine Symptome zu lindern, was durch die Forschung zu Erwartungseffekten untermauert wird. Neurowissenschaftler bestätigen, dass eine positive Einstellung die Wirksamkeit von Behandlungen verbessern und negative Symptome reduzieren kann.
Der Einfluss von Emotionen auf das Lernen
Positive Emotionen fördern aktiv das Lernen und Handeln, während negative Gefühle eine einschränkende Wirkung haben können. Studien haben gezeigt, dass Menschen mit einer positiven Einstellung nicht nur erfolgreicher sind, sondern auch gesünder leben können. An der Stanford University wurde festgestellt, dass Schüler mit einem Growth Mindset, also einem Wachstumsdenken, besser abschneiden als solche mit einem Fixed Mindset. Diese positiven Gedanken schaffen eine Umgebung, die zu mehr Kreativität und Produktivität führt, was für den Manifestationsprozess von großer Bedeutung ist.
Wissenschaftliche Grundlagen und Missverständnisse
Obwohl das Konzept des Manifestierens viele positive Effekte mit sich bringen kann, gibt es keine wissenschaftlichen Beweise, die die Behauptung unterstützen, dass Gedanken tatsächlich materielle Realität erzeugen können. Quantenphysik zeigt, dass Beobachtungen von Teilchen deren Verhalten beeinflussen, jedoch bleibt das Ergebnis zufällig und ist nicht kontrollierbar. Wissenschaftler warnen davor, die Kraft unserer Gedanken zu überschätzen und falsche Hoffnung zu schaffen, insbesondere in gesundheitlichen Belangen. Es wird betont, dass positive Gedanken zwar Einfluss auf das Wohlbefinden haben können, aber nicht als alleinige Lösung für komplexe Gesundheitsprobleme angesehen werden sollten.
Was würdet ihr euch wünschen, wenn ihr alles haben könntet? Euren Traumjob, das Traumhaus oder doch die große Liebe? Es gibt Menschen, die sagen: Kein Problem, das geht und zwar mit Manifestieren. Also mit der Kraft unserer Gedanken. Man müsse sich seine Wünsche nur immer wieder möglichst bildlich vorstellen und dann werden sie Wirklichkeit. TikTok und Instagram sind voll davon. Shawn Mendes und Ariana Grande sollen sich ihre Musik-Karrieren manifestiert haben. Und sogar Oprah schwört drauf. Manche behaupten, sich selbst so von Krankheiten zu heilen… Funktioniert das wirklich? Genau das überprüfen wir für unsere #newyearnewme-Reihe. Dafür sprechen wir mit einem Manifestier-Coach, einer Neurowissenschaftlerin, einem Quantenphysiker und unsere Host Lisa-Sophie Scheurell versucht sich durch Manifestieren von ihrer WG-Angst zu heilen.
Wenn du mehr über Placebo und Erwartungseffekte wissen möchtest und wie sie auch in deinem Alltag wirken können, kannst du dich auf der Seite des Forschungsprojekts „Treatment Expectation“ von Neurowissenschaftlerin Ulrike Bingel und ihrem Team schlau machen. Hier verlinken wir euch außerdem nochmal unsere Wissen-Weekly-Folge über Placebo. Mehr Forschung zu positiven Gefühlen und ihrer Wirkung findest du hier, bei der University of North Carolina Chapel Hill. Bei Psychology Today kannst du noch ein paar andere – wissenschaftlich bestätigte – Erklärungen dafür nachlesen, warum Manifestieren tatsächlich etwas bewirken kann. Und falls ihr noch ein bisschen mehr über Lukas erfahren wollt und wie es ihm während seines Heilungsprozesses ergangen ist, schaut doch mal auf seinem Blog vorbei, den er damals geschrieben hat.