
Der Geschichtspodcast Kulturkampf (2/4): Wie die DDR mit Migration umging und was die AfD daraus zieht
1964 feiert die Bundesrepublik den millionsten „Gastarbeiter“ – zur selben Zeit treffen in der DDR Vertragsarbeiter aus Vietnam und Mosambik ein. Zwei Systeme, zwei Versprechen: wirtschaftlicher Aufstieg hier, sozialistische Solidarität dort. Doch was blieb von diesen Modellen nach 1989 – und welche Spuren ziehen sie bis in die Gegenwart, in der Migration wieder zum politischen Streitpunkt wird?
Prägt der Umgang mit Migration in der DDR bis heute das Denken über Zugehörigkeit und Abwehr – oder ist das ein Mythos?
Q&A-Frage
Wie hätte sich Deutschland entwickelt, wenn Migration von Anfang an nicht als Ausnahme, sondern als Teil der Gesellschaft gedacht worden wäre?
Ihre Meinung interessiert uns! Schreiben Sie uns gerne an podcast@faz.de oder schicken Sie uns eine Sprachnachricht an +49 172 – 778 2384. Die Fragen und Kommentare unserer Hörer besprechen wir kommenden Donnerstag in der Q&A-Folge – gemeinsam mit unserem Experten. Einsendungen können gekürzt oder auszugsweise im Podcast verwendet werden.
**Quellen **
Jochen Oltmer (Hg.): Handbuch Staat und Migration in Deutschland seit dem 17. Jahrhundert. Berlin 2016. Jakob Schönhagen, Ulrich Herbert (Hg.): Migration und Migrationspolitik in Europa 1945-2020. Göttingen 2023. Poutrus, Patrice G.: Migranten in der „Geschlossenen Gesellschaft“. Remigranten, Übersiedler, ausländische Studierende, Arbeitsmigranten in der DDR, in: J. Oltmer (Hg.), Handbuch Staat und Migration vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart, Berlin 2016, S. 967–995. Rass, Christoph: 1955. Das deutsch-italienische „Anwerbeabkommen“ – Ein Wendepunkt der Migrationsgeschichte?, in: Andreas Fahrmeir (Hg.): Deutschland. Globalgeschichte einer Nation. München 2020, S. 700–704. Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur: Völkerfreundschaft auf Abstand: Vertragsarbeit in der DDR. Historischer Hintergrund Arbeitsmigranten (abgerufen am 15. 12. 2025).
Produktion
Autoren & Redaktion: Christine Brunzel, Michael Götz Sprecherin: Sandra Klüber Produktion: FAZ Audio in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung Soundlogo: David Brucklacher Redaktionelle Beratung: Angelika Fey, Simon Strauß
