
NZZ Geopolitik Gold, Waffen und alte Wunden: warum der Krieg im Sudan nicht gestoppt wird
Nov 19, 2025
Hager Ali, Politologin am GIGA-Institut in Hamburg, bringt ihr Wissen über die komplexe Lage im Sudan ein. Sie erklärt, warum der aktuelle Konflikt keine Fortsetzung bereits bekannter Kämpfe ist und behandelt die Rolle der paramilitärischen RSF sowie die Machtverteilung zwischen den Akteuren. Ali beleuchtet die wirtschaftlichen Interessen, insbesondere in Bezug auf Gold und Waffen, und diskutiert die internationale Einflussnahme. Hoffnungsschimmer sieht sie in der Zivilbevölkerung, die trotz der Krisen Unsicherheit und Widerstand zeigt.
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Episode notes
Neuer Krieg, nicht bloßes Wiederaufleben
- Der Sudan erlebt kein Wiederaufleben eines alten Konflikts, sondern einen neuen, besonders brutalen Krieg, der live verfolgt werden kann.
- Diese Sichtbarkeit und Brutalität führen zur Normalisierung des Leids und mindern die internationale Aufmerksamkeit.
RSF Als Instrumenteller Machtarm
- Die Rapid Support Forces (RSF) wirken als Verlängerung zentraler Macht, ohne echte Integration oder Repräsentation der Bevölkerung in Darfur.
- Ihre Rolle verbindet Unterdrückung mit Ausbeutung von Ressourcen und Grenzkontrolle.
Vom Putsch 2019 Zur Eskalation 2023
- 2019 stürzten Abdel Fattah al-Buhan und Mohamed Hamdan Daglo gemeinsam Omar al-Bashir und eröffneten eine demokratische Transition.
- Der Bruch kam, als die Sicherheitsreform und die Integration der RSF in die reguläre Armee scheiterten, was zur Eskalation 2023 führte.
