
JACOBIN Podcast Die Zuverdienst-Streichung macht Österreichs Arbeitslose nur noch ärmer – von Lisa Hanzl
Jan 22, 2026
Die Streichung des Zuverdienstes in Österreich könnte die Armut von Arbeitslosen weiter verschärfen. Besonders Frauen, Migrantinnen und Alleinerziehende sind betroffen. Lisa Hanzl diskutiert, wie diese Entscheidung die Lebenshaltungskosten erhöht und kreative Berufe gefährdet. Zudem werden die wissenschaftlichen Kontroversen um das Thema erklärt: Während einige positive Effekte sehen, warnen andere vor einer dauerhaften Abhängigkeit. Schließlich wird deutlich, dass Austeritätspolitik die Schwächsten trifft und soziale Faktoren oft mehr beeinflussen als ökonomische Anreize.
AI Snips
Chapters
Transcript
Episode notes
Streichung Trifft Die Verwundbarsten
- Die Abschaffung des Zuverdienstes ab 1. Januar 2026 nimmt Arbeitslosen die Möglichkeit, nebenbei bis zu 603 Euro zu verdienen.
- Betroffen sind vor allem Frauen, Alleinerziehende, Menschen mit Behinderungen und Nicht-Staatsbürger, die ohnehin niedrige Leistungen erhalten.
Künstlerinnen Verlieren Existenzsicherung
- Ein Beispiel: Eine Künstlerin konnte früher mit Arbeitslosengeld plus Zuverdienst fast 1.400 Euro monatlich erreichen.
- Seit Januar verliert sie entweder die 603 Euro Zuverdienst oder das Arbeitslosengeld und steht wieder unter erheblichem finanziellem Druck.
Timing Entscheidet Über Wirkung
- Forschung zeigt ambivalente Effekte: Zuverdienst kann Jobchancen (Stepping Stone) oder Suchverzögerungen (Lock-In) erzeugen.
- Timing entscheidet: früher Zuverdienst fördert Folgejobs, späterer Einstieg korreliert mit Einkommensrückgängen.
