
Thema des Tages Der Burgtheater-Prozess: Verbrechen hinter den Kulissen
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Nov 20, 2019 Stefan Weiß, Kulturredakteur und Insider der Wiener Kulturszene, beleuchtet den Finanzskandal am Burgtheater, der seit 2013 das öffentliche Interesse weckt. Er erklärt die komplexen Vorwürfe gegen die ehemalige Geschäftsführerin Silvia Stantejsky und die finanziellen Unregelmäßigkeiten, die dahinterstecken. Auch die Verantwortung der Wirtschaftsprüfer und die problematischen Bilanzen kommen zur Sprache. Überraschend zeigt er, wie dieser Skandal trotz seiner negativen Auswirkungen zu notwendigen Veränderungen in der Kulturverwaltung geführt hat.
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Skalierung Des Schadens
- Forensische Prüfungen wiesen einen Bilanzverlust von rund 20 Millionen Euro aus, der sich über Jahre summierte.
- Zusätzlich stehen mutmaßlich veruntreute Honorare von 200.000–300.000 Euro zur Debatte.
Ausgliederung Schwächte Finanzierung
- Die Ausgliederung der Kulturbetriebe in den 1990er Jahren senkte langfristig die finanzielle Stabilität ohne automatische Valorisierung.
- Fehlende Indexierung der Subventionen setzte das Burgtheater dauerhaft unter Spardruck.
Stanteschis Rolle Im Haus
- Silvia Stanteschi arbeitete seit 1980 am Burgtheater und stieg 2008 zur kaufmännischen Geschäftsführerin auf.
- Sie galt als "gute Seele des Hauses" und war Anlaufstelle für Mitarbeiter bis zur Direktion.
