

Sebastian Winter: Zur Psychoanalyse des Antisemitismus
25 snips Sep 28, 2020
Sebastian Winter, ein Experte für Psychoanalyse und Sozialpsychologie, beleuchtet die psychologischen Mechanismen des Antisemitismus. Er diskutiert, wie dieser als massenpsychologisches Phänomen in Gemeinschaften entsteht und analysiert moderne Ausdrucksformen, basierend auf Freuds Theorien. Winters kritische Perspektive auf die Wahrnehmung von Antisemitismus in Schulen thematisiert die Stigmatisierung von Schülern und die Verantwortung der Lehrkräfte. Zudem wird die Verbindung zwischen gesellschaftlichen Ängsten und Antisemitismus tiefgreifend untersucht.
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Episode notes
Antisemitismus Als Leidenschaft
- Antisemitismus ist primär eine Leidenschaft und kein bloßes Informationsdefizit.
- Psychoanalytisch erklärt er sich durch affektive Bindungen und Projektionen in Gemeinschaften.
Vierschichtige Analyseperspektiven
- Forschung betrachtet Antisemitismus als Praxis, Diskurs, Ideologie oder Leidenschaft.
- Jede Perspektive erklärt andere Facetten von Gewalt, Stereotypen, Deutung und Affekt.
Projektion Und Kollektiver Wahn
- Ernst Simmel beschrieb Antisemitismus als kollektiven Wahn basierend auf Projektion.
- Projektion verwandelt innere unerträgliche Inhalte in äußere, verfolgende Objekte.