Über Medien Reden - 365, der tägliche Podcast

# 923 Sebastian Loudon: Ich glaube nicht, dass Triggerwarnungen zwingend notwendig sind | 05.09.25

Sep 5, 2025
Sebastian Loudon, Herausgeber der Monatszeitung Datum und Experte für leidensbewusste Berichterstattung, diskutiert den sensiblen Umgang mit Suizidfällen im Journalismus. Er betont die Bedeutung von interner Supervision und ethischen Abwägungen in Redaktionen. Laut Loudon sind Triggerwarnungen oft überflüssig, und er setzt stattdessen auf klare Titel und respektvolle Darstellungen. Außerdem spricht er über die Rolle des Journalismus als Sozialberuf und das Datum-Talente-Programm zur Förderung junger Journalist:innen.
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ANECDOTE

Intensive Begleitung Nach Suizid

  • Verena Randolph begleitete über ein Jahr die Mutter eines 14-jährigen Mädchens nach ihrem Suizid und schrieb "Ein Jahr ohne Elena".
  • Die Recherche war extrem intensiv und ein Sonderfall in der Monatszeitung Datum.
INSIGHT

Slow Journalism Schützt Vor Fehlern

  • Slow Journalism schützt vor vielen Fehlern in der Suizidberichterstattung, weil Zeit für Reflexion bleibt.
  • Bewusstes, langsames Arbeiten erhöht die Sensibilität gegenüber medienethischen Konflikten.
ADVICE

Bei Akuter Gefahr Supervision Suchen

  • Bei unmittelbarer Suizidgefahr sollte die Journalistin Supervision suchen und das Vorgehen mit der Chefredaktion besprechen.
  • Direkte Kontaktaufnahme zu Hilfseinrichtungen im Einzelfall nur nach Abwägung und mit Vorsicht erwägen.
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