
News Plus Brandkatastrophe Crans-Montana – eine «Walliserei»?
Jan 16, 2026
Boris Previšić, Alpenforscher und Kulturhistoriker an der Universität Luzern, analysiert die Kultur und Historie des Wallis nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana. Er erörtert, wie das Wallis zum Sündenbock für Vetternwirtschaft und Missmanagement wird. Interessant sind die Definitionen von 'Walliserei' und die Diskussion über historische Vorurteile, die das Selbstbild der Region prägen. Zudem kritisiert er die Pauschalisierungen aus der restlichen Schweiz und fordert eine differenzierte Betrachtung der Verantwortlichkeiten.
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Episode notes
Debatte Verlagert Sich Auf Das Wallis
- Nach der Brandkatastrophe von Crans‑Montana richtet sich die Debatte zunehmend auf das Wallis anstatt auf die Opfer.
- Medien und Stimmen sprechen von «Wallisereien», also Vetternwirtschaft und Filz, als Erklärungsrahmen.
Wallisereien Als Stereotyp Erklärt
- Boris Previšić erklärt, dass «Wallisereien» auf Stereotypen und Klischees basieren.
- Vetternwirtschaft entstehe eher durch Kleinsträume und begrenzte Parteienlandschaften als durch eine regionale Naturgegebenheit.
Vetternwirtschaft Existiert Überall
- Vetternwirtschaft ist nicht exklusiv fürs Wallis; ähnliche Mechanismen gibt es auch in städtischen Kontexten.
- Previšić verweist auf Zürcher Zünfte als Beispiel für vergleichbare Netzwerke außerhalb des Wallis.
