
Warum Selbstregulation den Unterschied macht – und Gesundheit wichtiger ist als Wissen, mit Prof. Dr. Ferdinand Stebner
Mutmacher Schule
Selbstreguliertes Lernen in Gruppen und Ko‑Regulation
Ferdinand betont: Selbstregulation heißt nicht einsames Lernen, sondern auch Verantwortung in Gruppen.
Selbstreguliertes Lernen und Gesundheit: Warum beides zusammengehört
Gast: Prof. Dr. Ferdinand Stebner, Universität Osnabrück
Host: Judith Holle, Geschäftsführerin beWirken
Das erwartet dich in dieser Episode:
Ein tiefgehendes Gespräch über die Verbindung von Lernen und Gesundheit. Prof. Dr. Ferdinand Stebner zeigt, warum selbstreguliertes Lernen nicht nur den Bildungserfolg, sondern auch das Wohlbefinden stärkt – mit Fokus auf Metakognition, adaptive Förderung und die Chancen wie Grenzen offener Lernkonzepte.
🎯 Kernthema: Selbstreguliertes Lernen als Schlüssel
- Unterschied verstehen: Selbstorganisation = äußeres Lernumfeld; Selbstregulation = innere Prozesse
- Metakognition als Basis: „Denken über das eigene Denken“
- Ziel: Lernstrategien, Motivation, Emotionen und Anstrengung bewusst steuern
💚 Gesundheit x Lernen: Zwei Wirkungspfade
- Direkt: Bessere Selbstregulation fördert gesunde Routinen (Schlaf, Bewegung, Stressmanagement, weniger Prokrastination)
- Indirekt: Öffnet den Weg zu bedürfnisorientierten, offenen Lernkonzepten, die das Wohlbefinden stärken
🧩 Herausforderungen offener Lernkonzepte
- Profitieren häufig Lernende mit schon guten Selbstregulationskompetenzen
- Risiko der Benachteiligung von Kindern, die mehr Unterstützung brauchen
- Lösung: Adaptive Förderung statt „One-Size-Fits-All“
🧠 Systemische Erkenntnisse
- „Wenn das pädagogische Personal gestresst ist, werden auch die Kinder gestresst sein“
- Selbstregulation muss systematisch gefördert werden – aktuell zu wenig verankert
- Lehramtsausbildung: Lücken bei Selbstregulationskompetenzen
- Spannungsfeld: Individuelle Förderung vs. standardisierte Prüfungen
🔬 Forschung & Wissenschaftskommunikation
- Bedeutung experimenteller Feldforschung in Schulen für kausale Aussagen
- Filmprojekt zur psychischen Gesundheit in Schule als Appell an Politik und Praxis
🔗 Weiterführende Links:
Personen & Institutionen
- Prof. Dr. Ferdinand Stebner – Universität Osnabrück: https://www.uni-osnabrueck.de/professor-ferdinand-stebner
- John Hattie – Visible Learning: https://visible-learning.org/john-hattie/
Forschung & Projekte
- DEISEL-Projekt (Uni Osnabrück): https://www.uni-osnabrueck.de/deisel
- SFB 1280 Extinktionslernen (RUB): https://www.ruhr-uni-bochum.de/sfb1280/
- IQB-Bildungstrend: https://www.iqb.hu-berlin.de
- Deutscher Schulpreis: https://www.deutscher-schulpreis.de
Wissenschaftskommunikation
- Ferdinand Stebner auf Instagram: https://www.instagram.com/ferdinandstebner
- Film: Psychische Gesundheit in Schule: https://youtu.be/nLYENz7uNwA
Lernressourcen
- ORCA.nrw – kostenloser Selbstlernkurs „Lernstrategien“:
https://www.orca.nrw/starker-start-ins-studium/fuer-studierende/motivation-und-lernstrategien/lernstrategien/
📚 Modelle & Konzepte:
- Churer Modell: Binnendifferenzierung und Lernlandschaften
- Cognitive Load Theory (John Sweller): Kognitive Belastung steuern
- Ko-Regulation: Gemeinsame Regulation von Lernprozessen in Gruppen
💡 Für wen ist diese Episode:
Lehrkräfte, Schulleitungen, Steuerungsgruppen, Eltern und alle Bildungsakteur*innen, die Lernen und Gesundheit zusammendenken möchten.
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💬 Call-to-Action:
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Photocredit: Elena Scholz, Uni Osnabrück


