Am 29. August 2005 trifft ein extrem starker Wirbelsturm die US-Golfküste. Er verwüstet die Mississippi-Metropole New Orleans. "Katrina" gerät zum nationalen Trauma.
In diesem Zeitzeichen erzählt Daniela Wakonigg:
- warum der Wirbelsturm Katrina nicht allein verantwortlich für seine verheerenden Folgen ist,
- warum in New Orleans rasend schnell das Wasser steigt,
- warum vor allem Kranke, Alte, Arme und Schwarze in der Stadt zurückbleiben,
- wie Sparmaßnahmen die Hilfe nach dem Sturm behindern,
- warum Katrina eine Rassismus-Diskussion auslöst.
Trotz aller Warnungen vor dem Hurrikan Katrina sind die Bars im French Quarter der Stadt New Orleans am Vorabend der Katastrophe gut gefüllt. Derweil lädt sich der Sturm über dem warmen Wasser des Golfs von Mexico rasant auf und nimmt Kurs auf Louisianas Küste.
Experten warnen vergeblich vor den Folgen eines Hurrikans der Kategorie Fünf. Eine Computersimulation zeigt deutlich, dass die Stadt versinkt, wenn ein tropischer Wirbelsturm der Stärke fünf sie trifft. Mit einer Windgeschwindigkeit von 280 Stundenkilometern erreicht Katrina diese Stufe bereits über dem Golf von Mexiko.
Katrina trifft New Orleans in den frühen Morgenstunden am 29. August 2005. Häuser wackeln, aber die Zerstörungen sind nicht übermäßig groß. Die Hoffnung, die Stadt sei noch einmal vergleichsweise glimpflich davongekommen, ist aber verfrüht. 8,5 Meter hohe Wellen drücken gegen die Deiche, die wie Kanäle und Pumpen zum Teil schon hundert Jahre alt sind und dem Druck nicht standhalten. Die Wiege des Jazz versinkt in den Fluten.
Unsere wichtigste Quelle und unser Interviewpartner:- Prof. Ivor van Heerden, Meereswissenschaftler, ehemaliger stellvertretender Direktor des "Louisiana State University Hurricane Center"
- Ivor van Heerden and Mike Bryan: The Storm. What went wrong and why during Hurricane Katrina - the inside story of a Louisiana scientist. Penguin Books 2006.
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Das ganze Zeitzeichen-Archiv gibt’s hier.Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Daniela Wakonigg
Redaktion: Christoph Tiegel/Sefa Inci Suvak
Technik: Alexander Buske