Der Italiener Alberto Alemanno ist eine der führenden Stimmen in Europa, wenn es darum geht, Menschen zu zeigen, wie sie ihre Anliegen gegenüber Staaten durchsetzen können. Doch mit Brüssel geht der Jurist hart ins Gericht. Dort wird keine EU-Politik gemacht, sagt er.
Tag 2 in Alpbach und wir befassen uns im täglichen Kongressjournal zuerst damit, wo sich die Alpbacher bei Hitze abkühlen. Kleiner Spoiler: Am Berg ist es nicht. Außerdem spricht der italienische Professor für EU-Recht Alberto Alemanno, warum er die derzeitige EU-Politik für eine Farce hält: „Unsere politischen Vertreter und Dynamiken in Brüssel sind national und nicht europäisch.“
Dabei werden die Wähler absichtlich für dumm verkauft. „Warum sollten nationale Politiker den Wählern sagen, dass Europa wichtiger ist als die nationale Politik? Aber das ist die Wahrheit, wir leben unter falschen Vorstellungen. Schon jetzt werden die wichtigen Entscheidungen in Brüssel getroffen und nicht in Wien.“
Er schlägt eine Reform des Wahlsystems vor. Österreicher sollten zum Beispiel Deutschen wählen können und umgekehrt. Ist das eine gute Idee? Und warum soll es für Österreicher wichtig sein, wer in Polen die Wahlen gewinnt?
**Wer braucht schon Soft Skills? **
Die Stipendiaten diskutieren derweil über Soft Skills. Warum werden die eigentlich ständig vernachlässigt? Und welche Soft Skills braucht es, um Europa zu verbessern?
"Was in Alpbach wichtig ist" - das Kongressjournal in zehn Episoden von Eva Winroither, Anna Wallner und Georg Gfrerer von audio-funnel.
Von 23. August bis 1. September 2023 jeden Morgen um 6 Uhr Früh.
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