Deutschlands oberster Soldat ist davon überzeugt, dass sich Russland auf einen großen Krieg vorbereitet. Selbst nach einem möglichen Waffenstillstand in der Ukraine habe Deutschland keine Zeit "zum Durchatmen", meint der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer. Russland rüste weiter auf und habe die Anzahl seiner Soldaten im Vergleich zu Vorkriegszeiten verdoppelt. Die russische Militärstruktur sei deutlich gegen den Westen ausgerichtet. Deshalb werde ein Ende des Ukraine-Kriegs nicht dazu führen, dass "wir wieder Frieden auf dem europäischen Kontinent haben", sagte er kürzlich in der Talkshow "Maischberger".
Das deckt sich mit der Einschätzung von Jörg Schmitt, dem stellvertretenden Leiter des Investigativ-Ressorts der Süddeutschen Zeitung. Er hat mit Kollegen vom WDR und NDR die Lageanalysen des BND und der Bundeswehr auswerten können. Bis Ende des Jahrzehnts könne Russland die Voraussetzungen für einen großangelegten konventionellen Krieg gegen die Nato schaffen, unabhängig vom Krieg in der Ukraine.
Laut diesen Quellen könnte Moskau mit verschiedenen Szenarien versuchen, die Nato zu testen, sagt Schmitt. Etwa durch Provokationen im Baltikum oder in der Arktis. Wladimir Putin gehe es darum, die Reaktionsfähigkeit und den Beistandswillen der USA auszuloten.
Weitere Nachrichten: Erdbeben in Myanmar und Thailand; Proteste gegen Netanjahu in Israel; Eisdecke der Arktis nimmt dramatisch ab.
Zum Weiterhören und -lesen:
Den Text zu der Gefahrenanalyse von BND und Bundeswehr lesen Sie hier.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Johannes Korsche
Produktion: Jonathan Brandis
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über ARD.
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