Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
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Oct 2, 2020 • 12min

Trumps positiver Corona-Test: Wie sich der US-Wahlkampf verändern wird

Lange hat Donald Trump die Gefahren des Coronavirus geleugnet. Obwohl in den USA bislang mehr als 207.000 Menschen daran gestorben sind und sich dort mehr als sieben Millionen Menschen mit Covid 19 infiziert haben. Einer davon ist jetzt auch der Präsident. Schadenfreude und Häme sind nicht angebracht, sagt SZ-Politik-Chef Stefan Kornelius. Der bislang ständig präsente Trump befinde sich nun zunächst für 14 Tagen in Quarantäne. Mehr als fraglich sei zudem, ob es noch zu den zwei offenen TV-Duellen kommen werde. Dies werde den US-Wahlkampf dramatisch unterbrechen und einen Schlussspurt sehen, den so noch niemand erlebt habe. Weitere Nachrichten: US-Vize Präsident Pence negativ getestet, Sanktionen gegen Belarus, Verkehrsminister Scheuer in der Kritik. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Valérie Nowak Zusätzliches Audiomaterial über Reuters. Überschrift Text
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Oct 1, 2020 • 11min

Unruhige Tage in der AfD

Bei der AfD reiht sich eine schlechte Nachricht an die andere. Trotzdem darf die Partei bei der nächsten Bundestagswahl nicht unterschätzt werden. In der AfD war die letzten Wochen so einiges los: Angefangen von der Auflösung des rechtsextremen "Flügels" über den Parteiausschluss von Andreas Kalbitz, den Auflösungen der Landtagsfraktionen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein bis hin zu den unappetitlichen Aussagen des ehemaligen Pressesprechers der Bundestagsfraktion Christian Lüth. Nun verzichtete Parteisprecher Jörg Meuthen auf eine Kandidatur für den Bundestag und vermeidet so eine Kontroverse mit der restlichen Führungsmannschaft der Partei. Denn das Verhältnis zwischen Meuthen, Alexander Gauland, Alice Weidel und Co-Sprecher Tino Chrupalla beschreibt Jens Schneider als schlecht. Der SZ-Hauptstadtkorrespondent warnt jedoch davor, die AfD bei der Bundestagswahl im nächsten Jahr zu unterschätzen. Weitere Themen: EU leitet rechtliche Schritte gegen Großbritannien ein, Wirecard-Untersuchungsausschuss, Wirt bekommt eine Million Euro von Versicherung. Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Lars Langenau Produktion: Valérie Nowak Zusätzliches Audiomaterial über Landtag Schleswig-Holstein, Bundestag.
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Sep 30, 2020 • 12min

Trump vs. Biden: Das schlimmste TV-Duell aller Zeiten

Sie beschimpfen sich als "Clown", "Lügner", "Rassist" und "dumm". Das erste TV-Duell in den USA ist ein Tiefpunkt der Debattenkultur. "That was the worst debate I have ever seen" - Die schlimmste Debatte, die er je gesehen habe, sagt der CNN-Moderator Jake Tapper über das TV-Duell zwischen Donald Trump und Joe Biden. Eineinhalb Stunden haben sich die beiden Kandidaten für das Weiße Haus angebrüllt, beleidigt und ständig unterbrochen. Der Erkenntnisgewinn war ziemlich gering, findet auch Hubert Wetzel. Der SZ-Washington-Korrespondent hat aber auch nichts anderes erwartet. Den beiden Kandidaten ging es vor allem darum, ihre Anhänger zu mobilisieren. Weitere Themen: Merkel appelliert an Bürger zum Durchhalten, Strafen bei Verstößen gegen Rechtsstaatlichkeit. Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Lars Langenau Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über Fox News, CNN.
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Sep 29, 2020 • 10min

Merz, Laschet, Röttgen: Dreikampf der Kandidaten

Am 4. Dezember werden 1001 Delegierte der CDU auf ihrem Parteitag in Stuttgart entscheiden, ob ihr neuer Chef Laschet, Merz oder Röttgen heißen wird. Falls es Corona zulässt. Bis dahin wird es zwei im Internet übertragene “Live-Talks” geben, in denen sich die Kandidaten vorstellen werden. Es gibt keinen unabhängigen Journalisten als Moderator beim Fernseh-Wahlkampf, weil die CDU Konflikte vermeiden möchte, meint Berlin-Korrespondent Robert Roßmann. In Umfragen außerhalb der Partei werde Friedrich Merz favorisiert. Armin Laschet reagiere deshalb gerade sehr dünnhäutig. Trotzdem sei die Entscheidung noch offen, da der NRW-Ministerpräsident unter den Delegierten großen Rückhalt habe. Für die Kanzlerkandidatur der Union aber sei entscheidend, mit welchem Ergebnis der Kandidat gewählt werde. Nur bei einem knappen, schlechten Ausgang habe Bayerns Ministerpräsident Markus Söder von der CSU eine Chance, Kanzler zu werden. Weitere Nachrichten: Neue Corona-Regeln, Razzia bei Wirecard, US-TV-Duell. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über dpa.
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Sep 28, 2020 • 12min

Aus für Gorleben als Endlager: Ein schwer zu fassender Triumph

Ende 2022 also geht der letzte Atomreaktor in Deutschland vom Netz. Doch die hochradioaktiven Abfälle strahlen weiter. Eigentlich war Gorleben mal als Endlager vorgesehen. Jetzt aber hat die "Bundesgesellschaft für Endlagerung" festgestellt, dass Gorleben dafür nicht in Frage kommt. Doch die kleine niedersächsische Gemeinde wurde zum Beispiel dafür, wie man es nicht machen sollte, sagt Norddeutschland-Korrespondent Peter Burghardt. Gorleben sei zum Symbol des Widerstandes gegen die Kernenergie geworden. Doch gerade sei man vor Ort vor allem noch überrascht darüber, dass man in der ersten Runde gleich raus sei: “Ein Triumph, den man noch gar nicht fassen kann.” Weitere Nachrichten: AfD-Fraktion entlässt Sprecher, Trump soll kaum Steuern gezahlt haben, Kämpfe zwischen Armenien und Aserbaidschan. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über ntv.
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Sep 25, 2020 • 12min

Schluss mit "Klimapäckchen": Das will Fridays for Future

Zum ersten Mal seit Pandemie-Beginn wird global für Klimaschutz gestreikt. Das Thema müsse wieder ganz oben auf die Agenda, fordern Aktivisten. In über 300 Orten auf der ganzen Welt streiken Menschen für das Klima. Auch in Deutschland gibt es laut der Fridays-for-Future-Bewegung über 400 Aktionen. In Berlin wird zum Beispiel eine Mahnwache abgehalten. In dieser Folge von "Auf den Punkt" sprechen wir mit der Pressesprecherin der Bewegung: Fabia Klein, 18, erklärt, warum der globale Klimastreik gerade jetzt so wichtig ist. Er kann die Aktivistinnen und Aktivisten verstehen, sagt Michael Bauchmüller. Der SZ-Hauptstadtkorrespondent gesteht der Bundesregierung zu, dass sie zwar vieles auf den Weg gebracht hat. Dennoch brauche es weitere klimapolitische Maßnahmen, die kurzfristig wirken. Weitere Themen: Messerattacke in Paris, AfD-Fraktion in Schleswig-Holstein löst sich auf, Spahn warnt vor Urlaub im Ausland. Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl, Moritz Eder Produktion: Valérie Nowak
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Sep 24, 2020 • 12min

Warum die Vorfälle bei der Polizei zu denken geben müssen

104 rechtsextremistische Verdachtsfälle hat es in den letzten drei Jahren in der NRW-Polizei gegeben. Könnte eine Studie Klarheit verschaffen? Rechtsextremismus in der Polizei ist ja schon länger ein Thema. Vor allem als 2018 Drohnachrichten, unterschrieben mit NSU 2.0, an verschiedene Personen verschickt wurden. Seit zwei Jahren kommt das Land Hessen den Tätern nicht auf die Spur – obwohl man weiß, dass die Daten der bedrohten Personen in hessischen Polizeidienststellen abgerufen wurden. Dann wurde vergangene Woche der nächste Polizeiskandal öffentlich. Auch in diesem Fall tauschten sich Beteiligte in rechtsextremen Chatgruppen aus. Dieses Mal in der Essener Polizei. Und nun stellte NRW-Innenminister Herbert Reul eine neue Zahl vor: 104 Verdachtsfälle von Rechtsextremismus gab es seit 2017 in der NRW-Polizei. In so einer Situation helfe weniger eine Studie über die politische Einstellung der Beamten, sondern der Mut derjenigen, die im Team Grundgesetz" spielen, sagt SZ-Hauptstadtkorrespondent Ronen Steinke. Weitere Themen: Wong auf Kaution frei, Demos in Belarus, Gewalt gegenüber Lehrkräften steigt laut Umfrage. Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl, Moritz Eder Produktion: Valérie Nowak Zusätzliches Audiomaterial über Reuters.
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Sep 23, 2020 • 13min

Warum Deutschland fast 100 Milliarden Euro Schulden macht

Olaf Scholz kündigt an, nächstes Jahr 96 Milliarden Euro neue Schulden aufzunehmen. Sorgen darüber solle man sich nicht machen, sagt Ökonom Marcel Fratzscher. Finanzminister Olaf Scholz pumpt richtig viel Geld in die deutsche Wirtschaft. In diesem Jahr macht Deutschland mehr als 200 Milliarden, nächstes Jahr nach gerade vorgestelltem Haushaltsentwurf 96 Milliarden Euro neue Schulden. Gegen die Coronakrise ansparen wäre genau das Falsche, betont Scholz immer wieder. Damit habe der SPD-Kanzlerkandidat recht, sagt Marcel Fratzscher. Das Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), dessen Präsident Fratzscher ist, hat ausgerechnet, dass der Staat viel Schlimmes durch seine Politik verhindern konnte. Den Optimismus von einigen teile er jedoch nicht. Noch immer sei ein massenhaftes Firmensterben möglich. Weitere Themen: Neue Asylpolitik der EU-Kommission, Drogen-Razzia bei Münchner Polizei. Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Lars Langenau Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über Bundespressekonferenz.
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Sep 22, 2020 • 12min

Vom Sinn und Unsinn der verschärften Corona-Regeln für München

In München sind die Corona-Infektionen über den Wert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche gestiegen. Bleibt diese Zahl auf diesem Niveau, gelten in der bayerischen Landeshauptstadt ab Donnerstag eine generelle Maskenpflicht in einigen Bereichen - wie der Fußgängerzone in der Altstadt und am Viktualienmarkt. Außerdem dürfen sich nur noch maximal fünf Personen treffen. Besonders hart wird es für die Münchner Gastronomie, die in den vergangenen Monaten schon stark gelitten hat, sagt SZ-Lokalredakteur Jakob Wetzel. Allerdings habe es auch am vergangenen Samstag unschöne Bilder von ungezügelten Massenszenen etwa am bereits erwähnten Viktualienmarkt gegeben. Zur Eindämmung der Pandemie seien die verschärften Regeln deswegen durchaus sinnvoll. Aber manchmal seien die Regeln laut Wetzel nicht ganz nachvollziehbar. Zum Beispiel, wenn 30 Schülerinnen und Schüler in einem Klassenraum zusammensitzen würden. Wenn sich schließlich nur ein Teil von ihnen nach der Schule draußen trifft, sei das nicht mehr regelkonform. Weitere Nachrichten: Spahn für Corona-Schnelltests für Reisende und Pflegeeinrichtungen, Wiener Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen wegen verdeckter Parteispenden gegen Strache und Gudenus ein. Die Digitale Wiesn finden Sie unter sz.de/digitalewiesn Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Justin Patchett, Moritz Eder Zusätzliches Audiomaterial über dpa.
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Sep 21, 2020 • 12min

Nachfolge für Ginsburg: Es wird eine skrupellose Entscheidung

Am Freitag ist Ruth Bader Ginsburg mit 87 Jahren an Krebs gestorben. Die brillante Juristin und Kämpferin für Gleichberechtigung war DIE Ikone des liberalen Amerikas. Jetzt ist ein erbitterter Kampf zwischen den Demokraten und ihrem Präsidentschaftskandidaten Joe Biden und den Republikanern und Präsident Donald Trump um ihre Nachfolge ausgebrochen. Eine Mehrheit von 96 zu 3 Stimmen, mit der Ginsburg 1993 vom Senat gewählt wurde, sei heute nicht mehr möglich, sagt US-Korrespondenten Christian Zaschke. Die Lager seien völlig zerstritten und die Auseinandersetzungen zutiefst verbittert. Die Mehrheit der neun Richter des Supreme Court sei schon konservativ. Die Gefahr sei aber, dass die konservative Mehrheit über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, zementiert werden würde. Zaschke ist sich sicher, dass die Republikaner die Nachfolge von Ginsburg skrupellos und brutal regeln werden. Favoritinnen seien die Richterinnen Amy Coney Barrett und Barbara Lagoa. Barrett bediene mit ihren Ansichten die religiöse Rechte, Lagoa könne Trump mit ihrer kubanischen Herkunft im Swingstate Florida helfen. Weitere Nachrichten: Aktienverluste nach Enthüllungen von FinCEN-Files, München führt wieder stärkere Corona-Schutzmaßnahmen ein. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über die William J. Clinton Presidential Library.

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