

Auf den Punkt
Süddeutsche Zeitung
Die Nachrichten des Tages – von der Süddeutschen Zeitung als Podcast auf den Punkt gebracht. Bleiben Sie auf dem Laufenden mit aktuellen Meldungen, Interviews und Hintergrundberichten. Kostenlos und immer aktuell: Jeden Tag um 17 Uhr und samstags um 7 Uhr.
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Apr 8, 2021 • 12min
Chinas Angst vor einem Olympia-Boykott 2022
Seit Monaten wird darüber spekuliert, nun bringen die USA öffentlich einen Boykott der Winterspiele 2022 in Peking ins Spiel. Chinas Führung ist erzürnt.
Zugegeben, sie wirken noch etwas weit weg: die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking. Aber gerade in diesen Tagen sorgen sie für große Spannungen zwischen USA Und China. Es geht um einen möglichen Boykott der Spiele.
Zuerst sagte ein Sprecher des amerikanischen Außenministeriums, dass sich die USA mit ihren Partnern über ein gemeinsames Wegbleiben verständigen würden. Und zwar wegen der Menschenrechtslage im Land, speziell den Umgang mit den Uiguren. Wenig später dementiert das eine Sprecherin des Weißen Hauses. Doch der Geist ist aus der Flasche.
Die kommunistische Parteiführung in China ist erzürnt. Ein weiterer amerikanischer Versuch, China kleinzuhalten, behauptet sie. Aber die Gründe für einen Boykott sind ernste Anliegen, erklärt SZ-China-Korrespondentin Lea Deuber.
Weitere Themen: 650.000 Impfungen an einem Tag, Spahn möchte über Sputnik V verhandeln, Russland verlegt offenbar Kriegsschiffe ins Schwarze Meer.
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Antonia Franz und Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial über White House und State Department.

Apr 7, 2021 • 14min
Boris Palmer: Harte Lockdowns führen in die Sackgasse
Viele sehen Modellprojekte wie in Tübingen kritisch und wollen sie vorerst aussetzen. Oberbürgermeister Palmer ist überzeugt: Ganz Deutschland kann davon profitieren.
Virologinnen und Virologen, Armin Laschet und die Kanzlerin wollen einen kurzen harten Lockdown, um die Infektionsketten zu brechen. Auf der anderen Seite gibt es in Deutschland verschiedene Modellregionen, in denen man mit einem negativen Test ins Café oder Theater gehen kann.
Einige, unter anderem der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, fordern, dass diese Modellprojekte vorerst ausgesetzt werden. Sie würden die falschen Signale in Zeiten steigender Infektionszahlen setzen.
Es brauche Alternativen zum Lockdown, sagt hingegen Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer. In seiner Stadt findet seit Wochen ein Modellprojekt mit Öffnungen und vielen Corona-Tests statt. Davon profitiere auch der Rest der Republik.
Weitere Themen: Weitere Erkrankungen bei Covid-19-Genesenen, Merkel für Brückenlockdown, Grüne wollen am 19. April Kanzlerkandidatur bekanntgeben.
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Antonia Franz
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Audiomaterial über Youtube-Channel Saarland und dpa.

Apr 6, 2021 • 12min
Corona: Vom Brückenlockdown bis zum Holzhammer
Armin Laschet denkt über Ostern nach und fordert einen Brückenlockdown. Doch die Maßstäbe, die er anlegt, reichen nicht aus, mahnen Wissenschaftler.
Solange noch nicht richtig umfassend geimpft werden kann, sollen scharfe Einschränkungen im ganzen Land verhängt werden, fordert Armin Laschet. Der NRW-Ministerpräsident und möglicher Kanzlerkandidat in spe hat die Idee eines "Brückenlockdowns" vorgestellt.
Das ist nichts Neues, was Laschet da fordert, sagt die SZ-Wissenschaftsredakteurin Christina Kunkel. Und weit genug gehe der Vorschlag sowieso nicht.
Weitere Themen: Spannungen in der Ostukraine, von der Leyen besucht Ankara.
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Alice Pesavento und Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial über dpa und ZDF.

Apr 1, 2021 • 11min
Wie die Pandemie Studierende belastet
Einsamkeit, Zukunftsängste und fehlende Rückzugsorte: Über Studierende wird in der Pandemie wenig gesprochen. Dabei leiden sie besonders.
Während dieser Pandemie wurde viel über die Wirtschaft, Pflege, Schulen und Kitas gesprochen und geschrieben. Aber nur sehr selten über Studierende, obwohl die sich in einer entscheidenden Phase ihres Lebens befinden. Was treibt junge Leute in dieser Zeit um?
Zwei unserer Hörerinnen haben uns Sprachnachrichten in der Pandemie geschickt, in denen sie über ihr Studierendenleben während Corona sprechen. Und die jetzt-Autorin Franziska Koohestani, selbst noch Studentin, berichtet über ihre Erfahrungen.
Wenn Sie uns auch eine Sprachnachricht schicken wollen, dann geht das ganz einfach über die 0176-96501041.
Weitere Themen: Hausärzte fangen mit Impfungen an, Grüne in Baden-Württemberg vertagen Koalitionsverhandlungen.
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Antonia Franz
Produktion: Justin Patchett

Mar 31, 2021 • 12min
Streit um die Impfdosen der EU
Immerhin soll der Impfstoff von Biontech/Pfizer auch Jugendliche zuverlässig vor einer Erkrankung mit Covid 19 schützen. Aber es gibt weiterhin zu wenig Impfstoff. In Deutschland und in der Europäischen Union. In der EU wird gerade darüber gestritten, wer wieviel der zehn Millionen zusätzlichen Impfdosen von Biontech/Pfizer bekommt, die schneller liefern konnten als vorgesehen, sagt SZ-Brüssel-Korrespondent Matthias Kolb. Besonders die Wortwahl des österreichischen Kanzlers Sebastian Kurz (ÖVP) eines “Basars” habe Unmut erregt. Das sei Stimmungsmache und kein Fakt, sagt Kolb. Jetzt liege aber ein Kompromissvorschlag auf dem Tisch. Wien ist damit aber noch nicht einverstanden und werde sich mit seiner Position kaum durchsetzen, meint Kolb.
Weitere Nachrichten: EU-Kommission verklagt Polen, HDP-Verbotsklage wegen Formfehlern zurückgewiesen.
Unseren neuen Podcast “Die Mafiaprinzessin” finden Sie unter sz.de/mafiaprinzessin.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Valérie Nowak
Zusätzliches Audiomaterial über Reuters.

Mar 30, 2021 • 13min
Baerbock oder Habeck: Es kann nur eine/n geben
“Es kann nur einen oder eine geben”. Es geht hier nicht um einen Trashfilm, sondern um Robert Habeck, 51, oder Annalena Baerbock, 40. Einer oder eine wird KanzlerkandidatIn der Grünen für die kommende Bundestagswahl. Verwegen? In aktuellen Umfragen liegen die Grünen im Bund bei mehr als 20 Prozent.
Die beiden werden das zu zweit recht bald nach Ostern beschließen, sagt SZ-Parlamentskorrespondentin Constanze von Bullion. Einzig und allein die Frage, wer eher ins Kanzleramt kommen kann, sei entscheidend. Wetten würde sie gerade jedoch auf keinen von beiden. Baerbock habe aber sehr stark an Profil gewonnen und der Hype um Habeck sei etwas verpufft. Allerdings habe sie im Gegensatz zu ihm keine exekutive Erfahrung als Ministerin. Aber sicher werde bei der Entscheidung auch geschaut, wer in anderen, konservativen Millieus besser ankomme.
Weitere Nachrichten: Berlin, München und Brandenburg Impfungen mit Astra Zeneca für unter 60-Jährige aus, weiter Grenzkontrollen nach Tschechien, Tarifabschluss für Metallbranche.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Valérie Nowak
Zusätzliches Audiomaterial über NDR und The Cannon Group.

Mar 29, 2021 • 12min
Kampf gegen Corona: Fehdehandschuh der Kanzlerin
Sonntagabend saß die Kanzlerin in der Talkshow von Anne Will und sagte, dass sie nicht zuschauen werde, "bis wir 100 000 Infizierte haben”. Der Baukasten zur Brechung der dritten Welle sei längst vorhanden. Nur müssten die Werkzeuge auch konsequent angewendet werden. Einige Ministerpräsidenten würden jedoch immer wieder neue Lockerungen und Modellversuche ankündigen. Angesichts der dramatische Lage sei das mehr als gewagt.
Die Botschaft der Kanzlerin sei eine letzte Mahnung an die Ministerpräsidenten, meint der Leiter des SZ-Parlamentsbüros, Nico Fried. Merkel habe den Regierungschefs der Länder einen Fehdehandschuh hingeworfen, vor allem denen, die sich nicht an die Vereinbarungen vom 3. März halten würden. Dabei sind auch das CDU-geführte Saarland und Nordrhein-Westfalen. Für Merkel würden Umfragen sprechen, dass die Mehrheit der Deutschen für einen kurzen, harten Lockdown sei.
Trotzdem müsse sie jetzt liefern, was sie denn nun anstatt der wieder verworfenen Ruhetage über Ostern wolle. Höchstwahrscheinlich würden ihr traurigerweise die weiterhin steigenden Infektions- und Todeszahlen bei ihrem Kurs helfen. Allen in der Union sei aber klar, dass CDU und CSU die Bundestagswahl im September nicht gewinnen werden, wenn die Pandemie zuvor nicht besiegt sei.
Weitere Nachrichten: "Ever Given" im Suezkanal wieder frei, Papst gewährt Hamburger Erzbischof Heße Auszeit.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Antonia Franz
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial über ARD.

Mar 26, 2021 • 15min
Affäre Gauweiler: Die Millionen des Barons
Für die CSU kommen die publik gewordenen Nebeneinkünfte von Peter Gauweiler zur Unzeit. Die Partei fällt in den Umfragen immer tiefer.
Jahrelang hat sich der CSU-Politiker Peter Gauweiler vom schwerreichen Baron August von Finck bezahlen lassen. Über elf Millionen Euro soll Gauweiler während seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter vom öffentlichkeitsscheuen Europaskeptiker von Finck erhalten haben.
Eine solche Summe kann korrumpieren, sagt SZ-Reporter Roman Deininger. Unter anderem haben er und sein Kollege Andreas Glas, beide in dieser Folge zu Gast, die "Affäre Gauweiler" aufgedeckt. Für die CSU kommt diese so kurz nach der Maskenaffäre zur Unzeit.
Weitere Themen: Große Koalition einigt sich auf schärfere Transparenzregeln, Spahn warnt vor Überlastung des Gesundheitssystems.
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Antonia Franz
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial über YouTube-Channel der CSU.

Mar 25, 2021 • 12min
Corona: Dritte Welle und kein Plan?
Über 22.000 Neuinfektionen an nur einem Tag. Die dritte Welle rollt und vielversprechende Gegenmaßnahmen sind auf dem ersten Blick nicht ersichtlich.
Die "Osterruhe" ist vom Tisch, die Kanzlerin bittet um Verzeihung und gleichzeitig steigt die Zahl der Neuinfektionen immer weiter. Haben Bund und Länder überhaupt noch einen Plan, wie sie gegen die dritte Corona-Welle ankämpfen wollen?
Die SZ-Hauptstadtkorrespondentin Henrike Roßbach sagt, auch wenn Kanzlerin, Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten sich mit Entscheidungen schwertun, sind sie noch lange nicht ohnmächtig.
Weitere Themen: Containerschiff versperrt weiter Suezkanal, Festnahme in Maskenaffäre.
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Antonia Franz
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Audiomaterial über Deutscher Bundestag.

Mar 24, 2021 • 12min
Wie die "Maskenaffäre" die CSU gefährdet
Die sogenannte "Maskenaffäre" soll noch größere Ausmaße haben als bisher bekannt. Das könnte der CSU bei der Bundestagswahl teuer zu stehen kommen.
Zwei CSU-Politiker, der ehemalige Bundestagsabgeordnete Georg Nüßlein und der frühere bayerische Justizminister Alfred Sauter, sowie drei weitere Beteiligte sollen insgesamt fünf bis sechs Millionen Euro an Provision erhalten haben. Dafür, dass sie Schutzmasken an Ministerien vermittelt haben.
Peter Fahrenholz beobachtet die CSU schon seit Jahrzehnten. Er berichtete über Amigo-, Modellauto- und Verwandtenaffäre. Diese Affäre könnte der CSU und Markus Söder aber gerade bei der Bundestagswahl gefährlich werden.
Weitere Themen: Merkel entschuldigt sich für "Osterruhe", Astra Zeneca hortet offenbar 29 Millionen Impfdosen in Italien.
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Antonia Franz
Produktion: Valérie Nowak
Zusätzliches Audiomaterial über CSU.


