

Auf den Punkt
Süddeutsche Zeitung
Die Nachrichten des Tages – von der Süddeutschen Zeitung als Podcast auf den Punkt gebracht. Bleiben Sie auf dem Laufenden mit aktuellen Meldungen, Interviews und Hintergrundberichten. Kostenlos und immer aktuell: Jeden Tag um 17 Uhr und samstags um 7 Uhr.
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Oct 6, 2021 • 12min
Wie eine Whistleblowerin gegen Facebook antritt
Frances Haugen heißt die Frau, die gerade gegen Facebook antritt. 37 ist sie, hat selbst zwei Jahre für Facebook gearbeitet und jetzt interne Dokumente an die Öffentlichkeit geleakt. Und am Dienstag hat Frances Haugen über diese sogenannten Facebook Files sogar vor dem US-amerikanischen Senat gesprochen.
Die Art und Weise, wie Facebook-Sprecher versucht haben, Haugen in Posts während der Hearings zu diskreditieren, war abstoßend und unprofessionell, sagt SZ-Digital-Experte Simon Hurtz. Im Podcast spricht er darüber, was Haugen Facebook vorwirft und ob die Macht des Konzerns noch zu beherrschen ist.
Weitere Nachrichten: Chemie-Nobelpreis für Deutschen und Briten, Ampel-Sondierungen angekündigt
Redaktion, Moderation: Franziska von Malsen
Redaktion: Antonia Franz
Produktion: Benjamin Markthaler

Oct 5, 2021 • 11min
Der Kanzlerplan der SPD
Die SPD lässt Grüne und FDP vorsondieren und setzt alles auf eine Ampel-Koalition. Kanzlerkandidat Olaf Scholz will sich mit einem funktionierenden Bündnis lange an der Macht halten.
Gut eine Woche ist die Bundestagswahl jetzt her. Seitdem wird sondiert. Und nach den Gesprächen in jeglichen Zweier-Konstellationen aus FDP, Grünen, SPD und Union, hat Grünen-Parteichef Robert Habeck am Dienstag angekündigt:
"Die FDP und wir werden sicherlich jetzt die Gespräche insgesamt in den Gremien bewerten. Also nicht jedes Gespräch einzeln, sondern auch im Abgleich dessen, was möglich ist für eine nächste Regierung in Deutschland. Dafür werden wir uns dann heute und morgen Zeit nehmen."
Jetzt müssen sich also FDP und Grüne entscheiden mit wem sie als erstes zusammen in Verhandlungen gehen. Mit der Union oder der SPD.
SZ-Redakteur Mike Szymanski sagt, dass SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz alles auf ein Ampel-Bündnis setzt: "Er möchte, dass dieses Bündnis auch funktioniert am Ende, was heißt, dass er Partner braucht, die miteinander können. Wenn Grüne und FDP in diesen Wochen und Tagen Zeit brauchen, um ihre Positionen abzustimmen, dann habe ich den Eindruck, ist er gerne bereit, denen diese Zeit auch zu geben."
Weitere Nachrichten: Physik-Nobelpreis für deutschen Klimaforscher, Henrik Wüst neuer NRW-Ministerpräsident, Facebook wegen technischer Störung nicht zu erreichen.
Redaktion, Moderation: Antonia Franz
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Justin Patchett

Oct 4, 2021 • 12min
Pandora Papers: Putins reiche Freunde
Hunderte Politiker aus aller Welt verschleiern ihr Vermögen mit Hilfe von Briefkastenfirmen. Das zeigen die Pandora Papers: Millionen von internen Dokumenten von verschiedenen Finanzdienstleistern und Kanzleien.
Die Daten wurden dem ICIJ zugespielt, dem International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ). Das ICIJ hat die Daten durchsuchbar gemacht und allen an der Recherche beteiligten Medien zur Verfügung gestellt. Woher das ICIJ die Daten hat, sagen sie nicht, um die Quelle zu schützen. Denn in vielen Ländern ist es strafbar, interne Firmendokumente weiterzugeben.
Die Pandora Papers geben unter anderem auch Einblick in das geheime Vermögen von zwei engen Freunden und der angeblichen Ex-Geliebten von Wladimir Putin. Oder ist es in Wahrheit sein Geld? Jörg Schmitt aus dem Investigativressort erklärt, welche Spuren aus Putins Umfeld nach Monaco führen - und welche Schlüsse man daraus ziehen kann.
Alle Texte finden Sie auf sz.de/pandorapapers
Weitere Nachrichten: Medizin-Nobelpreis für David Julius und Ardem Patapoutian, FDP zieht rote Linien für Sondierungsverhandlungen.
Redaktion: Anna-Lena Limpert, Antonia Franz
Produktion: Benjamin Markthaler
Redaktion, Moderation: Laura Terberl

Oct 2, 2021 • 18min
Adieu: Ein Abschied im "Auf den Punkt"-Team
Anfang Oktober verändert sich das Team von "Auf den Punkt": Nach drei Jahren am Mikrofon und in der Redaktion verlässt und Jean-Marie Magro. Ab jetzt sind für ihn Franziska von Malsen und Tami Holderried im Kernteam – neben Lars Langenau.

Oct 1, 2021 • 12min
Sprit-Krise in Großbritannien – ist der Brexit Schuld?
Vor den Tankstellen in Großbritannien bilden sich derzeit lange Schlangen – wenn es überhaupt Kraftstoff gibt. Viele Menschen warten Stunden, um ihr Auto aufzutanken. Das Problem ist nicht das Benzin oder der Diesel, sondern dass es an LKW-Fahrern fehlt, die Kraftstoff zu den Tankstellen bringen. Was das mit dem Brexit zu tun hat, das erklärt Michael Neudecker, der SZ-Korrespondent in London.
Neudecker sagt, dass durch den Brexit viele LKW-Fahrer das Land verlassen mussten. Jetzt fehlen genau diese Arbeitskräfte. Und es fehlt der britischen Politik auch noch an einem langfristigen Plan, wie man sie ersetzen könnte. Großbritannien sei weiter gespalten was den Brexit angeht. Und Neudecker rechnet mit weiteren Problem, die durch den Brexit auf das Land zukommen.
Weitere Nachrichten: Brexit-Übergangsphase endet, Bahnfahren wird teurer, Sondierungen zwischen FDP und Grünen
Redaktion, Moderation: Tami Holderried
Redaktion: Franziska von Malsen
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Audiomaterial über den Twitter.

Sep 30, 2021 • 13min
Die Grünen nach der Wahl: Regieren um welchen Preis?
Die Stimmung scheint gut zu sein, zwischen den Grünen und der FDP. Zuletzt hatten sich ja die beiden Parteien zu Vorsondierungen getroffen. Obwohl die beiden Parteien kein Traumpaar sind, wollen sie es miteinander probieren. Aber was würden und müssten die Grünen aufgeben um mitzuregieren?
Constanze von Bullion meint: In Punkto Klimaschutz müssten die Grünen sich an ihren Wahlversprechen messen lassen. Den größten Knoten sieht die Korrespondentin zwischen den Grünen und der FDP bei der Verknüpfung von Geld und Klimaschutz. Die Grünen wollen Milliarden investieren – die FDP will das eher dem Markt überlassen.
Weitere Nachrichten: Inflation steigt, NS-Sekretärin flüchtet vor Prozess, Sarkozy wird verurteilt
Redaktion, Moderation: Tami Holderried
Redaktion: Franziska von Malsen
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Audiomaterial über Phoenix und ARD.

Sep 29, 2021 • 12min
Was FDP und Grüne trennt - und was sie verbindet
Ohne FDP und die Grünen gibt es kaum eine neue Regierung. Deshalb reden die beiden Parteien jetzt auch erstmal zu zweit - und dann mit SPD und der Union. Von dem ersten Treffen nach der Wahl gibt es ein Instagram-Foto mit den Grünen-Chefs Annalena Baerbock, Robert Habeck sowie FDP-Chef Christian Lindner und seinem Generalsekretär Volker Wissing.
"Das Bild hat mehrere Botschaften", meint Daniel Brössler aus dem Berliner Parlamentsbüro. Wir schaffen erstmal eine Vertrauensbasis unter uns. Es soll anders sein als 2017, als die Sondierungen für eine Jamaika-Koalition scheiterten. Tatsächlich gebe es ein paar starke Unterschiede, auch über die Vorstellung des Begriffs "Freiheit", sagt Brössler. Für die Grünen braucht es etwa für den Kampf gegen den Klimawandel auch staatliche Eingriffe und nicht nur Ingenieurskunst. Aber es gibt auch Gemeinsamkeiten, inhaltlich und auch bei den Wähler:innen beider Parteien.
Weitere Nachrichten: Berliner Landeswahlleiterin will Amt nach Pannen abgeben, Spannungen zwischen Kosovo und Serbien.
Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Redaktion: Franziska von Malsen
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial über Phoenix.

Sep 28, 2021 • 11min
Laschets Zukunft: "Mit Wahlverlierern springt die Union immer brutal um"
Jetzt hat sogar Markus Söder hinbekommen, was Armin Laschet noch schwer fällt: Der CSU-Chef hat Olaf Scholz zum Wahlsieg der SPD gratuliert. Auch andere CDU-Leute zweifeln inzwischen an Laschets Wahl-Interpretation, dass er den Auftrag zur Regierungsbildung habe. Und jetzt steht mit der Wahl des Fraktionsvorsitzenden von CDU und CSU ein erster Machtkampf nach dem Debakel an.
Das Wahlergebnis sei nicht das Ende der Volkspartei CDU, sagt der leitenden Politik-Redakteur Peter Fahrenholz. Aber auch in Deutschland komme es nun zu einem System mittelgroßer Parteien, die zusammen koalieren müssen. Für die Union sei bitter, dass sie laut Wahlanalysen stark bei den Älteren und auch bei den Jungen stark verloren hat. Merkels Politik habe letztendlich zu einer "inhaltlichen Entleerung" der Union geführt, da sie alle SPD-Forderungen übernommen habe. Trotzdem sei Merkel aber beliebt gewesen - und Laschet hatte sowohl die Partei als auch das Volk gegen sich. Bis dato habe er die Realität nicht anerkannt. "Die Geschichte der Union lehrt, dass man dort mit Wahlverlieren immer brutal umgesprungen ist", sagt Fahrenholz.
Weitere Nachrichten: Cum-Ex-Steuerskandal: Ex-SPD-Politiker unter Verdacht.
Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Redaktion: Antonia Franz
Produktion: Benjamin Markthaler
Zusätzliches Audiomaterial über ARD und MDR.

Sep 27, 2021 • 12min
"Laschet als Kanzler würde das Vertrauen in die Demokratie erschüttern"
Für die Älteren hatte die Elefantenrunde in der ARD am Wahlabend etwas von einem Déjà-vu. CDU-Chef Armin Laschet machte gleich mehrfach den Gerhard Schröder. 2005 wollte der damalige Kanzler von der SPD partout nicht einsehen, dass er die Wahl verloren hatte. 16 Jahre wiederholt sich das mit einem anderen Kandidaten, einer anderen Partei, aber mit derselben Masche. Inklusive eines verdutzten SPD-Kandidaten Olaf Scholz. Dabei bleibt die CDU hinter der SPD und hat mit Laschet als Kanzlerkandidaten gerade das schlechteste Ergebnis in ihrer Geschichte einstecken müssen.
Das ist eigentlich ein klarer Regierungsauftrag an die SPD, die Grünen und die FDP, sagt der Leiter des Berliner Parlamentsbüros der SZ, Nico Fried. Sowohl Laschet als auch CSU-Chef Markus Söder müssten zurückstecken, meint Fried. Erst wenn Scholz scheitern sollte, hätte die Union noch eine Chance auf das Amt des Regierungschefs. "Da muss man auch die Grünen in die Verantwortung nehmen. Einem so klaren Wahlverlierer ins Amt zu verhelfen, kann nicht sein. Das würde auch das Vertrauen in demokratische Abläufe und in die Institutionen an sich schwer erschüttern." Trotz aller Unterschiede zwischen Grünen und FDP müssten Kompromisse gefunden werden, alles andere sei anti-demokratisch. Er erwarte, dass Scholz bis Weihnachten Kanzler sei.
Weitere Nachrichten: Erfolg für Volksentscheid zur Enteignung großer Wohnungskonzerne in Berlin, Ehe für Alle jetzt auch in der Schweiz.
Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Redaktion: Franziska von Malsen
Produktion: Benjamin Markthaler
Zusätzliches Audiomaterial über ARD.

Sep 26, 2021 • 12min
"Deutschland ist mit dieser Wahl schweizerischer geworden"
Sowohl die Union unter Armin Laschet als auch die SPD von Olaf Scholz erheben nach dieser Bundestagswahl den Anspruch, den nächsten Kanzler zu stellen. CDU/CSU wohlgemerkt, obwohl sie das historisch schlechteste Ergebnis im Bund einfährt. Doch mit wem? Die FDP kommt auf nicht ganz zwölf Prozent, die Grünen auf ein Ergebnis um die 14 Prozent. Diese beiden Parteien werden die Königsmacher.
Es wird möglicherweise Monate dauern, bis ein neuer Kanzler gefunden wird. Eine Regierungsbildung auch als zweitstärkste Kraft sei nicht ausgeschlossen, meint SZ-Chefredakteurin Judith Wittwer. "Deutschland ist mit dieser Wahl ein Stück schweizerischer geworden", sagt die gebürtige Schweizerin. Dreierkonstellationen seien in der Schweiz schon bekannt. Das seien Koalitionen, bei denen Kompromisse gesucht werden müssten - sie bieten aber auch große Chancen, so Wittwer.
Nachrichten: SPD gewinnt in Mecklenburg-Vorpommern, Grüne und SPD in Berlin fast gleichauf.
Redaktion, Moderation: Lars Langenau
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Audiomaterial über ARD und ZDF.


