Ö1 Radiokolleg

ORF Ö1
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Aug 6, 2025 • 22min

Hiroshimas Enkel: 80 Jahre Atombombeneinsatz (2)

Die Tradierung des Grauens.Das Durchschnittsalter der hibakusha, der Überlebenden der Atombomben, beträgt heute 85 Jahre. Bald gibt es keine ZeitzeugInnen mehr, die über die schrecklichen Auswirkungen der Atombomben erzählen können. Umso wichtiger ist die Tradierung der Erinnerung in Video- und Audiodokumenten, in Literatur und Kunst. Eine besondere Form der Tradierung verfolgt eine Mittelschule in Hiroshima: dort setzen junge Menschen im Kunstunterricht die Berichte von hibakusha in Bilder um.Gestaltung: Judith Brandner. Redaktion: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 5. 08. 2025.
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Aug 6, 2025 • 22min

Hiroshimas Enkel: 80 Jahre Atombombeneinsatz (3)

Hiroshimas Enkelkinder.Mit den Traumata der Atombombenüberlebenden, der hibakusha, befasst sich die junge Hiroshima Forscherin Yui Aiba, deren 2019 verstorbener Großvater Opfer der Atombombe war. Hiroshi Kato wurde als 18-jähriger Marinesoldat in die Militärstadt Otake nahe Hiroshima beordert. Unmittelbar nach dem Atombombenabwurf am 6. 8. 1945 musste er fast zwei Wochen lang die Verwundeten und Leichen bergen und war dabei selbst der Radioaktivität ausgesetzt. Viele Jahre wollte Kato mit seiner Enkelin Yui über diese traumatisierenden Erfahrungen sprechen. 2014 war Autorin Judith Brandner als Gastprofessorin an der Städtischen Universität Nagoya. Ihre Lehrveranstaltung über den österreichischen Journalisten Robert Jungk und dessen frühen Hiroshima-Bericht "Strahlen aus der Asche" (1959) wurde für Yui Aiba zur Initialzündung. Gestaltung: Judith Brandner. Redaktion: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 6. 08. 2025.
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Aug 6, 2025 • 22min

Hiroshimas Enkel: 80 Jahre Atombombeneinsatz (4)

Atomterrorismus und das neue Atomzeitalter.Seit den atomaren Drohungen des russischen Präsidenten Putin ist die Gefahr einer weltweiten kriegerischen Auseinandersetzung mit Atomwaffen gestiegen. Die humanitären Auswirkungen wären katastrophal. Große Bedeutung kommt Abrüstungs- und Friedensinitiativen zu.Gestaltung: Judith Brandner. Redaktion: Alexandra Augustin. Gesendet in Ö1 am 7.08. 2025.
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Jul 24, 2025 • 23min

Risiko Jugendkriminalität? (1)

Werden Jugendliche krimineller?"Jaja, die Jugend von heute", heißt es oft: "Die ist auch nicht mehr das, was sie einmal war." Was ist am Vorwurf dran? Verhalten sich die Heranwachsenden von heute tatsächlich ungehobelter? Sind sie sogar krimineller als früher? Laut aktueller Kriminalitätsstatistik zeigt der Trend gerade in diese Richtung. Es ist auch von Jugendlichen als "Systemsprengern" die Rede. Doch stimmt diese Zuschreibung und was bedeutet sie? Und wie kann verhindert werden, dass Jugendliche kriminell werden?Gestaltung: Daphne Hruby. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 21. Juli 2025.
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Jul 24, 2025 • 22min

Risiko Jugendkriminalität? (2)

Ursachensuche"Jede Gewalt ist das Ergebnis davon, dass Menschen sich selbst vorgaukeln, dass ihr Schmerz von anderen Menschen kommt und dass diese Menschen folglich eine Bestrafung verdienen", schrieb der amerikanische Psychologe Marshall Rosenberg, der in den 1980er Jahren Konzepte zur gewaltfreien Kommunikation entwickelt hat, die bis heute gültig sind. "Was kränkt, macht krank", postulierte einstweilen zur selben Zeit in Österreich der Psychiater Erwin Ringel. Wenn Heranwachsende kriminell werden, verbirgt sich dahinter in den allermeisten Fällen selbst eine Geschichte aus Gewalt und Ablehnung. Die Kinder- und Jugendjahre sind die prägendsten. Eine große Rolle spielt dabei das Umfeld. Doch was führt dazu, dass Heranwachsende in die Kriminalität abrutschen und warum geraten die einen aufs schiefe Gleis, während andere, die ebenfalls belastende Erfahrungen gemacht haben, dies nicht tun?Gestaltung: Daphne Hruby. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 22. Juli 2025.
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Jul 24, 2025 • 22min

Risiko Jugendkriminalität? (3)

HintergründeWenn von mehr "Law and Order" bei Jugendlichen die Rede ist, wird oft die Schweiz angeführt. Dort können straffällig gewordene Heranwachsende bereits im Alter von 10 Jahren sanktioniert werden. Doch das ist nur eine Seite der Medaille. Die andere Seite, die oft im Dunkeln bleibt, zeigt: in unserem Nachbarland sitzt kein Kind im Knast - Betroffene erhalten vielmehr eine engmaschige psychosoziale Betreuung. Das Ziel lautet: Resozialisierung. In Österreich hingegen herrscht ein Mangel an kinder- und jugendpsychiatrischer Versorgung. Auch wenn die Politik nun angekündigt hat, gegenzusteuern, so sind die meisten dieser Projekte befristet. Diese Projekte wollen den auf- oder straffällig gewordenen jungen Menschen dabei helfen, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Wie?Gestaltung: Daphne Hruby. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 23. Juli 2025.
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Jul 24, 2025 • 22min

Risiko Jugendkriminalität? (4)

Was bedeutet es, heute jung zu sein?Wie sich "die Jugend" gebührlich zu verhalten habe, ist eine Frage so alt wie die Menschheit. Sie begleitet das Anthropozän ebenso lange wie der Vorwurf: "Die Jugend von heute sei auch nicht mehr das, was sie einmal war". Doch wie hat sich das Bild eines "sittlichen" jungen Menschen über die Jahrhunderte verändert? Und mit welchen neuen Herausforderungen sehen sich Heranwachsende heute konfrontiert? War früher wirklich alles besser - oder vielleicht einfach nur der Zeitgeist ein anderer? Und in welche Richtung entwickelt sich das Idealbild gerade - und zwar sowohl jenes der Gesellschaft auf die Jugend, als auch der Jugend auf sich selbst? So viel sei schon vorab klargestellt: "die eine Jugend" existiert nicht.Gestaltung: Daphne Hruby. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 24. Juli 2025.
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Jul 24, 2025 • 13min

Positionen in der Kunst: Manfred und Stefanie Erjautz (1)

Manfred + Stefanie Erjautz - Dämonologien des AlltagsWie verändert Kunst unsere Sicht auf die Welt? Wie interagieren Künstler:innen mit der Welt? Was sind die künstlerischen Ausdrucksformen des 20. und 21. Jahrhunderts? Positionen in der Kunst ist eine Sammlung an Positionen, genreübergreifend und ihrer Zeit voraus. Manfred Erjautz, geboren 1966 in Graz ist ausgebildeter Bildhauer. Durch Werke im öffentlichen Raum wie die Brunnenskulptur "Schneemann" aus Marmor im Hof des Priesterseminars oder die Installation dreier ausrangierter Straßenleuchten an der Fassade des Akademischen Gymnasiums ist er in seiner Heimatstadt überaus präsent. Stefanie Erjautz, geboren 1932 in Schrems bei Frohnleiten, gestorben 2019 in Graz war seine Mutter und betätigte sich als Puppenmacherin. Gestaltung: Thomas Miessgang. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 21. Juli 2025.
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Jul 23, 2025 • 13min

Positionen in der Kunst: Brigitte Kowanz (2)

Brigitte Kowanz: Kunst unter StromSie arbeitete bevorzugt mit dem Werkstoff Licht und schuf immaterielle Skulpturen, die die blinden Flecken der Wahrnehmung ausleuchten. Das fluoreszierende Licht der Monitore, die Neonröhren der Reklametafeln, die strahlenden LEDS im Stadtraum prägen unseren Alltag. In der Kunst von Brigitte Kowanz wird das Licht zum Raumbildner. Bis kurz vor ihrem Tod im Jahre 2022 war Kowanz Professorin der Klasse für Transmediale Kunst an der Universität für Angewandte Kunst. In dieser Funktion prägte die gebürtige Wienerin nachfolgende Künstlergenerationen. Kowanz gestaltete architektonische Interventionen, die sie international bekannt machten. 2017 folgte der Ritterschlag am internationalen Kunstparkett: Gemeinsam mit Erwin Wurm bespielte sie den Österreichischen Pavillon auf der Kunstbiennale in Venedig.Gestaltung: Marlene Novotny. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 22. Juli 2025.
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Jul 23, 2025 • 13min

Positionen in der Kunst: Angelika Loderer (3)

Angelika Loderer - Architektur der ArtenSie zählt zu den aufstrebenden Künstlerinnen ihrer Generation, hat im New Museum in New York ausgestellt und arbeitet sich in ihrem Werk an der Befragung des klassischen Skulpturenbegriffs ab. 2024 widmete das Belvedere 21 Der Angelika Loderer die Einzelausstellung "Soil Fictions", in der die Künstlerin den Boden als Material der Kunst sowie als Speicher der Erdgeschichte in den Blick nahm. Loderer, die bei Erwin Wurm Bildhauerei studiert hat, zeigte unter anderem Skulpturen, die im Dialog mit nichtmenschlichen Arten entstanden sind. Sie funktioniert Höhlen und Gänge, die Insekten im Erdreich gegraben haben, zur Gussform um und nähert sich einer Kunst des Posthumanen.Gestaltung: Christine Scheucher. Eine Eigenprodukion des ORF, gesendet in Ö1 am 23. Juli 2025.

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