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Oct 28, 2026 • 41min

„Aus Sicht von Nvidia ist Europa auf Entwicklungsland-Level“ | Wasner + Steinschaden #28

Nvidia ist längst die KI-Branche selbst: Auf der GTC in Berlin hat der Konzern soeben vorgefertigte Rechenzentren in Containern präsentiert, die statt sechs Monaten nur zwei Wochen bis zum Betrieb brauchen, dazu Sessions vom Fundament bis zur Spenglerei. Gleichzeitig hat CEO Jensen Huang auf seiner Europa-Tour so viele Investments verkündet, dass Nvidia mehr als zehn Prozent aller Startup-Investments in Europa stellt. Huangs Rat an Europa, sich auf Industrial AI zu konzentrieren, sieht Clemens Wasner kritisch: Autobauer oder Netzwerkausrüster seien Geschäfte mit so niedrigen Margen, dass sich damit die nächste Generation an KI-Forschung kaum finanzieren lasse.Das zweite große Thema: Anthropic hat seinen Börsenprospekt veröffentlicht. Darüber sprechen Jakob Steinschaden, Mitgründer von Trending Topics, und Clemens Wasner, Gründer von enliteAI und Vorsitzender von AI Austria. Die Themen:Startup Day bei Nvidia: Warum statt Lovable und Co. lauter Deeptech-Gründer:innen von DeepMind und Meta auf der Bühne standen, darunter AlphaGo-Forschungsleiter Thore Graepel mit seinem neuen Startup.Rechenzentren als Fertigteilhaus: Warum jede Woche zählt, wenn GPUs nur drei bis fünf Jahre im Einsatz sind, und warum Nvidia alles über Partner statt eigene Berater:innen umsetzt.Mehr als Chips: Vom Compliance-Hardware-Baustein für Unternehmen bis zur Roboter-Ente aus der Hugging-Face-Übernahme, und warum der Sinn von KI-Training auf dem Laptop noch nicht ganz klar ist.Nvidia kauft Europas KI: Rund 8 Milliarden Euro in zwölf Monaten, von Mistral über ElevenLabs bis Lovable, und was das für die KI-Souveränität bedeutet.Hugging Face unter Nvidia: Warum sich die Rolle der wichtigsten Open-Weight-Plattform erst bei der GTC in San Jose zeigen dürfte.Anthropics Börsenprospekt: Starkes Wachstum, Cashflow-positive Quartale und 1.900 Kund:innen, die mehr als eine Million Dollar im Jahr zahlen, aber auch Compute-Verpflichtungen in Höhe von mehreren Hundert Milliarden Dollar.Und OpenAI? Warum Rabatte im B2B-Geschäft, Hardware-Pläne und abwandernde Führungskräfte den OpenAI-Börsengang belasten könnten.Die Macht der Gründer: Warum die sieben Anthropic-Gründer nur noch 10,4 Prozent der Anteile halten, über eine eigene Aktienklasse aber die Mehrheit der Stimmrechte behalten, und warum das Kritik auslöst.
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Oct 23, 2026 • 35min

"Müssen schauen, dass die Pipeline am Anfang nicht austrocknet" | Founders Dispatch

Jahrelang hat Europa über fehlendes Wachstumskapital gejammert, jetzt droht das Gegenteil: Während Mega-Runden für KI-Firmen die Statistiken nach oben treiben, trocknet die Frühphase aus. Laut Tracxn flossen im ersten Halbjahr rund 30 Milliarden Euro in europäische Tech-Firmen, ein Plus von 46 Prozent, die Zahl der Runden sank aber um 18 Prozent. Gleichzeitig stellt allein Nvidia mehr als zehn Prozent aller Startup-Investments in Europa. Ganz so dramatisch muss das allerdings nicht sein: Weil Gründer:innen mit KI viel weniger Startkapital brauchen, sind kleinere Frühphasenrunden zum Teil auch schlicht weniger nötig. Darüber sprechen Jakob Steinschaden, Mitgründer von Trending Topics, und Stefan Köppl, Managing Partner der Wiener Tech-M&A-Boutique Samira Advisors. Die Themen:Die neue Lücke: Warum auf einem Portfolio-Day in CEE plötzlich nicht mehr über fehlendes Growth Capital geklagt wurde, sondern über fehlendes Frühphasenkapital.Fonds ohne Exits: Warum kleinere Early-Stage-Fonds mit 20 oder 30 Millionen Euro ohne Rückflüsse kaum neu raisen können, Business Angels keine Liquidität haben und vom EIF finanzierte Fonds der zweiten und dritten Generation an privatem Kapital scheitern.Die Zahlen: Was die Daten von Tracxn und PitchBook zu Konzentration, KI-Anteil und sinkenden Exits zeigen, und warum laut Ex-Speedinvest-Partner Mathias Ockenfels in Deutschland nur 89 Runden im frühen Segment gezählt wurden.Wie gut sind die Daten? Warum Statistiken nachträglich nach oben korrigiert werden, Family Offices oft unter dem Radar bleiben und „zweistellige Millionen“ meist eher zehn als 99 bedeuten.KI-Solo-Founder: Warum es mit KI leichter ist, ein Startup zu gründen, aber schwerer, Investor:innen von einem Moat zu überzeugen.Nvidia als Europas größter VC: Warum der Chipkonzern von Mistral über ElevenLabs bis Lovable fast überall im Cap Table sitzt, was das für die KI-Souveränität bedeutet, und warum Stefan die Risiken eher gering einschätzt.Der Appell: Warum Investor:innen antizyklisch auch Climate Tech, Mobility und andere Felder abseits des KI-Hypes finanzieren sollten.
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Oct 22, 2026 • 38min

reebuild-CEO: „Wir würden niemals Baufirmen in den Cap Table nehmen“

Drei Kilo schwere Ordner voller Lieferscheine haben am Bau bald ausgedient, zumindest wenn es nach dem Wiener Startup reebuild geht: Es hat soeben 3 Millionen Euro aufgenommen, um mit KI den Papierkram im Backoffice von Bauunternehmen zu automatisieren. Angeführt wird die Seed-Runde von Fortino Ventures aus Belgien, dazu kommen Rise PropTech und CuriosityVC sowie Bestandsinvestor Hansi Hansmann. Mehr als 120 Kund:innen nutzen die Plattform bereits, darunter Pittel+Brausewetter. Ganz allein ist reebuild in dem Markt nicht: Auch PlanRadar aus Wien, Capmo aus München und Cosuno aus Berlin wollen den Bau digitalisieren, Candis automatisiert Rechnungen branchenübergreifend.Darüber spricht Jakob Steinschaden, Mitgründer von Trending Topics, mit Gründer und CEO Alexander Kornell. Die Themen:Das Problem: Warum Baufirmen mit Excel, alten Buchhaltungssystemen und Zetteln arbeiten, dadurch langsam sind und Einkaufsentscheidungen aus dem Bauchgefühl treffen.Vom Physik-Doktorat zum Startup: Wie Kornell zwischen Simulationsphysik und einem Bauleiter, der Preise in dicken Papierordnern suchte, die Idee hatte, und warum reebuild vor ChatGPT eigene Modelle bauen und vieles anfangs händisch erledigen musste.Komplexe Branche: Warum Kornell den Bau für komplex statt konservativ hält und warum dort mit Generalunternehmern, Subfirmen und Lieferanten de facto Prototypen in freier Natur entstehen.Der Mittelstand als Zielgruppe: Warum reebuild auf Baufirmen mit 10 bis 2.500 Mitarbeitenden setzt und weder Handwerksbetriebe noch Konzerne wie Strabag oder Porr anspricht.Die Finanzierung: Warum das Geld aus Belgien und den Niederlanden kommt, eine solche Runde in Österreich nicht möglich gewesen wäre und Corporate-VCs aus der Baubranche ausgeschlossen sind.Null Fehlertoleranz: Warum es nicht reicht, Belege in Claude Opus 5.5 zu werfen, und wie Plausibilitätschecks dafür sorgen, dass jedes unsichere Dokument bei Menschen landet.Kein Marktplatz: Warum Transportbeton nur 100 Kilometer weit geliefert werden kann und Daten deshalb mehr bringen als ein Preisvergleich.Modelle und Moat: Warum reebuild per Router zwischen KI-Modellen wechselt, alles in Europa hostet und sich vor KI-geklonter Software nicht fürchtet.
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Oct 19, 2026 • 39min

„Meta ist wieder voll im Game“ | Wasner + Steinschaden #27

Meta meldet sich spektakulär an der KI-Spitze zurück: mit Muse Wonder, dem offenen Muse Spark Open und einem neuen Milliarden-Team rund um Alexandr Wang. Im Mittelpunkt stehen Metas Pläne für eine KI-Neocloud, die Tücken der eingeschränkten Open-Weight-Lizenz und der überraschende Schulterschluss mit Apple. Außerdem geht es um sündhaft teure Mac-Studios, blockierte KI-Agenten und ein fragliches E-Commerce-Modell.
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Oct 16, 2026 • 49min

„Das eingespielte Team von früher ist heute der Superstar mit genügend Tokens“ | Founders Dispatch

Wien hat jetzt eine Satoshi-Nakamoto-Statue, praktischerweise in Sichtweite zum Bitpanda-HQ, doch Beten allein bringt keinen Börsengang: Mit dem Wechsel von CEO Lukas Enzersdorfer-Konrad zur Erste Group und der Rückkehr von Mitgründer Christian Trummer an die Spitze ist der kolportierte Bitpanda-IPO in Frankfurt vorerst vom Tisch. Das IPO-Fenster ist für Krypto-Firmen 2026 ohnehin zu, Kraken, Ledger und Co. haben ihre Pläne verschoben, und im Tech-Bereich warten alle auf den Börsengang von Anthropic. Gleichzeitig zeigt die Pleite von Character.AI, wie brutal Acquihires im KI-Zeitalter geworden sind. Darüber sprechen Jakob Steinschaden, Mitgründer von Trending Topics, und Stefan Köppl, Managing Partner der Wiener Tech-M&A-Boutique Samira Advisors. Die Themen:Bitpanda ohne IPO: Warum der Bitcoin-Kurs rund 35 bis 40 Prozent unter dem Allzeithoch liegt, das C-Level fast komplett ausgetauscht wurde und das B2B-Geschäft etwa mit der RBI für mehr Stabilität sorgen soll.Krypto als Margenbringer: Warum Bitpanda mit Aktien und ETFs in Konkurrenz zu Trade Republic und Scalable Capital steht, während Revolut und Robinhood viel Geld mit Krypto verdienen.Das IPO-Fenster: Warum Anthropic die US-Midterms abwarten soll, OpenAI auf 2027 schiebt und drei Billionen-Dollar-IPOs das Kapital für alle anderen absaugen könnten.EU-Superbörse: Warum laut Wiener-Börse-Chef Christoph Boschan nicht die Technik, sondern die Markttiefe fehlt, und warum europäisches Kapital lieber in den USA investiert wird.Der Exit-Rückstau: Warum Private-Equity-Fonds ihre Firmen nicht loswerden, Second-Tier-IPOs in Europa fehlen und Neobroker plötzlich Private-Equity-Sparpläne für Kleinanleger:innen anbieten.Bending Spoons: Warum ein zusätzliches Investment von Berkshire Hathaway die Aktie des Tractive-Käufers in die Höhe schickte.Acquihires neu gedacht: Warum Konzerne heute nur noch zwei, drei Köpfe statt ganzer Teams übernehmen, Schulden und Haftungen in der Hülle zurückbleiben und Investor:innen oft leer ausgehen.Der Fall Character.AI: Wie Google erst die Gründer holte und Disney nun die Reste aus der Insolvenzmasse kauft.
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Oct 14, 2026 • 47min

"Die EU-Superbörse ist schon da, aber die Markttiefe fehlt"

Christoph Boschan, Vorstandschef der Wiener Börse und Kenner europäischer Kapitalmärkte, spricht über ATX-Rekorde, Tech-IPOs und Europas Börsenlandschaft. Warum zieht es KI-Firmen an die Nasdaq? Weshalb ist die EU-Superbörse technisch längst da, aber kapitalmäßig ausgehungert? Außerdem geht es um Pensionssysteme, Eigenkapital, Steuerreformen und die Frage, wie Europa schneller werden kann.
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Oct 12, 2026 • 37min

Mistral Large 4: Der große KI-Wumms aus Europa?

Mistral Large 4 bringt Europa mit einer Billion Parametern zurück ins KI-Rennen, bleibt bei Qualität und Kosten jedoch hinter chinesischen Open-Weight-Modellen. Im Mittelpunkt stehen Mistrals Neo-Cloud-Strategie, die App Vibe und der Wettstreit zwischen offenen und geschlossenen Modellen. Außerdem geht es um lokale KI auf teuren Surface-Laptops, Ecosias Modellwechsel und die Klimabilanz grüner Rechenleistung.
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Oct 9, 2026 • 29min

NOW Days: Pflichttermin für Wiener Founder

Silvia Spendier, Leiterin des Service-Bereichs der Wirtschaftskammer Wien, und Constantin-Otto Wollenhaupt, Leiter des Veranstaltungsmanagements, sprechen über die NOW Days. Im Fokus stehen Orientierung für Gründer:innen, 2.500 Veranstaltungen jährlich und die Frage, warum persönliche Begegnungen zählen. Außerdem geht es um KI-Use-Cases, Datensicherheit, praktische Services und ein Frühwarnsystem für neue Wirtschaftsthemen.
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Oct 7, 2026 • 42min

„In zwei Jahren wundern wir uns, dass wir Chat-Sessions hatten“ | Wasner + Steinschaden #25

Das Chatfenster hat bald ausgedient: Mit Dots hat OpenAI soeben seine Antwort auf Metas Muse und xAIs Grok Bots vorgestellt, einen KI-Agenten, der rund um die Uhr auf einem eigenen Cloud-Rechner läuft und sich von selbst meldet, etwa wenn man beim Versand einer E-Mail den falschen Anhang erwischt hat. Offiziell ist Dots, wie Muse und Siri AI, vorerst nicht in der EU verfügbar, über Business-Accounts kommt man aber trotzdem ran. Clemens Wasner hat ihn bereits getestet.Was solche Agenten für die Büroarbeit bedeuten, weiß kaum jemand besser als Peter Allan, Managing Partner und Leiter der Technology Practice bei der Wiener Beratung accilium. Das Unternehmen entwickelt sich selbst in wöchentlichen Releases weiter, mit neuen Agents, Skills und Trainings, und hat seine Website zuletzt durch ein eigenes LLM mit Suchfeld ersetzt. Darüber sprechen Jakob Steinschaden, Mitgründer von Trending Topics, und Clemens Wasner, Gründer von enliteAI und Vorsitzender von AI Austria, mit ihm. Die Themen:Dots im Praxistest: Was der Always-on-Agent von OpenAI schon kann, was ihm im Vergleich zu Muse und Grok Bot noch fehlt und warum er bald deutlich mehr kosten dürfte als die rund 170 Euro für das Pro-Abo.Europa im Abseits: Warum Datenschutz, Digital Markets Act und AI Act die neuesten KI-Agenten vorerst von der EU fernhalten.Die Zukunft der Büroarbeit: Warum Allan keine Angst um die Jobs hat, und warum Geschwindigkeit der größere Hebel ist als Effizienz, wenn aus zwei Monaten Arbeit zwei Tage werden.Die Organisation als Produkt: Wie accilium im Programm aIQ jeden Freitag eine neue Version seiner selbst ausliefert, mit Pioneer-, Ninja- und All-Company-Track.Beratung unter Druck: Warum Stundensätze als Abrechnung ausgedient haben, Commodity-Beratung unter Druck gerät und Spezialist:innen profitieren, während Mitbewerber:innen mit „günstiger durch KI“ werben.Cloud oder eigener Keller: Warum für die meisten Unternehmen die europäische Data Boundary zählt, On-Premise-KI sich kaum rechnet und Nachttarife für Tokens kommen könnten.Der neue Lock-in: Warum Unternehmen bei Modell und Harness flexibel bleiben, ihr Memory in offenen Standards selbst halten und auf Router statt auf Anbieter-SDKs setzen sollten.Die Website als Pull Request: Warum bei accilium ein Website-Update nur noch ein Prompt ist und die Seite in jeder Sprache zur Laufzeit ausgespielt wird.
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Oct 5, 2026 • 43min

"Die haben die Taschen voller Geld und müssen es deployen" | Founders Dispatch #3

Stefan Köppl, Managing Partner der Wiener Tech-M&A-Boutique Samira Advisors, analysiert den aktuellen Tech-Dealmarkt. Warum zahlen Private-Equity-Häuser für Top-Assets elfmal ARR? Wie funktionieren Plattform-Investments und Multiple-Arbitrage? Dazu: myflexbox, foodora, RM Equity Partners, neue Burggräben im KI-Zeitalter, Acquihires und das unsichere IPO-Fenster.

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