

Thema des Tages
DER STANDARD
"Thema des Tages" ist der Nachrichten-Podcast vom STANDARD. Wir stellen die brennenden Fragen unserer Zeit. Die Redaktion liefert die Antworten und die Hintergründe. Von Politik und Wirtschaft bis Chronik, Wissenschaft und Sport. Neue Folgen erscheinen jeden Werktag um 17:00 Uhr. Moderation & Produktion: Tobias Holub, Margit Ehrenhöfer, Zsolt Wilhelm, Antonia Rauth
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Oct 20, 2021 • 20min
Immer mehr Flüchtlinge kommen nach Österreich – versagt die Politik?
Zwei tote Geflüchtete an der burgenländischen Grenze sorgen für Betroffenheit. Wieso sich die Migrationslage wieder zuspitzt und was die EU und Österreich tun wollen
Soldaten des österreichischen Bundesheeres kontrollieren einen überfüllten Kleinbus an der burgenländischen Grenze – und finden zwei tote junge Männer unter den Passagieren. Bei den Toten handelt es sich um Flüchtlinge, der Fahrer des Autos, der mutmaßliche Schlepper, flüchtet. Dieser tragische Vorfall hat in Österreich erneut die Debatte über Migration und die steigenden Flüchtlingszahlen angefacht. Wieso derzeit wieder deutlich mehr Menschen nach Österreich flüchten, welche internationalen Konflikte mit hineinwirken und ob die Europäische Union einen Masterplan in Sachen Migration hat, das erklären Innenpolitikredakteurin Irene Brickner und Außenpolitikredakteur Kim Son Hoang.

Oct 19, 2021 • 17min
Wer Kronzeuge gegen Kurz werden könnte
Wer in den Korruptionsermittlungen noch Kronzeuge werden könnte und wieso Deals mit der Staatsanwaltschaft nicht möglich sind
Seit die Ermittlungen gegen Sebastian Kurz (ÖVP) und sein enges Umfeld sowie Meinungsforscherinnen und die Macher der Zeitung "Österreich" bekannt wurden, wird spekuliert: Könnte jemand zu seinem eigenen Vorteil auspacken und die anderen schwer belasten? Immer vorausgesetzt, es sind Straftaten begangen worden – es gilt die Unschuldsvermutung.
Ob jemand als Kronzeuge aussagen könnte, welche Deals mit der Staatsanwaltschaft in Österreich überhaupt möglich wären und ob vielleicht sogar der ehemalige Kurz-Vertraute und Ex-Öbag-Chef Thomas Schmid noch zum Kronzeugen werden könnte, erklärt Michael Simoner aus dem Innenpolitik-Ressort.

Oct 18, 2021 • 24min
Die Chats, die Sebastian Kurz zum Verhängnis wurden
DER STANDARD und das Burgtheater haben die wichtigsten Chatprotokolle in der ÖVP-Korruptionsaffäre vertont. Machen Sie sich selbst ein Bild
Am 6. Oktober 2021 erschüttern Hausdurchsuchungen im Bundeskanzleramt, im Finanzministerium und in der ÖVP-Zentrale die Republik. Die Ermittler der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft haben einen schwerwiegenden Verdacht: Das Team um Sebastian Kurz soll im Jahr 2016 Umfragen und die Berichterstattung in der Tageszeitung Österreich manipuliert und das alles mit Steuergeld finanziert haben. Das mutmaßliche Motiv: Kurz sollte im Vorfeld der Nationalratswahl 2017 als neuer Spitzenkandidat der ÖVP installiert werden.
Beschuldigt werden Sebastian Kurz als Anstifter. Dazu sein engstes Umfeld wie der einstige Top-Beamte im Finanzministerium, Thomas Schmid sowie Pressesprecher Johannes Frischmann. Dem Medienmacher Wolfgang Fellner wird Bestechung vorgeworfen. Und der Meinungsforscherin Sabine B. Beitragstäterschaft zur Untreue. Alle Genannten bestreiten die Vorwürfe. Für sie gilt die Unschuldsvermutung.
Der Plan, den die Staatsanwälte vermuten, lässt sich anhand von Chats rekonstruieren, die die Ermittler ausgewertet haben. DER STANDARD und die Schauspieler und Schauspielerinnen des Burgtheaters haben in 15 Kapiteln gemeinsam die wesentlichen Chats vertont. Und das hören Sie in der heutigen Folge von Thema des Tages. Warum? Ganz einfach: Damit sie sich selbst ein Bild von den Vorwürfen machen können.
In diesen Chats kommen auch Presse-Chefredakteur Rainer Nowak sowie der damalige Finanzminister Hans Jörg Schelling und dessen Sprecherin vor. Sie alle werden nicht Beschuldigte geführt.
Das tun wir tatsächlich. Alles zur Korruptionsaffäre werden wir weiter hier in Thema des Tages und auf derStandard.at berichten. Sie hörten Daniel Jesch als Sebastian Kurz. Nils Strunk als Thomas Schmidt, Christoph Luser als Johannes Fishman, Robert Reinagl als Wolfgang Fellner und Rainer Nowak, Regina Fritsch als Sabine B. und die Schelling-Sprecherin, Dörte Lyssewski war die Erzählerin.
Das Drehbuch und die Zusammenstellung der Chatprotokolle stammte von Fabian Schmid. Regie führte Martin Kusej. Redaktion Martin Kotynek. Schnitt: Celik Harun. Ton: Maximilian Klamm.

Oct 15, 2021 • 22min
Sollten im Kanzleramt Beweise vernichtet werden?
Wieso die Opposition um Beweismittel fürchtet, warum die Regierung die Löschaktion stoppte und was die Angelegenheit so verdächtig macht
Eine groß angelegte Löschaktion im Bundeskanzleramt sorgt für Aufregung. Zahlreiche Mails und Kalendereinträge, die älter als ein Jahr sind, sollten am 10. November gelöscht werden. Die Opposition protestierte – Türkis-Grün ließ die Aktion stoppen. Wollte man hier, wie SPÖ, FPÖ und Neos vermuten, mögliches Beweismaterial verschwinden lassen? Oder war die Aktion reine Routine, wie die Regierung behauptet? Darüber spreche ich mit Eric Frey vom STANDARD.
Falls Sie in der aktuellen Regierungskrise drohen den Überblick zu verlieren: Morgen startet der Podcast "Inside Austria", der in Kooperation mit dem Spiegel den Aufstieg und Fall von Sebastian Kurz rekonstruiert.
Eine große Rolle spielten dabei bekannterweise die Chats vom Handy des Ex-Öbag-Chefs Thomas Schmid. Diese ließ der STANDARD diese Woche von Burgschauspieler*innen einsprechen. Das Video erscheint morgen Samstag – gemeinsam STANDARD-Chefredakteur Martin Kotynek hören wir am Ende dieser Folge schon einmal rein.

Oct 15, 2021 • 2min
Trailer: Sebastian Kurz' Aufstieg und Fall
Der Podcast taucht tief in die Machtspiele rund um Sebastian Kurz ein. Er beleuchtet seinen Aufstieg zum Bundeskanzler und die Korruptionsvorwürfe, die zu seinem Rücktritt führten. Es wird ein Netzwerk enthüllt, das Kurz an die Spitze brachte, sowie die dunklen Seiten seiner Karriere. Spannende Details aus vertraulichen Ermittlungsakten sorgen für erhellende und fesselnde Einblicke in die politischen Intrigen Österreichs.

Oct 14, 2021 • 21min
Wird es ein Comeback von Kurz als Kanzler geben?
In welchen Fällen derzeit gegen Sebastian Kurz ermittelt wird und wie seine Rückkehr ins Kanzleramt funktionieren könnte – oder eben nicht
Sebastian Kurz (ÖVP) ist zurück im Nationalrat – wenn auch nicht auf der Regierungsbank. Am Donnerstag wurde er als Abgeordneter angelobt. Er übernimmt die Rolle des Klubchefs – bis er als Bundeskanzler zurückkehren will. Dafür müssen aber erst die Vorwürfe rund um angebliche Inseratenkorruption geklärt werden, die ihn zum Rücktritt gezwungen haben. Und ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Falschaussage gibt es auch noch. Mit welchen Vorwürfen sich Kurz derzeit genau konfrontiert sieht, das erklärt Innenpolitikredakteur Jan Michael Marchart. Und unter welchen Umständen und ob überhaupt ein Comeback von Kurz als Kanzler denkbar ist, das erklärt der Leiter des innenpolitischen Ressorts des STANDARD, Michael Völker.

Oct 13, 2021 • 28min
Wofür Österreich in Zukunft Milliarden ausgibt
Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) hat seinen Finanzplan präsentiert. Wohin fließt das meiste Geld? Wie grün ist das Budget? Wer zahlt die Rechnung?
Dass Finanzminister Gernot Blümel von der ÖVP sein Budget am Mittwoch im Nationalrat präsentieren konnte, ist ein Sieg für die türkis-grüne Regierung. Vor ein paar Tagen hätte wohl noch niemand darauf vertraut, dass die Koalition heute überhaupt noch existiert. Die Regierungskrise rund um die Korruptionsermittlungen gegen Altkanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und sein engstes Umfeld hatte die Republik fest im Griff. Diese Krise ist vorerst überwunden – und Blümel gab sich in seiner Rede zum Budget ganz auf die Zukunft fokussiert. Aber hält das Budget, was Blümel verspricht? Wer zahlt die neuen Schulden? Und fließt das Geld überhaupt in die richtigen Bereiche? Das erklärt Eric Frey vom STANDARD.

Oct 12, 2021 • 22min
Erste Festnahme: Wen Kurz mitnimmt, wenn er untergeht
Die Meinungsforscherin Sabine B. wurde festgenommen. Welche Rolle soll sie in der Inseratenaffäre gespielt haben? Was müssen die weiteren Beschuldigen befürchten?
Es ist die erste Festnahme bei den Ermittlungen in der angeblichen türkisen Inseratenaffäre. Die Meinungsforscherin Sabine B. soll Beweismittel vernichtet haben, deshalb wurde sie am Dienstagvormittag festgenommen. Für sie und alle weiteren Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.
Wie ist B. in die Korruptionsermittlungen, wegen denen Sebastian Kurz als Kanzler zurücktreten musste, verstrickt? Wirtschaftsredakteurin Renate Graber und Innenpolitikredakteur Fabian Schmid erklären, welche Rolle sie gespielt haben soll, welche weiteren Akteurinnen und Akteure aus Kurz' engstem Umfeld involviert sind und ob sie mit Kurz untergehen würden oder doch jemand auspacken könnte.

Oct 11, 2021 • 24min
Wie sehr schadet die Kurz-Affäre Österreich?
Wo der neue Bundeskanzler politisch steht, ob die ÖVP schon an Neuwahlen arbeitet und welchen Schaden Österreichs Demokratie in den vergangenen Tagen erlitten hat
Die neue Woche beginnt mit einem neuen Bundeskanzler: Der bisherige Außenminister Alexander Schallenberg wurde angelobt, die Regierungskrise rund um Korruptionsermittlungen gegen den nunmehrigen Altkanzler Sebastian Kurz und seine engsten Vertrauten sollte beendet sein. Aber ist dem wirklich so? Oder schmiedet die ÖVP im Hintergrund Pläne für Neuwahlen? Das erklärt Eric Frey vom STANDARD. Er führt außerdem aus, wie sehr diese Krise das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik beschädigt hat – und wieso manche dennoch auf positive Nebeneffekte hoffen.

Oct 10, 2021 • 24min
Sebastian Kurz: Österreichs neuer Schattenkanzler
Was die türkis-grüne Regierung und Österreich mit Kanzler Schallenberg erwartet, was das für die Ermittlungen gegen Kurz bedeutet und wieso er weiter den Ton angeben wird
Am Freitag sah die Welt noch ganz anders aus. Da hieß es vonseiten der führenden ÖVP-Ministerinnen und -Minister, ohne Sebastian Kurz als Bundeskanzler würden die Türkisen nicht weiterregieren. Nur wenige Stunden später, am Samstagabend, kam es dann zum Knalleffekt: Kurz tritt doch zurück und überlässt sein Amt dem bisherigen Außenminister Alexander Schallenberg.
Wie es zu diesem Rückzug in letzter Sekunde gekommen ist und wie es jetzt mit der türkis-grünen Regierung weitergeht, das erklärt uns gleich unser Innenpolitik-Ressortchef Michael Völker. Und wir sprechen auch über die strategischen Schachzüge hinter diesen Entscheidungen und die Frage, was das alles für die strafrechtlichen Ermittlungen gegen Kurz und dessen Team bedeutet.


