

Meilensteine - Alben, die Geschichte machten
SWR1 Rheinland-Pfalz
Jede Woche stellt die SWR1 Musikredaktion ein Meisterwerk der Rock- und Popmusik vor.
Queen, Ed Sheeran, Adele, die Rolling Stones, die Beatles, Tina Turner, Bob Dylan uvm. – sie alle haben mit ihren Pop- und Rock-Alben Musikgeschichte geschrieben und längst den Status „Legenden“ erreicht. Wir holen sie wieder hervor, die größten Alben aller Zeiten. Die Platten, mit denen sich Künstler wie Creedance Clearwater Revival, die Eagles oder Fleetwood Mac unsterblich gemacht haben. Jeden Montag gibt es eine neue Folge.
Dabei schaut das Team der SWR1 Musikredaktion hinter die Kulissen. Was war los in der Zeit, als dieser Meilenstein der Musikgeschichte veröffentlicht wurde – bei den Musikern und in der Welt. Was macht gerade dieses Album so besonders? Was sind die Hintergründe und wie sind sie produziert worden, die Platten, die uns immer wieder über den Weg laufen? Welche jungen Künstler haben sie beeinflusst und von wem wurden sie selbst beeinflusst? Bei uns gibt’s die Geschichten hinter den Alben, die Geschichte machten.
Haben Sie Anregungen für die nächste Folge, Fragen oder Kritik? Sie erreichen die Redaktion per E-Mail unter meilensteine@swr.de.
Queen, Ed Sheeran, Adele, die Rolling Stones, die Beatles, Tina Turner, Bob Dylan uvm. – sie alle haben mit ihren Pop- und Rock-Alben Musikgeschichte geschrieben und längst den Status „Legenden“ erreicht. Wir holen sie wieder hervor, die größten Alben aller Zeiten. Die Platten, mit denen sich Künstler wie Creedance Clearwater Revival, die Eagles oder Fleetwood Mac unsterblich gemacht haben. Jeden Montag gibt es eine neue Folge.
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Nov 4, 2024 • 1h 1min
Bryan Adams – "Reckless"
Bevor Bryan Adams mit den Arbeiten am Album "Reckless" begonnen hatte, war er mit seinem Vorgänger-Album "Cuts Like A Knife" auf Tour und dabei auch im Vorprogramm von "Journey" dabei. Von denen hatte sich Bryan Adams abgeschaut, dass er die Art seiner Songs ändern wollte, mehr in Richtung Stadionrock und etwas weg von dem Balladen-Image.
Mit diesem Plan hat sich Bryan Adams dann hingesetzt und angefangen mit seinem Songwriting-Partner Jim Vallance Songs für "Reckless" zu schreiben. Aufgenommen hat er die Songs für "Reckless" bei Bob Clearmountain, der als Produzent mit großen Namen zusammengearbeitet hat wie The Who, Paul McCartney oder Duran Duran.
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"Reckless" fehlte anfangs das Rockige
Nachdem einige Songs aufgenommen worden waren, stellte sich heraus: Von dem angepeilten "(Stadion)Rock" ist bislang nicht wirklich viel zu hören. Es musste also rockiger werden. Es wurden daraufhin einige der Songs überarbeitet und zwei Songs wurden auch komplett neu geschrieben.
Zum einen der Song "Kids Wanna Rock", der das Ziel "rockiger" zu werden schon im Songtitel trägt und der auch der schnellste und härteste Song der Platte werden sollte. Außerdem schrieb Bryan Adams dann noch nachträglich seinen größten Hit: "Summer Of '69".
"Reckless" war nicht überall erfolgreich
In den USA und Kanada war das Album von Bryan Adams sofort ein riesiger Erfolg. Die Singles schafften es alle in die Top 20, der Song "Heaven" landete sogar auf Platz 1 in den amerikanischen Billboard 100 und das Album "Reckless" kletterte ebenfalls an die Spitze der Albumcharts.
Bei uns in Deutschland sah das ganz anders aus. Songs wie "Run To You", "Heaven" und sogar "Summer Of '69", mussten bei uns erst wachsen, um schlussendlich zu den Evergreens zu werden, als die wir sie heute begreifen. Bei der Veröffentlichung schaffte der Megahit "Summer Of '69" nur auf Platz 65 in den deutschen Singlecharts.
Erst mit der Zeit haben wir hier geschnallt, was das für wahnsinns Songs sind!
Quelle: Jochen Stöckle, SWR1 Musikredakteur über "Reckless"
Bryan Adams langjähriger musikalischer Partner Jim Vallance
Alle Songs auf "Reckless" hat Bryan Adams gemeinsam mit dem kanadischen Songwriter Jim Vallance geschrieben. Die beiden hatten sich schon einige Jahre vorher kennengelernt, 1978 genauer gesagt. Und Bryan Adams und Jim Vallance waren wie für einander geschaffen.
Deshalb haben die beiden auch immer wieder zusammengearbeitet, zum Beispiel auch bei seinem 2015er Album "Get Up". Neben Bryan Adams hat Jim Vallance auch mit vielen anderen großen Stars wie Aerosmith, Tina Turner, Scorpions, Roger Daltrey, Alice Cooper, Rod Stewart, KISS und vielen anderen zusammengearbeitet.
Ein Album zwischen Vancouver und New York
Aufgenommen wurde das Album übrigens an zwei verschiedenen Orten. Zum einen in der kanadischen Stadt Vancouver und zum anderen in den Power Station Studios in New York. Letzteres gehört dem legendären Gitarristen und Produzenten Nile Rodgers. Der hatte nur ein paar Monate bevor Bryan Adams zu ihm gekommen ist dort noch mit David Bowie an seinem Erfolgsalbum "Let's Dance" gearbeitet.
Shownotes
Der Youtube-Kanal von Bryan AdamsArtikel zum 30. Geburtstag von "Reckless"Albumreview zu "Reckless"Eine weitere Albumreview zu "Reckless"SWR1 Meilensteine FolgenARD-Podcast-Tipp: "Knallhart entspannt"
Über diese Songs vom Album "Reckless" sprechen wir im Podcast
(17:48) – "Run to You"(25:29) – "Heaven"(33:30) – "Summer Of '69"(45:30) – "Somebody"(51:15) – "It's Only Love"
Über diese Songs sprechen wir außerdem im Podcast
(08:23) – "Guardian Angel" von Masquerade(08:47) – "Jenseits von Eden" von Nino de Angelo(09:17) – "Self Control" von Laura Branigan(10:02) – "Like A Virgin" von Madonna(21:11) – "Don't Fear The Reaper" von Blue Oyster Cult(29:08) – "Faithfully" von Journey(29:39) – "Purple Rain" von Prince(37:58) – "Running On Empty " von Jackson Brown(38:52) – "Night Moves" von Bob Seger(52:18) – "Do You Know What I Mean" von Lee Michaels

Oct 28, 2024 • 1h
Metallica – "Master Of Puppets"
Mit "Master of Puppets" haben Metallica am 06. März 1986, nach "Kill Em All" und "Ride The Lightning" ihr drittes Album rausgebracht. Für viele Fans ist das Album die Spitze ihres Schaffens. Auf jeden Fall war es mit sechs Millionen verkauften Einheiten bis dahin das kommerziell erfolgreichste Album der Band überhaupt, trotz aller Widrigkeiten.
Denn von Seiten des Radios gab es für diese harte Gitarrenmusik keinen Platz und auch wenn es MTV schon gab, Musikvideos wurden für keinen Song auf dem Album produziert. Erst vor gut zwei Jahren wurde dann auf dem Youtube-Kanal von Metallica ein offizielles Lyric-Video zum Titelsong des Albums veröffentlicht.
"Stranger Things" verschaffen "Master Of Puppets" ein Comeback
Zu dem Zeitpunkt feiert der Song gerade ein großes Revival, weil die Erfolgsserie "Stranger Things" den Song in dem Staffelfinale der vierten Staffel einsetzte. Der durchschlagende Erfolg beeindruckte auch die Band selbst und brachte "Master Of Puppets" dreißig Jahre nach der Veröffentlichung zum ersten Mal eine Chartplatzierung in Billboard Hot 100.
Nachdem sich zwischen Mitte und Ende der 70er die "New Wave of British Heavy Metal" (NWoBHM) entwickelt hatte, gingen Metallica und einige andere Bands neue (und vor allem härtere) Wege mit ihrer Musik. Dabei leisteten die vier Jungs echte Pionierarbeit. Alles wurde noch schneller, aggressiver und härter.
Der Heavy Metal entwickelte sich zum "Thrash Metal" ("Thrash" englisch für "dreschen" oder "prügeln") – was ebenfalls später von vielen jungen Musikern aufgegriffen und verändert wurde. Inzwischen gibt es viele unterschiedliche Spielrichtungen im Metalbereich mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Metallica gehen zurück nach Kopenhagen
Für "Master Of Puppets" gingen James Hetfield, Lars Ulrich, Cliff Burton und Kirk Hammett zurück nach Kopenhagen in die "Sweet Silence Studios". Dort war die Band schon für ihr zweites Album gewesen, da die Studiozeit dort günstiger war als in den USA und man sich somit mehr Studiozeit leisten konnte. Außerdem war Produzent Flemming Rasmussen aus den "Sweet Silence Studios" großer Fan der Band und hat sie ihren Weg gehen lassen. Diese Freiheit haben Metallica sehr gerne genutzt und in drei Monaten "Master Of Puppets" fertiggestellt.
Der tragische Tod von Cliff Burton
Für den Bassisten Cliff Burton war "Master Of Puppets" das letzte Album an dem der Musiker mitgewirkt hat und den einschlägigen Erfolg der Platte und die Auswirkungen auf die Musikszene hat er leider nicht mehr erleben dürfen. Am 27. September 1986, gut sechs Monate nach der Veröffentlichung des Albums starb Cliff Burton bei einem Unfall. Der Tourbus der Band ist nach einem Konzert in Schweden von der Straße abgekommen und Bassist Cliff Burton starb bei dem Unfall, mit 24 Jahren.
Für die Band war das ein enormer Schock, denn Cliff Burton hat die Band nicht alleine durch sein außergewöhnliches Bassspiel geprägt, sondern auch, weil vor allem er viele unterschiedliche musikalische Einflüsse mit in die Band getragen hat, von Bach bis Madonna. Dieser Input von außen fehlte nach seinem Tod und auch menschlich hat Burton ein riesiges Loch im Bandgefüge hinterlassen, das Nachfolger Jason Newsted nie auffüllen konnte, was wir an vielen späteren Punkten in der Bandgeschichte von Metallica erkennen können.
Premiere für die SWR1 Meilensteine
Auch für uns war es eine ganz besondere Folge der SWR1 Meilensteine. Nicht nur, weil es sich bei dem besprochenen Album um ein echtes Meisterwerk handelt, sondern auch weil wir die SWR1 Meilensteine zum ersten Mal "draußen" aufgenommen haben.
Wir haben das gemütliche SWR1 Studio verlassen und mit unserem Equipment Michael Lohrmann besucht. Er tourt aktuell mit einem amerikanischen Schulbus durch Deutschland, den er zu einem fahrenden Plattenladen umfunktioniert hat. Bei seinem Stop in Mainz konnten wir uns einen Besuch natürlich ohnehin nicht entgehen lassen, also haben wir mit dem Vinylexperten Michael als Gast natürlich direkt eine Folge aufgezeichnet.
Shownotes
Michael Lohrmanns VinylbusReview aus dem Magazin "Gitarre & Bass"Kuriose Fakten über "Master Of Puppets""Master Of Puppets" DokumentationDer Song "Master Of Puppets" bei "Stranger Things"Mehr SWR1 MeilensteineARD-Podcast-Tipp: "Messner – ein extremes Leben"
Über diese Songs vom Album "Master Of Puppets" sprechen wir im Podcast
(14:25) – "Battery"(23:32) – "Master Of Puppets"(35:25) – "Welcome Home (Sanitarium)"(37:55) – "Disposable Heroes"(48:26) – "Orion"
Über diese Songs sprechen wir außerdem im Podcast
(27:25) – "Andy Warhol" von David Bowie

Oct 21, 2024 • 1h 11min
Taylor Swift – "1989"
Taylor Swifts Erfolgsgeheimnis
Taylor Swift ist gerade die erfolgreichste Künstlerin. Mit einem geschätzten Nettovermögen von 1,6 Milliarden US-Dollar ist sie erst kürzlich zur reichsten Musikerin der Welt gekürt worden. Mit ihren Rekorden könnte sie fast schon ein eigenes Guinness-Buch herausbringen. Um nur einige zu nennen: Mit 19 Jahren gewinnt Taylor Swift als jüngste Künstlerin den "Entertainer Of The Year"-Preis der Country Music Awards. Mit 20 dann ebenfalls als jüngste Künstlerin den Grammy als "Artist Of The Year". Außerdem hat sie als einzige Frau bereits dreimal den Grammy für das beste Album des Jahres gewonnen, darunter auch für "1989".
Doch es ist nicht nur der kommerzielle Erfolg, der "1989" zu einem Meilenstein macht. Es ist die Art und Weise, wie Swift persönliche Erlebnisse in ihren Songs verpackt und damit die Menschen über Generationen erreicht. Sie schafft durch ihre Authentizität eine große Nähe zu den Fans, die ihr absolut abgenommen wird.
Über Taylor Alison Swift
Ihr fünftes Studioalbum "1989" ist nach ihrem Geburtsjahr 1989 benannt. Taylor Alison Swift ist am 13. Dezember 1989 in Reading, Pennsylvania zur Welt gekommen. Sie ist auf einer Christbaumfarm aufgewachsen und trägt den Namen Taylor nach dem amerikanischen Sänger James Taylor.
Sie hat sich fleißig hochgearbeitet und bereits als Kind gelernt, auf einer zwölfsaitigen Gitarre zu spielen – was gerade für kleine Kinderhände sehr anspruchsvoll ist. Taylor Swift ist ein ehrgeiziger, willensstarker Mensch. Bereits im Alter von 11 Jahren bewirbt sie sich in Nashville mit Karaoke-Demos bei Plattenlabels. Mit 12 Jahren fängt sie an Songs selbst auf der Gitarre zu schreiben. Und mit 14 Jahren wird sie bei Sony unter Vertrag genommen – als jüngste Songwriterin, die je bei Sony unter Vertrag genommen wurde.
"1989"
"1989" signalisiert nicht nur einen persönlichen, sondern auch einen musikalischen Neuanfang. Nachdem Swift im Jahr 2013 für ihr viertes Album "Red" keinen Grammy gewonnen hatte, beschloss sie, sich musikalisch neu auszurichten. Weg von dem Mix aus Pop und Country, hin zu 80s-Synth-Pop, ohne auf ein Plattenlabel hören zu müssen. Sie wollte nur noch mit den Besten der Branche zusammenarbeiten, allen voran den Produzenten, die bei den Hits "We Are Never Ever Getting Back Together und "I Know You Were Trouble" von ihrer Platte "Red" mitgeschrieben hatten: Max Martin und Shellback.
Auch persönlich steht Taylor 2013 an einem Wendepunkt: Sie zieht nach New York, schneidet sich die Haare ab und verbringt nach diversen öffentlichen Anfeindungen in der Presse über ihr Privatleben eine ganze Zeit mit ihren Freundinnen.
"1989" "ist eine Trotzreaktion, kann man sagen. Eine "Jetzt-erst-recht-Platte".
Quelle: SWR1 Musikredakteurin Nina Waßmundt
Taylor Swift bezeichnet "1989" selbst als ihr erstes offizielles Pop-Album – und das hört man auch. In ihrem Super-Hit "Shake It Off" zeigt sie sich kämpferisch gegen alle negativen Nachrichten der Boulevardpresse und rechnet in "Blank Space" mit Beziehungen, Ex-Freunden und allen voran den Medien ab.
Produzent Max Martin ist maßgeblich am Erfolg beteiligt, er lässt ihr den künstlerischen Freiraum, den sie braucht und begleitet sie dabei als Produzent an den entsprechenden Stellen. Martin ist unter anderem auch bekannt für seine Zusammenarbeit mit Britney Spears in den Neunzigern. Er hat nach Paul McCartney die meisten Nummer-1-Hits in den US-Charts platziert und den Song kreiert, der mit mehr als 8 Milliarden Aufrufen der meistgeklickte Song ist, der jemals auf Spotify hochgeladen wurde: "Blinding Lights" von The Weekend.
Mit dem Album wurde das Tor zur Weltkarriere aufgestoßen und es ist also deutlich poppiger und tanzbarer als das Vorgängeralbum "Red".
Quelle: Dr. Pop über den neuen Sound von "1989"
"Shake It Off"
Die Leadsingle "Shake It Off" oder "Schüttel es ab" ist eine Hymne, sich selbst so zu akzeptieren wie man ist, mit allen Fehlern und Eigenheiten. Der Song soll die Menschen, insbesondere Mädchen, dazu ermutigen, sich nicht von Negativem runterziehen zu lassen, sondern sich auf das Positive zu konzentrieren und weiterzumachen. Für Taylor selbst ist es die negative Presse, die falsche Liebe und alles, was ihr nicht guttut.
Mit "1989" wird Taylor Swift endgültig zum Weltstar. Als Feministin würde ich noch hinzufügen: Mit der Platte prägt sie eine Generation von hoffentlich noch mutigeren, noch unerschrockeneren Frauen, als es die Millennials bereits sind.
Quelle: SWR1 Musikredakteurin Nina Waßmundt
Taylor's Version
2023 erschien das Album "1989" nochmals neu als "Taylor's Version". Grund für die Neuaufnahme ihrer Alben ist ein Rechtsstreit mit ihrem früheren Plattenlabel "Big Machine Records", der sie letztendlich dazu zwingt, diesen Schritt zu gehen – auch, wenn sie nicht von Anfang an davon begeistert war. Doch mit den Neuaufnahmen verdient sie nicht nur ordentlich, sondern kann nun auch Lizensierungsanfragen für Kino, TV, und Werbung selbst entscheiden.
Ein absoluter Boss-Move im Kampf um ihr eigenes Schaffen.
Quelle: SWR1 Musikredakteurin Nina Waßmundt über "Taylor's Version"
Die Swifties und ihre Verbundenheit zu Taylor Swift
Taylor Swifts Fans bezeichnen sich liebevoll selbst als "Swifties". Sie fühlen sich mit ihrer Musik und den eigenen Lebenserfahrungen verbunden. Durch das Verarbeiten ihrer persönlichen Geschichten in den Songs können sich ihre Fans mit ihr identifizieren – und daraus entsteht eine sehr große Loyalität.
Entsprechend ist auch der Umgang zwischen Taylor und ihren Fans im Netz außergewöhnlich, die Fans stehen stark hinter ihr und sie selbst interagiert immer wieder auch persönlich mit ihnen. Diese enge Verbundenheit zeigt sich auch in ihren "Secret Sessions". 2014 lädt die Sängerin genau 89 ihrer Fans zu sich nach Hause in ihr privates Wohnzimmer ein, um ihnen das neue Album "1989" in intimer Atmosphäre vor der offiziellen Veröffentlichung auf dem Handy abzuspielen.
"1989" – Ein Meilenstein der Musikgeschichte
Woher der Hype um Taylor Swift kommt, was es mit den Swifties auf sich hat, ihr ganz persönliches Hit-Geheimnis und vieles mehr, erfahrt ihr im Meilensteine Podcast zu "1989" von Taylor Swift.
Shownotes
Taylor Swift – "Wildest Dreams" Video auf YouTube Buchtipp: Taylor Swift – Der Aufstieg eines SuperstarsTaylor Swift NOW Listening Session at Grammy Museum Taylor Swift im Interview mit TIME 2014ARD-Podcast-Tipp: "Die Taylor Swift Story"
Über diese Songs vom Album "1989" wird im Podcast gesprochen
(02:50) – "Welcome To New York"(03:28) – "Bad Blood"(15:53) – "Blank Space"(28:57) – "Style"(34:27) – "Shake It Off"(42:40) – "Wildest Dreams"(1:00:45) – "Out Of The Woods"
Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen
(09:58) – "Look What You Made Me Do" von Taylor Swift(10:19) – "I'm Too Sexy" von Right Said Fred(25:52) – "Mean" von Taylor Swift(28:26) – "Mr. Perfectly Fine" von Taylor Swift(28:34) – "Dear John" von Taylor Swift(28:43) – "Begin Again" von Taylor Swift(31:54) – "One More Time" von Daft Punk(32:09) – "Call On Me" von Eric Prydz(41:24) – "Umbrella" von Rihanna(42:02) – "One More Night" von Maroon 5(1:00:16) – "Out Of The Woods" von Ryan Adams

Oct 14, 2024 • 57min
Tom Petty And The Heartbreakers – "Damn The Torpedoes"
Dreimal Platin gab es in den USA und das Fachmagazin Rolling Stone listet das Album derzeit auf Platz 231 der "Greatest Albums Of All Time".
Von Mudcrutch zu Tom Petty And The Heartbreakers
Tom Petty ist in Florida, Gainesville zu Hause und von dort stammt auch die erste Heartbreaker-Besetzung. 1970 hat er zunächst mit Mike Campbell die Band Mudcrutch gegründet. 1972 ist dann auch Benmont Tench als Keyboarder mit eingestiegen, der später auch bei den Heartbreakers mit dabei war. Regional waren sie damals Anfang der 70er schon erfolgreich und haben sogar ein eigenes Festival auf der Mudcrutch-Farm veranstaltet.
1974 wurden sie von Leon Russell bei Shelter Records unter Vertrag genommen. Unter dem Label erschien 1975 ihre erste Single "Depot Street" – ohne Erfolg, weshalb sich die Band kurze Zeit später auflöste.
Vorgeschichte von "Damn The Torpedoes"
Tom Petty blieb jedoch als Songwriter bei Shelter Records und gründete schließlich im darauffolgenden Jahr mit den Musikern Mike Campbell, Benmont Tench, Ron Blair und Stan Lynch die Band Tom Petty And The Heartbreakers. Bereits 1976 tourten sie durch Großbritannien und wurden vom Publikum für ihre Songs und ihren Sound gefeiert – eine Kombination aus Southern-Blues und British-Rock.
Kurz bevor die Produktion zu "Damn The Torpedoes" starten sollte, kam es zu einem Rechtsstreit mit Pettys Plattenfirma. Shelter Records wurde an das Label MCA verkauft und er lehnte sich vehement dagegen auf. Für ihn standen bestimmte Werte, was die Musik und auch die musikalische Ausdrucksweise betrifft, im Fokus und diese mussten für ihn sichergestellt werden. Aufgrund dessen gründete MCA das Tochterlabel Backstreet Records, bei dem Petty dann als erster Künstler unterschrieb.
Petty hat immer dafür gekämpft, die größtmögliche Freiheit für seine Musik und sein Album zu haben.
Quelle: SWR1 Musikredakteurin Katharina Heinius
Für "Damn The Torpedoes" ist er im wahrsten Sinne des Wortes durch ein Minenfeld – in diesem Fall das Musikbusiness – gegangen, volle Kraft voraus!
Produktion von "Damn The Torpedoes"
Tom Petty And The Heartbreakers haben alle Songs gemeinsam live im Studio von Mike Campbell eingespielt – und das hört man auch. Petty selbst soll mal gesagt haben, dass jeder Song von diesem Album mit einer einzigen Akustikgitarre spielbar sein soll – und das ist er, so SWR1 Musikredakteurin Katharina Heinius.
Damals hat mich das ganze Flair der Band umgehauen. Auf den Alben vorher fand man drei oder vier Songs gut, bei diesem Album fand man jeden Song gut und kriegte es gar nicht satt, sich in diesen Sound reinzulegen.
Quelle: Gitarrist, Songschreiber und Musikproduzent Carl Carlton über "Damn The Torpedoes"
Der Erfolg des Albums, insbesondere ihres ersten Songs "Refugee", ist auch der Tatsache zu verdanken, dass das Video zum Song unerwartet ab 1981 auf MTV in Rotation gelaufen ist. Die Band drehte das Video ursprünglich als Promo für eine Fernsehshow, bei der sie nicht vor Ort spielen wollten. Dass dieses Video durch den Musik-Videosender MTV ein zweites Leben eingehaucht bekommen würde, hatte keiner voraussehen können.
Tom Petty And The Heartbreakers – "Don't Do Me Like That"
Doch der erfolgreichste Song des Albums wurde "Don't Do Me Like That". Er erreichte die Top 10 der Billboard Hot 100 Charts in den Vereinigten Staaten und wurde zu einem der bekanntesten Hits der Band.
"Don't Do Me Like That" wurde bereits 1974 von Pettys erster Band Mudcrutch aufgenommen. Petty bot den Song zunächst der J. Geils Band an, doch sie lehnten ab, da sie ihr Album bereits fertig produziert hatten. Musikproduzent Jimmy Iovine war letztlich derjenige, der Tom Petty mit Nachdruck davon überzeugt hat, dass dieser Song auf dieses Album gehört.
"Don't Do Me Like That" basiert auf einer zwischenmenschlichen Geschichte: Petty bittet ein Mädchen, ihn nicht zu verlassen. Er war bekannt dafür, persönliche und emotionale Themen in seine Lieder einzuflechten. Musikalisch ist der Song ein eingängiges Stück mit einer starken Melodie und einem charakteristischen Refrain, der sofort im Gedächtnis bleibt.
Shownotes
Homepage von Gitarrist, Songschreiber und Musikproduzent Carl Carlton YouTube-Kanal von Carl CarltonYouTube-Kanal von Tom Petty And The HeartbreakersTrailer zur Doku "Classic Albums: "Damn The Torpedoes""SWR1 Meilensteine Studio-Spezial: Die Sound City StudiosARD-Podcast-Tipp: "Urban Pop" Musiktalk mit Peter Urban
Über diese Songs vom Album "Damn The Torpedoes" wird im Podcast gesprochen
(21:19) – "Refugee"(31:02) – "Here Comes My Girl"(40:55) – "Even The Losers"(45:05) – "Don't Do Me Like That"(50:47) – "Louisiana Rain"
Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen
(05:34) – "God’s Gift To Man" von Tom Petty And The Heartbreakers(10:00) – "Depot Street" von Mudcrutch(11:34) – "American Girl" von Tom Petty And The Heartbreakers(50:08) – "Don't Do Me Like That" von Mudcrutch

Oct 7, 2024 • 1h 6min
Frankie Goes To Hollywood – "Welcome To The Pleasuredome"
Bandgeschichte von Frankie Goes To Hollywood
Die Bandgeschichte hat im Proberaum der Vorgänger-Band von Sänger und Songschreiber Holly Johnson begonnen. Dort hing ein Zeitungsartikel über Frank Sinatra mit der Überschrift "Frankie goes Hollywood" – und diese Überschrift hatte es Holly angetan. Da "Frankie Goes To Hollywood" einfach runder klang, übernahm er den Bandnamen für seine eigene, die es allerdings nicht über die üblichen Probesessions hinaus geschafft hat, sodass er den Namen auch für seine Folgeband verwendete, mit der er schließlich erfolgreich wurde.
Musikproduzent Trevor Horn hatte die Band im Mai 1983 in der TV-Show " The Tube" entdeckt, in der sie mit ihrem Song "Relax" aufgetreten sind – das war der Startschuss für ihre Zusammenarbeit.
Produktion von "Welcome To The Pleasuredome"
Die Produktion zum Album hat von Juli 1983 bis 1984 in zwei unterschiedlichen Studios stattgefunden. In den Manor Studios im Norden von Oxford und in den Sam Studios im Londoner Stadtteil Notting Hill. "Relax" ist ein Jahr vor Albumveröffentlichung, im Oktober 1983, bereits als Single erschienen – und wurde direkt ein Riesenhit in Großbrittanien. Und auch mit den folgenden zwei Singles "Two Tribes" und "The Power Of Love" stürmten sie die Charts: Dreimal hintereinander Nummer 1 in UK, das hatten zuvor nur Gary and The Pacemakers im Jahr 1963 geschafft.
Skandale als Marketingkonzept
Interessant ist, dass diese Produktion einherging mit dem festen Plan Skandale auslösen zu wollen. Trevor Horn hat eng mit Musikjournalist Paul Morley zusammengearbeitet, der es verstand wie man ein Marketingkonzept für eine Band gestaltet, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu erregen. Die Band sollte schnell Bekanntheit erlangen und dabei aus der Masse hervorstechen.
Frankie Goes To Hollywood haben es mit ihrem Habitus geschafft, das schwule Leben so richtig aus dem Untergrund, aus der Szene [...] in die Wohnzimmer der heterosexuellen Mehrheit zu bringen, und zwar ungekünstelt und ungeschönt. Und das finde ich einen unglaublich wichtigen Beitrag, der über die Musik hinausgeht.
Quelle: Stefan Bürger, Musikmanager bei Aviator Management
Struktur von "Welcome To The Pleasuredome"
Ursprünglich sollte "Welcome To The Pleasuredome" nur eine Single-Trilogie werden, mit den drei veröffentlichten und bereits erfolgreichen Songs "Relax", "Two Tribes" und "The Power Of Love", die zusammen die Themen Sex, Krieg und Liebe abbilden sollten. Doch dann lief alles anders als geplant – und es enstand ein Doppelalbum, bei dem jede Seite einem Konzept folgt. Die verschiedenen Seiten sind nach den Anfangsbuchstaben des Bandnamens benannt: "F", "G", "T" und "H".
Auf der ersten Seite "F" – "Pray Frankie Pray" befindet sich der Titeltrack zum Album "Welcome To The Pleasuredome", der im März 1985 veröffentlicht wurde. In dem Song nehmen Frankie Goes To Hollywood ihre Hörenden mit auf eine 13-minütige Reise in ihre Welt, in die Kathedrale der Lust. Der Text handelt von Lust und den Gefahren eines ausschweifenden Lebensstils mit Drogen, Sex, Alkohol oder Krankheiten.
Der Song selbst ist in der Album-Version eine epische, groovige Funknummer. Es passiert ständig was Neues, es ist monumental.
Quelle: SWR1 Musikredakteurin Katharina Heinius über den Titeltrack "Welcome To The Pleasuredome"
Die zweite Seite "G" – "Say Frankie Say" enthält die bereits erfolgreichen Singles "Relax" und "Two Tribes", die dritte "T" – "Stay Frankie Stay" Coversongs großer Musiker wie "Born To Run" von Bruce Springsteen, oder "San Jose" von Bacharach in der Version von Frankie Goes To Hollywood. Auf der vierten und schließlich letzten Seite "H" – "Play Frankie Play" befinden sich Eigenkompositionen wie "The Power Of Love". Der Song handelt davon, dass die Liebe das Wichtigste im Leben ist.
Das Ganze ist eine Reise, die einen einfach packt und mitnimmt auch nicht wieder loslässt. Da kommt ganz viel zusammen, musikalisch, gesellschaftlich. Ein wunderschöner Rundumschlag. "Welcome To The Pleasuredome" ist für mich ein Album, was definitiv in die Geschichte gehört – und nicht nur in die Musikgeschichte.
Quelle: Stefan Bürger, Musikmanager bei Aviator Management über "Welcome To The Pleasuredome"
"Relax"
"Relax" war die Debütsingle von Frankie Goes To Hollywood. Sie wurde erstmals im Vereinigten Königreich im Oktober 1983 veröffentlicht. Der Song wurde zum großen Erfolg und ist bis heute einer der bekanntesten Hits der Band, an dem Produzent Trevor Horn maßgeblich beteiligt war. Er hatte eine klare Vorstellung davon, wie der Song klingen sollte. Er ersetzte die Band komplett und ließ ihn von Studiomusikern einspielen. Lediglich Holly Johnson und Paul Rutherford durften singen. "Was auch richtig war,", wie SWR1 Musikredakteurin Katharina findet. "Das muss grooven und wenn du das nicht geübt bist und nicht so Studio-Erfahrung hast, dann ist das echt schwer. Trevor Horn hat hier 'ne fantastische Produktion hingelegt."
Shownotes
Ältere Version von "The Power Of Love" aus der Peel-SessionYouTube-Kanal von Frankie Goes To HollywoodYouTube-Kanal von Trevor Horn (gemanagt von unserem Studiogast Stefan Bürger)Meggie Reilly – gemanagt von unserem Studiogast Stefan BürgerReview zu "Welcome To The Pleasuredome" auf laut.deArtikel über die Entstehung von "Relax" im GuardianARD-Podcast-Tipp: "Knallhart Entspannt" mit der deutschen Stimme von Samuel L. Jackson
Über diese Songs vom Album "Welcome To The Pleasuredome" wird im Podcast gesprochen
(13:48) – "The World Is My Oyster"(17:17) – "Welcome To The Pleasuredome"(29:28) – "Relax"(41:49) – "Two Tribes"(48:07) – "Tag"(49:15) – "Born To Run"(55:45) – "The Power Of Love"
Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen
(02:38) – "Moonlight Shadow" von Maggie Reilly(04:30) – "Self Control" von Laura Branigan(21:04) – "Welcome To The Pleasuredome" von Holly Johnson (44:56) – "Russians" von Sting(45:11) – "Leningrad" von Billy Joel(59:59) – "The Power Of Love" von Jennifer Rush(01:00:20) – "The Power Of Love" von Huey Lewis And The News

Sep 30, 2024 • 1h 11min
The Police – "Reggatta De Blanc"
Auf "Reggatta De Blanc" sind einige der bekanntesten und erfolgreichsten Songs von The Police wie die Hitsingle "Message In A Bottle" oder "Walking On The Moon".
Mit "Reggatta De Blanc" haben The Police es geschafft, sich neben Giganten wie Cream oder der Jimi Hendrix ihren Platz auf dem Gipfel der genialen Rock-Trios zu sichern.
Quelle: Musikexperte und Schlagzeuger André Pittelkau
Produktion von "Reggatta De Blanc"
The Police erzielten ihren ersten großen kommerziellen Erfolg mit dem Lied "Roxanne". Es wurde als Single aus ihrem Debütalbum "Outlandos d'Amour" im Jahr 1978 veröffentlicht. Im selben Jahr geht es für die britische Band auf Tour, unter anderem auch mit Eberhard Schoener, an dessen Album "Flashback" The Police auch mitgearbeitet hat.
Während all dem Trubel sollte das zweite Album eingespielt werden, doch neues Material gab es noch nicht. So kam es, dass die Band völlig unvorbereitet im Studio erschien und erst dort neue Songs aus bereits vorhandenen Ideen und alten Songfragmenten kreierte. Nach vier Wochen war das Album im Kasten.
Wir sind noch an einem Zeitpunkt, wo nicht diese herausragende Stellung von Sting das Konzept der Band bestimmt, […] obwohl er natürlich auch zu der Zeit die großen Hits schreibt. "Reggatta De Blanc" war ein richtiges Band-Projekt und das war auch spürbar.
Quelle: SWR1 Musikredakteur Stephan Fahrig
Es ist ein Bandalbum mit den mindestens ebenbürtigen Genies Andy Summers und Stuart Copeland, wie Musikexperte und Schlagzeuger André Pittelkau auch nochmal betont.
"Reggatta De Blanc" – weißer Reggae
Der Titeltrack des gleichnamigen Albums "Reggatta De Blanc" gewann 1980 sogar den Grammy Award für das beste Rock-Instrumental, was die musikalischen Fähigkeiten des Trios unterstreicht. Der Mut zum Verzicht auf die Lyrics hatte sich ausgezahlt. "Reggatta De Blanc" ist eine Wortschöpfung und bedeutet so viel wie "weißer Reggae" und steht für den Sound der Band.
"Message In A Bottle"
"Message In A Bottle" war die erste Single-Auskopplung des Albums und erreichte Platz 1 in den UK-Charts. Der Song ist bekannt für seinen eingängigen Gitarrenriff und Refrain.
"Message In A Bottle" handelt vom Alleinsein und dem Gefühl, der einsamste Mensch der Welt zu sein. Er erzählt die Geschichte einer fiktiven Figur, die auf einer einsamen Insel gestrandet ist und eine Flaschenpost ins Meer wirft, in der Hoffnung, dass jemand die Nachricht findet und antwortet.
Eines Tages wacht er auf und sieht Hunderte von Flaschen am Strand – Antworten von anderen Menschen, die sich genauso fühlen wie er. Diese Entdeckung gibt ihm die Hoffnung, dass niemand wirklich alleine ist, zurück. Eine berührende Geschichte, die angeblich von Stings Hund und seiner Zeit als Messdiener inspiriert wurde. Die genauen Hintergründe und vieles mehr erfahrt ihr im Podcast.
Shownotes
Sting & The Last Exit – Carrion Prince Version 1 (1972)Eberhard Schoener über die Zusammenarbeit mit Police und den Auftritt bei Bios BahnhofBuchtipp: The Police DiariesThe Police im WDR Rockpalast 1980 – Markthalle, HamburgARD-Podcast-Tipp: "Was macht Musik?"
Über diese Songs vom Album "Reggatta De Blanc" wird im Podcast gesprochen
(12:28) – "Message In A Bottle"(28:10) – "Reggatta De Blanc"(35:10) – "Deathwish"(39:12) – "Bring On The Night"(49:19) – "Walking On The Moon"(01:05:12) – "The Bed’s Too Big Without You"
Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen
(33:15) – "Can't Stand Losing You" von The Police(41:58) – "Carrion Prince" von Sting & The Last Exit(45:03) – "Edge Of Seventeen" von Stevie Nicks(46:18) – "Bootylicious" von Destiny’s Child(47:48) – "Prélude n°4" von Heitor Villa-Lobos(01:09:27) – "Locked Out Of Heaven" von Bruno Mars

Sep 23, 2024 • 1h 13min
Depeche Mode – "Some Great Reward"
Depeche Mode ist bis heute nicht nur eine der größten Synth-Pop-Bands aller Zeiten, sondern einfach eine Band mit unglaublich vielen treuen Fans auf der ganzen Welt. Neben den Synthie-Klängen haben sie sich in den 80ern vor allem auch durch die Beats mit sehr vielen industriellen Geräuschen ausgezeichnet – ihr Markenzeichen. Das hören wir zum Beispiel auch im ersten Nummer-1-Hit, den die Band in Deutschland hatte: "People Are People".
Einer der größten Fans von Depeche Mode in Deutschland ist vermutlich Sascha Lange, unser Meilensteine-Gast für diese Folge. Als "Some Great Reward" 1984 rausgekommen ist, lebte er auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs, in der damaligen DDR, und auch da gab es eine unglaublich große Fangemeinde von Depeche-Mode-Anhängern.
Drei Säulen von Depeche Mode
Sascha hat als Autor gemeinsam mit Dennis Burmeister im Buch "Depeche Mode Monument" unglaublich viel Wissen und Fotos über die Band zusammengetragen. Die Fangemeinde hat das Buch so gut aufgenommen, dass es inzwischen mehrere Auflagen gibt und "Monument" in sieben Sprachen übersetzt worden ist.
Als wir dieses Buch dann fertiggemacht haben, [...] haben wir dann festgestellt, dass die Geschichte von Depeche Mode immer noch nicht auserzählt ist.
Quelle: Sascha Lange, Autor von "Depeche Mode Monument" im Meilensteine Podcast
Deshalb ist es auch nicht bei einem Buch über Depeche Mode geblieben, sondern gemeinsam haben Sascha Lange und Dennis Burmeister gleich drei Bücher über die Band geschrieben. Neben "Monument" werden in den anderen beiden Büchern "Behind The Wall" und "Live" zum einen die Fankultur (mit speziellem Blick auf Ostdeutschland und Osteuropa) betrachtet sowie Depeche Mode als Live-Erlebnis.
Die neue Band-Dynamik durch Alan Wilder
Nachdem Gründungsmitglied Vince Clarke die Band bereits 1981 verlassen hatte und sich anderen Projekten wie Yazoo und später Erasure gewidmet hatte, brauchten Depeche Mode jemanden, der diese Position ausgleicht. Gefunden haben sie Alan Wilder, der als klassisch ausgebildeter Musiker sehr viel Qualität mit in die Band bringen konnte. Das hat die Qualität der Band deutlich verbessert, auch was den Sound betrifft.
Alan Wilder hat die Perfektion mit reingebracht!
Quelle: Dave Jörg, SWR1 Musikredakteur im SWR1 Meilensteine Podcast
"Some Great Reward" ist ein Depeche-Mode-Album "Made in Germany"
Aufgenommen wurde das innovative Album von Depeche Mode übrigens in den Hansa-Studios in West-Berlin, direkt an der Berliner Mauer. Damit reihen sich Depeche Mode in eine lange Liste großer Namen ein, die dort aufgenommen haben. Wie zum Beispiel Iggy Pop, David Bowie, U2, Marillion, Falco und noch viele, viele mehr.
Die Band ist für mich von Album zu Album gewachsen. [...] Mit "Some Great Reward" hat die Band einen großen Schritt in Richtung "Erwachsen sein" gemacht.
Quelle: Sascha Lange, über die Qualität von Depeche Mode
Die Nähe zur DDR und damit auch zum Kalten Krieg hat für viele Künstler in den 80er-Jahren einen Reiz ausgemacht und war damit auch eine Inspirationsquelle. Für Depeche Mode gab es aber einen ganz praktischen Grund, um in die Hansa-Studios zu gehen, erzählt SWR1-Musikredakteur Dave Jörg.
Die Band wollte für ihre Songs nämlich die Möglichkeit haben, viele verschiedene Spuren aufnehmen zu können. In vielen Tonstudios waren maximal 24 verschiedene Spuren machbar. In den Berliner Hansa-Studios war deutlich mehr möglich. Eine große Hilfe, wenn man bedenkt, wie viel in den Songs von Depeche Mode passiert.
Mit "Some Great Reward" haben Depeche Mode damals einen großen Schritt in Richtung ihrer späteren Weltkarriere gemacht. Zum einen, weil sie sich musikalisch auf diesem Album selbst "gefunden haben" und zum anderen sind auf der Platte mit "People Are People" und "Master and Servant" zwei ihrer wichtigsten Singles der 80er auf dem Album, die es bei vielen Radiostationen in die Playlisten geschafft haben.
Sie haben mit dieser Platte den Grundstein für ihren Erfolg in den USA gelegt.
Quelle: Sascha Lange, Meilensteine Gast über das Vermächtnis von "Some Great Reward"
Shownotes
Link zum Buch "Depeche Mode: Monument"Offizieller Youtube-Kanal von Depeche ModeDie SWR1 Meilensteine FolgenARD-Podcast-Tipp: "Ball You Need Is Love"Website von Podcast-Gast Sascha LangeDie Dokumentation zu "Some Great Reward"Interview mit Daniel Miller und Gareth Jones
Über diese Songs vom Album "Some Great Reward" wird im Podcast gesprochen
(15:39) – "Lie To Me"(21:10) – "People Are People"(43:45) – "Somebody"(52:43) – "Blasphemous Rumors"(01:02:14) – "Master And Servant"
Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen
(16:55) – "Clean" von Depeche Mode(43:02) – "Z.N.S." von den Einstürzenden Neubauten

Sep 16, 2024 • 1h 20min
Green Day – "American Idiot"
"American Idiot" ist das siebte Studioalbum der Band und mit mehr als 15 Millionen verkauften Einheiten mit Abstand das kommerziell erfolgreichste Album der Gruppe. 2005 gab es dann auch noch Grammy-Auszeichnungen für das "Beste Rockalbum" und der Song "Boulevard Of Broken Dreams" wurde als "Beste Aufnahme" prämiert.
Das Album war poppig genug für alle Mainstream-Fans und punkig genug für die Punks – sie haben den musikalischen Sweet Spot gefunden!
Quelle: Patrick Schütz, SWR1 Musikredakteur über "American Idiot"
"American Idiot" ist nicht nur eine Ansammlung von 13 einzelnen Punkrock-Songs, sondern in der Entstehung schon als Konzeptalbum, als Rockoper angelegt. Welche Band und welches Album hier als Vorbild galt, ist ganz klar: "Quadrophenia" von The Who!
Green Day wollten bei diesem Album diese ganzen (klassischen) Rockelemente mit einfließen lassen und das hört man auf diesem Album.
Quelle: Katharina Heinius, SWR1 Musikredakteurin über die Inspiration zu "American Idiot"
Das Album erzählt die Geschichte des (Vorstadt-)Punks Jimmy und seinem Leben, seinen Problemen und seiner Entwicklung. Dabei gibt es immer wieder Parallelen zum Klassiker von The Who. Das beginnt, wie wir sehen, schon beim Namen des "Helden", Jimmy. Aber auch andere große Hits der Rock- und Popgeschichte werden von Green Day zitiert: "Summer of '69" von Bryan Adams, "Wonderwall" von Oasis und einige andere.
"American Idiot": So verbindet sich das ganze Album
Das faszinierende an der Platte ist, dass Songs wie "American Idiot", "Holiday" und "Boulevard Of Broken Dreams" ganz wunderbar als einzelne Songs funktionieren, weshalb sie – für eine Punkrockband – ziemlich erfolgreich im Radio gespielt worden sind. Trotzdem greifen sie auch als Ganzes ineinander und erzählen die Geschichte von "Jimmy" immer weiter. Und das auf allen Ebenen: in den Songs, aber auch in den Musikvideos der Band. Die Songs werden zum Beispiel einfach in Videoform miteinander verknüpft. So läuft beispielsweise am Anfang des Musikvideos zu "Boulevard Of Broken Dreams" noch der Song "Holiday" im Autoradio.
Bei "American Idiot" gibt es Botschaften auf vielen Ebenen
Als Punkband gehört eine gewaltige Portion Gesellschaftskritik natürlich auch für die Jungs von Green Day dazu. Beim Album "American Idiot" passiert das vornehmlich in zwei Songs der Platte. Beim Song "Holiday" und gleich im Album-Opener "American Idiot". Dort wird den Medien und der Politik vorgeworfen, mit der Angst der Menschen zu spielen und sie für ihre Zwecke auszunutzen, im Schatten des Terrors vom 11. September 2001.
An die Hörer (die US-Amerikaner) appelliert Sänger Billy Joe Armstrong sinngemäß: "Lasst euch nicht manipulieren. Lasst euch nicht verängstigen, denn sonst seid ihr die amerikanischen Idioten! Glaubt nicht der Propaganda."
Im Song selbst wird die Botschaft nicht nur durch den Songtext übermittelt, sondern das passiert auch mit Hilfe klangtechnischer bzw. sounddesigntechnischer Elemente. Zum Beispiel, wenn Textpassagen wie Ausrufe bei Demonstrationen inszeniert werden oder wenn Zeilen durch ein Megafon geschrien werden, das man aus ähnlichen Situationen kennt. All das sind stilistische Mittel, um die Botschaft des Songs zu untermauern.
"American Idiot" war eine Art politische Kampagne
Auch optisch wird das durch das "Heartgrenade"-Cover untermauert, genauso wie durch das Bühnenoutfit der Band, bei dem militärische Abzeichen und Streifen nachgeahmt worden sind. Gestützt wird das alles von der Aussage des Sängers Billy Joe Armstrong, der "American Idiot" wie eine politische Kampagne betrachtet:
Wir wollten aus allen Zylindern feuern! Alles, von der Ästhetik über die Musik bis hin zum Look.
Quelle: Billy Joe Armstrong über "American Idiot"
Das Album stand unter einem schlechten Stern
Der Weg zu diesem erfolgreichen Album war alles andere als leicht, denn eigentlich sollte es "American Idiot" gar nicht geben. Nach dem 2000er-Album "Warning" hatten Green Day im Studio gut zwanzig andere Songs für ein Album mit dem Titel "Cigarettes and Valentines" aufgezeichnet, die plötzlich verschwunden sind.
Somit stand die Band vor der Entscheidung: Nehmen wir diese Songs nochmal neu auf oder starten wir ganz von vorne mit neuen Ideen und neuen Songs? Green Day haben sich dann für Letzteres entschieden – glücklicherweise!
Ich muss sagen: Zum Glück haben sie nochmal ein ganz, ganz neues Album geschrieben! Ich hab das damals rauf und runter gehört!
Quelle: Katharina Heinius, über die Entscheidung von Green Day
Shownotes
Interview mit Billie Joe ArmstrongYoutube-Kanal von Green DayAlbum-Review auf laut.deAlle SWR1 Meilensteine FolgenARD-Podcast-Tipp: "Medien – Cross und Quer"
Über diese Songs vom Album "American Idiot" wird im Podcast gesprochen
(20:53) – "American Idiot"(30:06) – "Jesus Of Suburbia"(48:10) – "Holiday"(54:27) – "Boulevard Of Broken Dreams"(01:09:43) – "Wake Me Up When September Ends"
Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen
(20:04) – "The Punk And The Godfather" von The Who(24:11) – "That's How I Like It" von Lynard Skynard(26:43) – "US Forces" von Midnight Oil(33:29) – "Moonlight Daydream" von David Bowie(01:00:36) – "Crush With Eyeliner" von R.E.M.(01:05:50) – "She's My Heroin" von Agent 51

Sep 9, 2024 • 1h 2min
Talking Heads – "Stop Making Sense"
Da wir bei "Stop Making Sense" von einem Konzertfilm der Talking Heads reden, der 1983 in Hollywood, Los Angeles aufgezeichnet wurde, reden wir natürlich auch gleichzeitig von einem Livealbum.
Punk, Artrock, Funk – Talking Heads sind "alles"
Die Musik von den Talking Heads ist dabei auch so besonders und einzigartig, dass alleine die Einsortierung in eines der vielen Musikgenres unmöglich erscheint. Über die Jahre wurden die Talking Heads in viele verschiedene Schubladen gesteckt: New Wave, Artrock oder auch Funk. Nach einem gemeinsamen Konzert mit den Punklegenden "The Ramones" wurden auch sie selbst schon als Punkband betitelt.
Mit "Stop Making Sense" veröffentlichte die Band 1984 übrigens schon ihr zweites Livealbum, nach dem 1982er-Album "The Name Of This Band Is Talking Heads". Auch das kam schon gut an, aber es war noch sprichwörtlich "Luft nach oben", wie es so schön heißt. "Stop Making Sense" war dann aber auch bis heute das letzte Livealbum der Band. Studioalben gab es nach 1984 noch drei weitere.
Ich war einfach total begeistert von diesem Album! Ich hab' das schwindelig gehört! [...] Ich höre beim Schlusston jedes Songs schon den Anfangston des nächsten. Mich irritiert es, wenn danach was anderes kommt.
Quelle: Bernd Rosinus, SWR1 Musikchef über "Stop Making Sense"
"Stop Making Sense" von den Talking Heads erklärt Popmusik
Das Tolle an dem Album "Stop Making Sense" ist, dass man darauf so gut hören kann, "wie Popmusik ineinander greift und wie Popmusik funktioniert", erklärt SWR1 Musikchef Bernd Rosinus in dieser Meilensteine Folge. "Die Songs sind oft so aufgebaut, dass die Musiker nacheinander einsteigen [...] und man hört sehr, sehr gut, wie dieses Werk, was nachher so komplex klingt aufeinandergeschichtet ist", sagt Bernd Rosinus weiter.
Der Sound ist so klar und eindeutig verständlich!
Quelle: Stephan Fahrig, SWR1 Musikredakteur über die Songs von den Talking Heads
Einer der größten Hits der Platte ist der Song "Psycho Killer", der schon lange vor dem Album und dem Konzertfilm geschrieben wurde, nämlich bereits 1975. Sänger David Byrne schlüpft im Song eben in die Rolle eines "Psychopathen" und das Besondere an David Byrne ist, dass er eben nicht nur Musiker ist, sondern einfach Künstler. Also hat David Byrne den Song nicht einfach nur gesungen, sondern die ganze Rolle geschauspielert. Auch das macht den Song so besonders.
Beim Kultsong "Burning Down The House" gab es viel Inspiration von der Band Parliament Funkadelic und deren unglaublichem Groove. Textlich beziehungsweise inhaltlich ist der Song wunderbar sinnlos. "Burning Down The House" lässt sich frei mit "Reiß die Hütte ab" übersetzen. Der Track ist ein klassischer Partysong. Da darf der Text schon mal vernachlässigt werden.
Späterer Oscarpreisträger als Regisseur bei "Stop Making Sense"
Als Regisseur für den Konzertfilm wurde übrigens Jonathan Demme engagiert, der später noch die Kultfilme "Philadelphia" mit Oscarpreisträger Tom Hanks und auch "Das Schweigen der Lämmer" mit Anthony Hopkins und Jodie Foster gemacht hat. Letzterer hat ihm dann selber noch einen Oscar eingebracht für die "Beste Regie".
Shownotes
ARD-Podcast-Tipp: "Too Many Tabs"Trailer zur Neuveröffentlichung des Konzertfilms "Stop Making Sense"Der singende Fisch mit "Take Me To The River"David Byrnes Tanzproben für "Stop Making Sense""Give Up The Funk (Tear The Roof Off The Sucker)"Website zum Film "Alles ist Eins. Außer der 0."SWR1-Meilensteine-Folgen
Über diese Songs von "Stop Making Sense" wird im Podcast gesprochen
(13:10) – "Psycho Killer"(31:27) – "Burning Down The House"(35:45) – "Girlfriend Is Better"(41:44) – "Life During Wartime"(52:22) – "Take Me To The River"
Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen
(08:00) – "Genius Of Love" von Tom Tom Club(08:22) – "It's Nasty" von Grandmaster Flash & The Furious Five(20:55) – "Fa-Fa-Fa-Fa (Sad Song)" von Otis Redding(33:27) – "We Want The Funk" von Parliament Funkadelic(52:01) – "Take Me To The River" von Al Green

Sep 2, 2024 • 60min
Lenny Kravitz – "Let Love Rule"
Lenny Kravitz – Megastar seit mehr als drei Jahrzehnten
Seit über drei Jahrzehnten steht Lenny Kravitz auf den großen Bühnen dieser Welt. In seiner Heimat Amerika gelang ihm der erste große Erfolg schon mit seinem Debütalbum „Let Love Rule“ im Jahr 1989. In diesem September feiert die Platte also 35. Geburtstag und ist damit genau so alt wie seine älteste Tochter Zoë Kravitz.
Für mich ist Lenny Kravitz immer Butter für die Ohren!
Quelle: Katharina Heinius, SWR1 Musikredakteurin über die Musik von Lenny Kravitz
Kravitz‘ Durchbruch in Deutschland
Bei uns in Deutschland war der erste größere Erfolg seine Ballade „It Ain’t Over Till It’s Over“ von seinem zweiten Album „Mama Said“ aus dem Jahr 1991. Seitdem ist der Rocksänger, Gitarrist und Produzent auch bei uns mit jedem seiner Alben in den Charts gelandet.
Neben Lenny Kravitz war musikalisch einiges los 1989. Madonna war schon als Künstlerin etabliert und brachte ihr Album "Like A Prayer" raus und auch The Cure feierten Erfolge mit ihrem Album "Disintegration".
Lenny Kravitz stand 1989 noch am Anfang seiner Karriere und wurde von einigen Menschen erstmal nur belächelnd zur Kenntnis genommen. Die Kritiker wussten nicht wirklich etwas mit ihm und seinem Mix aus Prince, Otis Redding, Stevie Wonder, Jimi Hendrix und vielen anderen Künstlern anzufangen.
Lenny Kravitz ist eine Art (musikalischer) Schmelztigel!
Quelle: Katharina Heinius über die unterschiedlichen Einflüsse in der Musik von Lenny Kravitz
Beliebt bei anderen Musikern
Weil Lenny Kravitz nicht nur Gitarre spielt, sondern gleich mehrere Instrumente beherrscht, war er bei vielen anderen Musikern in seiner Jugendzeit sehr beliebt und wurde auch immer wieder zu Jamsessions eingeladen. Da kam Lenny dann auch auf die Idee sein eigenes Album aufzunehmen. Zusammen mit Henry Hirsch, den er Mitte der 80er kennenlernte.
Henry Hirsch ist Tontechniker, Keyboarder und Bassist. Die beiden haben sich wunderbar ergänzt und konnten super zusammenarbeiten. Auch, weil Henry Hirsch damals schon sein eigenes Tonstudio hatte, ein Vorteil, der nicht von der Hand zu weisen ist. Gemeinsam teilten Henry Hirsch und Lenny Kravitz die Leidenschaft für "echte" Instrumente und auch für analoge Aufnahmetechniken.
Schon als Kind Kontakt mit den Jackson Five und den Stones persönlich
Als erfolgreicher TV-Produzent hatte Lennys Vater viele Kontakte auch in die Musikszene und so ist der kleine Lenny schon im Kindesalter in Kontakt gekommen mit ganz großen Stars wie den Jackson Five oder auch Duke Ellington. Mit der British Invasion kam Lenny Kravitz dann auch in Kontakt mit den Stones, den Beatles oder auch den Kinks. Die total unterschiedlichen Musikstile saugt Lenny Kravitz aber gleichermaßen auf und wird von ihnen beeinflusst. Später kommen dann auch noch härtere Rockeinflüsse dazu wie Led Zeppelin und Co.
Lenny verzichtet darauf seine Vorbilder zu zitieren. [...] Du kannst nirgendwo sagen "Ach, das hat er sich da oder da ausgeliehen". Und darum ist das ein absoluter Meilenstein für mich.
Quelle: Stephan Fahrig, SWR1 Musikredakteur über das Album "Let Love Rule"
Shownotes
Das Musikvideo zum Titelsong „Let Love Rule”Die "Florida Boy" Werbung mit Lenny KravitzWebsite von Producer und Keyboarder Henry HirschLisa Bonet, die Ex-Frau von Lenny Kravitz als Denise in der "Cosby Show"Persönliches Interview mit Lenny Kravitz"I Build This Garden For Us" im Melody MakerInterview mit Lenny KravitzARD-Podcast-Tipp: "Reisegruppe Gamescom"
Über diese Songs vom Album "Let Love Rule" wird im Podcast gesprochen
(20:37) – "Let Love Rule"(33:33) – "Precious Love"(42:01) – "I Build This Garden For Us"(48:21) – "Mr. Cab Driver"(53:34) – "Rosemary"
Über diese Songs wird außerdem im Podcast gesprochen
(25:25) – "White Room" von Cream(26:07) – "Hey Joe" von Jimi Hendrix(44:06) – "Strawberry Fields Forever" von den Beatles


