ÄrzteTag

Ärzte Zeitung
undefined
Aug 18, 2020 • 21min

Wie arbeitet eigentlich der Deutsche Ethikrat, Frau Professor Buyx?

Fragen an die neue Vorsitzende des Ethikrats Die Corona-Krise fordert unsere Gesellschaft seit März in einer gänzlich ungewohnten Art und Weise heraus. Das neue SARS-CoV-2- Virus und die daraus resultierende Erkrankung COVID-19 zeigen besonders deutlich, wie viel wir eigentlich nicht wissen. Und bei vielen Aspekten ergeben sich nicht nur wissenschaftliche, wirtschaftlich und soziale, sondern zudem weitreichende ethische Fragen – nicht nur für Angehörige von Gesundheitsberufen. Hier kommt mitunter auch der Deutsche Ethikrat ins Spiel. So wurde er um eine Stellungnahme zum Thema Immunitätsausweis von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gebeten. Das war im Mai. In dieser Zeit hat sich der Deutsche Ethikrat auch gerade neu formiert: Unter anderem ist die 42-jährige Ärztin Alena Buyx, Professorin für Ethik der Medizin und Gesundheitstechnologien an der TU München, zur neuen Vorsitzenden gewählt worden. Im Podcast erläutert Frau Buyx, warum es wie "Pudding an die Wand zu nageln" ist, wenn es darum geht, eine Antwort zum Thema Immunitätsausweis zu finden, wie knifflig es mitunter ist, Wissenschaft in den Medien zu erklären und wie der Ethikrat sich dieser Herausforderung stellt. Außerdem geht sie darauf ein, welche Aufgaben und Ziele das 24-köpfige Gremium sich für seine aktuelle Amtsperiode bisher gesetzt hat.
undefined
Aug 17, 2020 • 17min

Wie Kinderärzte sich den sicheren Schulstart in Coronazeiten vorstellen

und warum Masken nur ein Teil des Konzepts sein können Das Thema Corona-Infektionsrisiken durch und bei Kindern hat nach den Sommerferien wieder an neuer Brisanz gewonnen, da immer mehr Bundesländer zu einem mehr oder minder normalen Schulalltag zurückkehren. Die Konzepte sind dazu sind allerdings – unserem föderalen System entsprechend – kunterbunt. Auch in den medizinischen Fachgesellschaften gibt es divergierende Meinungen und Ansätze, wie Unterricht und bestmöglicher Infektionsschutz vereinbar sind. Das zeigen etwa die beiden jüngst publizierten Stellungnahmen einmal diverser pädiatrischer Gesellschaften und dann von den Deutschen Virologen. Im Podcastgespräch erläutert Dr. Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbands der Kinder-und Jugendärzte (BVKJ) die jüngsten Vorschläge der Kinderärzte, wie das Infektionsgeschehen an Schulen am besten im Griff zu halten ist – und warum es illusorisch ist zu glauben, dass man alle SARS-CoV-2-Infektionen verhindern könne.
undefined
Aug 12, 2020 • 28min

Was Ärzte bei Hitze für ihre Patienten alles tun können

und gleichzeitig zum Klimaschutz beitragen Das Thermometer steigt und steigt. Sommerwetter mit Temperaturen weit über 30 Grad – das macht Patienten wie Ärzten und ihren Mitarbeitern in den Praxen zu schaffen. Bei welchen Patienten gilt es dann besonders aufmerksam zu sein, um gesundheitliche Folgen zu vermeiden? Wie können sich Praxen wappnen, um ihre Räumlichkeiten kühl und patientenfreundlich zu halten? Dr. Ralph Krolewski, niedergelassener Arzt in Gummersbach und Sprecher der AG Klimawandel und Gesundheit der DEGAM ist Spezialist auf diesem Gebiet. Im Podcast erläutert er, wie er seine eigene Praxis und die Patientenbetreuung hitze-optimiert hat und warum es für die Zukunft wichtig ist, sich diesem Thema noch intensiver zu widmen.
undefined
Aug 6, 2020 • 39min

„Das atomare Wettrüsten hat längst wieder begonnen!“

Der IPPNW-Vorsitzende Dr. Alex Rosen zum 75. Jahrestag Hiroshima „Wir sind in einer gefährlichen Situation“, sagt der IPPNW-Vorsitzende und Kinderarzt Dr. Alex Rosen. 75 Jahre nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki sei die Gefahr für einen Atomkrieg nicht geringer geworden. Im Gegenteil: Denn weltweit gibt es Konflikte, an denen Atomwaffenstaaten beteiligt sind. Rosen sorgt sich, dass die mühsam mit dem Kalten Krieg aufgebaute Sicherheitsarchitektur „leichtfertig auf dem Müllhaufen der Geschichte landet“. „Es gibt neun Staaten auf der Welt, die mit dem Leben auf diesem Planeten spielen“, sagt der Pädiater, der die Kindernotaufnahme an der Berliner Charité leitet, in dieser „ÄrzteTag“-Episode. „Unter dem Deckmantel der Modernisierung“ finde die weltweite Aufrüstung statt. Obwohl Deutschland selbst keine Atomwaffen besitzt, macht sich die Bundesregierung für ihn „nicht nur mitschuldig, sondern begeht auch Vertragsbruch“. Denn in Büchel in der Eifel sind nach wie vor US-Atombomben stationiert. Die duldet die Bundesregierung nicht nur, deutsche Soldaten üben auch den Abwurf dieser Bomben. „Der Atomwaffensperrvertrag ist zahnlos“, resümiert Rosen, „weil die Atomwaffenstaaten sich nicht an die vereinbarte Abrüstung halten“. Deswegen brauche es den Atomwaffenverbotsvertrag. Wie die IPPNW, die ICAN und andere damit Atomwaffen aus der Welt schaffen wollen, all das erzählt er im „ÄrzteTag“. Und was die Rentenkassen damit zu tun haben. Und ob und ab wann die IPPNW die Bundesregierung verklagen will. Foto: Dr. Helmut Lohrer / IPPNW
undefined
Aug 4, 2020 • 19min

Wie Schwangeren zum Rauchstopp verholfen werden kann

Die Ökonomin Professor Katja Görlitz im Gespräch Schwangerschaft ist ein ideales Mittel, um mit dem Rauchen aufzuhören. Das hat jüngst die Ökonomin Professor Katja Görlitz mit einem Kollegen anhand einer Auswertung der SOEP-Daten herausgefunden. Im zweiten Drittel der Schwangerschaft haben danach rund 75 Prozent der rauchenden Schwangeren den Glimmstängel weggelegt. Entscheidend war was erste Kind. Und der Effekt hält viele Jahre an, wie die Forscher zeigen konnten. Wie lassen sich mit diesen Ergebnissen noch mehr werdende Mütter zum Rauchstopp ermutigen? Was können zum Beispiel Frauenärzte aus dieser Studie mitnehmen? Und wie könnten sich auch die werdenden Väter ermuntern lassen, das Rauchen aufzugeben? Darüber sprechen wir in dieser "ÄrzteTag"-Episode mit der Studienautorin Katja Görlitz, die an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit in Mannheim unterrichtet. Foto: privat
undefined
Jul 31, 2020 • 26min

Wie Corona das Ketoazidose-Problem verschlimmert hat

PD Dr. Clemens Kamrath vom Uniklinikum Gießen über Kinder mit Typ-1-Diabetes Zwischen Mitte März und Mitte Mai ist bundesweit bei 44 Prozent der Kinder und Jugendlichen mit einer Typ-1-Diabetes-Neumanifestation eine Ketoazidose aufgetreten. Das hat ein Forscherteam um den Kinder-Diabetologen Privatdozent Clemens Kamrath von der Uniklinik Gießen herausgefunden (JAMA 2020; online 20. Juli). Das ist fast doppelt so häufig gewesen wie in den Vergleichszeiträumen in den beiden Jahren zuvor. In dieser „ÄrzteTag“-Episode sprechen wir mit dem stellvertretenden geschäftsführenden Oberarzt von der Abteilung für Allgemeine Pädiatrie und Neonatologie über die Ursachen und Folgen. Außerdem versuchen wir, Lehren für künftige Lockdowns zu ziehen. Und Kamrath erzählt, wie er mit Tele- und Video-Sprechstunde umgehen würde. Foto: Lena Steinmüller
undefined
Jul 29, 2020 • 32min

„Amtsärzte und das KV-System sind der ganz entscheidende Faktor!“

Professor Reinhard Busse zur großen deutschen COVID-19-Studie Jeder zweite in Deutschland stationär behandelte und beatmete COVID-19-Patient ist gestorben. Das hat eine Autorengruppe in der ersten großen deutschen Studie mit über 10.000 Krankenhauspatienten ermittelt. Sie decken mit ihrer Analyse repräsentativ ein Drittel aller stationären Corona-Fälle hierzulande ab. Die Ergebnisse könnten Gesundheitspolitikern helfen, die Versorgung für eine künftige Pandemie oder eine zweite Corona-Welle zu planen, sagt Professor Reinhard Busse von der TU Berlin in dieser "ÄrzteTag"-Episode. Mit dem Letztautor der Studie und Gesundheitsökonomen sprechen wir über die Konsequenzen der Daten. Wir sprechen darüber, ob unsere Intensivbetten und Klinikkapazitäten ausreichen für einen Anstieg der Fallzahlen. Und wir überlegen, warum Deutschland bislang in der Corona-Pandemie so viel besser abgeschnitten hat als zahlreiche andere Länder. Foto: Fotostand / Suhr / picture alliance
undefined
Jul 24, 2020 • 17min

Darum fällt die Sommerpause dieses Jahr aus

Ein Rückblick auf sechs Monate Corona, den ÄrzteTag – und ein Ausblick Seit über sieben Monaten gibt es die „Ärzte Zeitung“ auch zu hören – im „ÄrzteTag“-Podcast. In bereits 153 Episoden haben wir mit zig Gästen über Aktuelles und Themen der Zeit gesprochen. Etwa mit Josef Schuster, Eckhard Nagel, Monika Kellerer, Axel Rahmel, Urban Wiesing, Katharina Schüller, Generalstabsarzt Stephan Schoeps. Auch Susanne Johna war zu Gast, Doris Pfeiffer, Peter Bobbert, Jörg Debatin, Jens Spahn, Andrew Ullmann, Ferdinand Gerlach oder Gerda Hasselfeldt. Aber auch Personen wie der Architekt Stephan Schütz und Ärzte direkt aus der Versorgung, wie zuletzt der Ingolstädter Hausarzt Anton Böhm. Zeit für eine kleine dreiwöchige Sommerpause und einer „Verschnaufpause“ für die Ohren der Hörerinnen und Hörer und die Stimmen unserer Gäste: Vom 27. Juli bis 16. August gehen wir nur sporadisch auf Sendung. Aber fest steht jetzt schon: Es wird in dieser Zeit einige Highlight-Episoden geben. In dieser Sommerausgabe reden Chefredakteur Wolfgang van den Bergh und Nachrichtenchef Denis Nößler über sechs Corona-Monate und den Ausblick ins gesundheitspolitische Geschehen der kommenden Wochen und Monate. Foto: picture alliance / M.i.S.-Sportpressefoto
undefined
Jul 23, 2020 • 9min

Die Triage und das Strafrecht

Elisa Hoven, Professorin für Strafrecht, erläutert die strafrechtliche Situation rund um die Triage Es ist keine angenehme Vorstellung für Ärzte, aber in Zeiten der Coronavirus-Pandemie durchaus denkbar: Es gibt nur noch einen Beatmungsplatz, aber zwei COVID-19-Patienten, die diesen benötigen. Wie sollen Ärzte nun entscheiden? In dieser Episode des "ÄrzteTag"-Podcasts erläutert Elisa Hoven, Professorin für Strafrecht an der Universität Leipzig, die strafrechtliche Situation rund um die Triage. Außerdem spricht sie über den Tatbestand Tötung durch Unterlassen, und wie sich aus rechtlicher Perspektive die Situation verändert, wenn bereits der Beatmungsplatz belegt ist, aber ein neuer Patient behandelt werden soll.
undefined
Jul 22, 2020 • 23min

Wie kann Homeoffice Ärzte entlasten, DAK-Chef Storm?

Andreas Storm über die positiven Effekte von Homeoffice – und die Tele-AU In der Corona-Krise hat nicht nur die Digitalisierung einen Boom erlebt, auch aufs Homeoffice gab es – aus Gründen – einen regelrechten Run. Die DAK-Gesundheit hat mit zwei repräsentativen Umfragen untersuchen lassen, wie sich die Einstellung der Bürger während Corona geändert hat. Fazit: Die Menschen lieben Homeoffice und sehen mehr Vor- als Nachteile. Sie fühlen sich weniger gestresst, produktiver, und sie loben die bessere Work-Life-Balance. Was bedeutet das für die Gesundheitsprävention, die Betriebsmedizin und das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM), wenn Homeoffice künftig einen größeren Stellenwert einnehmen wird? Darüber sprechen wir in dieser „ÄrzteTag“-Episode mit DAK-Chef Andreas Storm. Und wir reden darüber, wie auch Ärzte und Pflegeberufe von den Vorteilen von Homeoffice und der Digitalisierung profitieren können. Foto: Christoph Soeder / dpa

The AI-powered Podcast Player

Save insights by tapping your headphones, chat with episodes, discover the best highlights - and more!
App store bannerPlay store banner
Get the app