FOODTALKER - Podcast über die Leidenschaft fürs Kochen und gutes Essen

Boris Rogosch
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Nov 26, 2021 • 47min

#82 Thomas Sampl & Jens Mecklenburg - So schmeckt Hamburg

im Gespräch mit Boris Rogosch Wie schmeckt eigentlich Hamburg? Das erzählen uns Kulinarik-Autor Jens Mecklenburg (Nordische Esskultur - Das Genussportal) und Slowfood-Koch Thomas Sampl (Restaurant und Markthalle „Hobenköök“). Beide haben sich zusammengetan, um diese Fragen zu beantworten. Das Ergebnis ist das „Das neue HAMBURG KOCHBUCH“, in dem es fast 100 für Hamburg typische Gerichte gibt - von historisch über klassisch bis hin zur modernen Neuinterpretation. Hierzu gehören alte Rezepte für Aalsuppe, Birnen, Bohnen & Speck, Labskaus, Scholle Finkenwerder Art, Hamburger Pannfisch, Fliederbeersuppe bis zu neuen Varianten wie Geschmorte Salatgurke, Holunder-Tomaten-Suppe, Enten-Taco oder Veganer Grünkohl. Die beiden Autoren möchten erreichen, dass die hamburgische Ess-Tradition auch für die nächsten Generationen lebendig bleibt. Hierfür liefern sie uns die Geheimnisse der alten Rezepte und ihrer Entstehung, übertragen diese in heutige Geschmackswelten und regen zum Nachkochen an. Auch wenn die Beiden es geschafft haben, ein gemeinsames Buch herauszubringen, so sind sie sich in einigen Fragen noch immer nicht ganz einig. Auf die Frage beispielsweise, ob Fisch zum Labskaus gereicht werden soll - und wenn ja, welcher - können die beiden sehr kontrovers diskutieren. Auch die genaue Herkunft des Franzbrötchens bleibt fraglich, aber letztlich regt all das zu einer Auseinandersetzung mit traditioneller und regionaler Küche an. Und am Ende besteht dann Einigkeit darüber, wie Hamburg oder besser die Hamburgische Küche tatsächlich schmeckt. Die Autoren von "Das neue HAMBURG KOCHBUCH": Der Slow-Food-Koch Thomas Sampl betreibt mit Partnern im Hamburger Oberhafen die Hobenköök und setzt sich seit Jahren für eine neue norddeutsche und Hamburg-Küche ein. Er kocht regelmäßig für die NDR-Sendung Visite. Jens Mecklenburg ist Herausgeber der Edition Nordische Esskultur im KJM Buchverlag und dieses gleichnamigen Online-Magazins. Er engagiert sich vielfältig für die Weiterentwicklung regionaler Genusskultur. Links zu dieser Episode: Thomas Sampl - Webseite: https://www.thomas-sampl.de Thomas Sampl bei Instagram: https://www.instagram.com/thomas_sampl Jens Mecklenburg's Nordische Esskultur: https://www.nordische-esskultur.de KJM Verlag - Das neue HAMBURG KOCHBUCH: https://www.kjm-buchverlag.de/produkt/das-neue-hamburg-kochbuch Diese Episode wird präsentiert von: Der Große Restaurant & Hotel Guide: Ein Guide für Gäste - Inspirationen für Menschen mit Stil und Geschmack Cucinaria - der Küchentempel: Das Fachgeschäft für Küchen-Accessoires und Küchengeräte in Hamburg
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Nov 19, 2021 • 48min

#81 Rolf Fliegauf - Erfrischend und weltoffen

im Gespräch mit Boris Rogosch Rolf Fliegaufs Kochstil ist nach eigener Beschreibung erfrischend und weltoffen - „es muss etwas passieren im Mund“. Mit seiner aromatischen, auf Produkte fokussierten Küche mit japanischen und mediterranen Einflüssen sowie regionalen Akzenten ist er einer der höchstdekorierten Köche in der Schweiz. Angefangen hat seine Karriere in der Restaurant-Küche der Eltern im bayrischen Nördlingen. Im Alter von 16 Jahren begann er seine Ausbildung und wechselte 2000 nach Baiersbronn, machte danach einen Ausflug nach Sylt und ging in die Schweiz als Sous Chef im Hotel Lenkerhof. 2007 wurde Rolf Fliegauf Küchenchef im Hotel Giardino Ascona. Dort machte er aus einem einfachen Hotelrestaurant das Gourmetrestaurant ECCO und der Aufstieg begann. 2011 im Alter von 29 Jahren wurde er dann zum jüngsten 2-Sterne-Koch Europas gekürt. Rolf Fliegaufs Küche ist leicht und kreativ, ein wohl dosiertes Spiel aus Säure und Schärfe. Da, wo es möglich ist, werden regionale Produkte verarbeitet, wie der Risottoreis, der unmittelbar vor der Tür gedeiht, bis hin zum Saibling aus den Seen oder dem Zucht-Lachs aus Graubünden. Auf die Frage, welche Zutaten er besonders liebt, erwidert er ohne zu überlegen: Zitrusfrüchte und Schnittlauch. Und die findet man dann auch direkt in seinen Kreationen wieder. Seit 15 Jahren ist Rolf Fliegauf nun schon in seiner Wahlheimat Tessin, am Lago Maggiore und fühlt sich hier hörbar wohl. Er genießt dort das reichhaltige Angebot der lokalen Küche, den See und das angenehm warme Wetter. Doch viel Zeit zum Entspannen gibt es nicht, denn nach der Sommersaison zieht das gesamte Team des Restaurant ECCO von Ascona in das gleichnamige Restaurant in St.Moritz und verbringt dort die Wintersaison. Auch dieses Haus ist mit 2-Sternen ausgezeichnet. Man könnte es schlechter treffen: Im Sommer am Lago Maggiore und im Winter im Schnee. Dass ein solches Nomadenleben nicht immer leicht ist, versteht sich von selbst. Aber Rolf Fliegauf hat ja das Glück, mit seiner Frau, die den Service im ECCO leitet, zusammen zu arbeiten und somit keine lange Trennung eingehen zu müssen. Wenngleich es auch Nachteile haben kann, denn der Job ist immer präsent. Wenn er nicht in den ECCO Restaurants zu finden ist, dann geht er leidenschaftlich gern auf kulinarische Reisen und entdeckt neue Länder, Küchen und landestypische Spezialitäten. Der Foodtalker hat sich mit Rolf Fliegauf im schönen Hotel Friedrikenhof bei Lübeck getroffen, wo er im Rahmen des Schleswig-Holstein Gourmet Festivals an 3 Abenden gekocht hat. Rolf Fliegauf ist regelmäßiger Gast des Schleswig-Holstein Gourmet Festivals. Er mag Ausflüge wie diese, genießt den Kontakt zu den Gästen und versteht sich als Botschafter für das Tessin und für die Giardino Hotels. Wie er so eine Gastkoch-Session vorbereitet, was er schon von zu Hause mitbringt und welche Abstimmung mit dem Team vor Ort im Vorwege erfolgt, dass erzählt er in diesem Podcast. Im Anschluss an unser Gespräch durfte ich dann sein wunderbar facettenreiches und zugleich ausgewogenes Menü essen. Aber hört selbst… Links zu dieser Episode: Rolf Fliegauf bei Instagram: https://www.instagram.com/rolffliegauf Restaurant ECCO Ascona: https://giardinohotels.ch/ascona/restaurants/restaurant-ecco-ascona Restaurant ECCO St.Moritz: https://giardinohotels.ch/st-moritz/restaurants/restaurant-ecco-stmoritz Schleswig-Holstein Gourmet Festival: https://www.gourmetfestival.de Hotel Friederikenhof: https://www.friederikenhof.de Diese Episode wird präsentiert von: Der Große Restaurant & Hotel Guide: Ein Guide für Gäste - Inspirationen für Menschen mit Stil und Geschmack Cucinaria - der Küchentempel: Das Fachgeschäft für Küchen-Accessoires und Küchengeräte in Hamburg
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Nov 12, 2021 • 57min

#80 Nic Shanker - Shake it easy

im Gespräch mit Boris Rogosch Nic Shanker hat vor über 20 Jahren seinen Platz hinter der Bar gefunden und kann sich nicht vorstellen, diesen Platz so schnell wieder zu räumen. Man kennt den omnipräsenten Barkeeper vor allem aus der VOX TV-Show "First Dates", wo er gemeinsam mit Gastgeber Roland Trettl die Gäste empfängt und dafür sorgt, dass diese mit dem ersten Drink ein wenig gelockert in ihr Blind Date gehen. Aber auch mit seinem Cocktail-Catering Unternehmen, als Buchautor oder Markenbotschafter - bei ihm dreht sich alles um das Thema Bar. Wir sprechen darüber wie er den Weg hinter die Bar gefunden hat, über die Kunst, Drinks zu kreieren, und wie man lernt, die Gäste in einer Bar zu lesen. Welche Rolle regionale Zutaten wie Honig oder Essig in seinen Drinks spielen und welche Gemeinsamkeiten es zwischen Küche und Bar gibt, sind unsere Themen. Nic erzählt aber auch, wie er den Lockdown erlebt hat und welche Produktideen er in dieser Zeit umgesetzt hat. Eine dieser Ideen ist seine "Moments Box" - eine aufwendig gestaltete Geschenkbox für besondere Anlässe, auf die er sehr stolz ist. Und selbstverständlich mixt er mir auch einen wunderbaren Drink - seinen Lieblingsdrink: den Negroni. Allerdings in abgewandelter Form als MonteNegroni mit Amaro Montenegro. Nic Shanker ist genau der Typ, mit dem man sich gerne in entspannter Atmosphäre an der Bar unterhalten und den einen oder anderen Drink zu sich nehmen möchte. Eben einer, der viel vom Leben und den Menschen versteht. Und selbstredend auch genau weiß, welchen Drink du gerade brauchst. Für dieses Gespräch haben wir uns in der Düsseldorfer "The Oaks Bar" getroffen. Links zu dieser Episode: https://nicshanker.de https://moments-box.com https://www.instagram.com/nic_shanker https://theoaksbar.de/ Diese Episode wird präsentiert von: Der Große Restaurant & Hotel Guide: Ein Guide für Gäste - Inspirationen für Menschen mit Stil und Geschmack Cucinaria - der Küchentempel: Das Fachgeschäft für Küchen-Accessoires und Küchengeräte in Hamburg
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Nov 5, 2021 • 1h 6min

#79 Markus Rüsch (AKI) - Kaviar und Dosenbier

im Gespräch mit Boris Rogosch Markus Rüsch, Chef des Familienunternehmens AKI, dem Altonaer Kaviar Import Haus, empfängt mich gutgelaunt mit einer Dose Holstenbier und ein paar Probedöschen Kaviar. Bier so sagt er, ist ein prächtiger Begleiter zum Kaviar, ebenso wie Süßwein. Champagner findet Rüsch - obwohl von vielen zu Kaviar bevorzugt - aufgrund seiner Säure gar nicht so passend und Wodka - wie in Russland - sei auf die Dauer zu ungesund. Wir wollen nicht nur reden, sondern auch verkosten, vielmehr möchte ich verkosten und Markus Rüsch tischt gerne auf und erklärt mir im späteren Verlauf des Gespräches die unterschiedlichen Kaviar-Sorten. Aber bevor wir probieren, berichtet uns Markus Rüsch über die Entwicklung der Kaviargewinnung von den 80ern des letzten Jahrhunderts bis in die heutige Zeit. Damals reiste er mit seinen Eltern ans Kaspische Meer und es wurde eingekauft, ab den 90ern brach der Kaviar-Markt zusammen, die Störbestände waren nahe Null und man sah wenig Zukunft mehr für den Kaviarhandel. Die Alternative war der Kaviar vom Stör aus Aquakulturen, doch die Qualität war anfangs äußerst dürftig, entwickelte sich dann aber mit der Zeit und ist heute auf einem hervorragenden Niveau. Aber nicht nur der Kaviar vom Stör in seinen unterschiedlichen Facetten, sondern auch der sogenannte Trend-Kaviar von Forelle, Lachs, Saibling und Co. sind das Geschäftsfeld von AKI. Sogar veganer Algenkaviar hat seinen Platz gefunden. Markus Rüsch, der schon im Krabbelalter mit Kaviar gefüttet wurde, möchte dem Kaviar die anhaftende Exklusivität und Luxuriösität nehmen und empfiehlt seinen Kaviar zum Butterbrot, zu Spiegelei mit Kartoffelpürree und zu Pasta mit Buttersauce. Natürlich schätzt er auch die Kreationen der von ihm belieferten Sterneköche, aber Kaviar kann und soll, seiner Meinung nach die besondere Zutat zu einem einfachen Gericht sein. Er wünscht sich mehr Leichtigkeit und weniger Berührungsängste im Umgang mit Kaviar und vielleicht auch deshalb realisiert AKI im Berliner KaDeWe nun auch sein erstens gastronomisches Konzept: Das PEARLOSSOL - eine Bar für den lässigen Kaviargenuss, in der Stephan Krogmann für das kulinarische Konzept und die Umsetzung verantwortlich zeichnet. Markus Rüsch lebt Kaviar mit jeder Zelle seines Körpers und wenn er von dem „Zeug“ spricht, so spürt man immer die große Achtung und Verbundenheit zum Produkt, zum Tier, zu seinen Lieferanten und Geschäftspartnern. Die fast 100 Jahre alte Kaviartradition kommt in jedem Satz durch und zeigt gleichzeitig innovativ in die Zukunft. So kreierte AKI beispielsweise ein GastronomieSet bestehend aus Kartoffelchips, Creme Fraiche und Forellenkaviar, welches sich insbesondere in Bars einer hohen Beliebtheit erfreut. Und dabei betont er gerne, dass die Chips von Kartoffeln aus Oldenburg, das Salz von der Insel Sylt und der Forellenkaviar aus der Lüneburger Heide kommt. Regionalität also auch beim Kaviar! Als es endlich zur Verkostung geht, dreht Markus Rüsch noch mal so richtig auf. War er vorher schon in seinem Element, so ist er jetzt nicht mehr zu bremsen und erklärt voller Hingabe Qualitäten, Konsistenz, Herkunft und Geschmacksnuancen der verschiedenen Kaviarsorten. Ich höre zu und erlebe dabei ganz besondere Genussmomente. Solche Kaviartastings kann zukünftig jeder, der mag, im Hause AKI selbst erleben, und ich bin der Meinung, das sollte man sich nicht entgehen lassen. Sicherlich kommt dann auch Markus Rüsch um die Ecke und gibt seinen Lieblingsspruch zum Besten „Lass‘ das Salz weg. Nimm Kaviar!“ Links zu dieser Episode: AKI - Altonaer Kaviar Import Haus - Webseite AKI bei Instagram Diese Episode wird präsentiert von: Der Große Restaurant & Hotel Guide: Ein Guide für Gäste - Inspirationen für Menschen mit Stil und Geschmack Amaro Montenegro - der legendäre Likör aus Italien – seit 1885
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Oct 22, 2021 • 54min

#78 Alexander Wulf (TROYKA) - Drei beste Freunde und die russische Seele

im Gespräch mit Boris Rogosch Alexander Wulf, Marcel Kokot und Ronny Schreiber sind eine TROYKA. Für die zwei Küchenchefs und den Sommelier bedeutet TROYKA aber viel mehr: Freundschaft, Familie, Zusammenhalt, Kraft, Energie und Respekt. Ob als Tellerwäscher und Koch, Koch und Lehrling - immer wieder kreuzten sich ihre Wege und dass, obwohl alle Drei ihren Weg unabhängig voneinander gegangen waren. Jetzt eröffnet Alexander Wulf, bis vor kurzem einziger Sternekoch mit russischen Wurzeln, gemeinsam mit seinen Freunden, dass nach ihren Wünschen gestaltete, neugebaute Restaurant in Erkelenz - Neu-Immerath. Ein Wunschtraum geht in Erfüllung und die TROYKA-Brüder haben sich für ihre neue Wirkungsstätte so einiges einfallen lassen. Was, das erfährst du in diesem Podcast. Alexander erzählt außerdem sehr emotional und offen von seiner Kindheit, dem Glauben an sich selbst, von den ersten Jobs, seinem Werdegang, den ersten Fernsehauftritten und von der russischen Seele. Nebenbei erfahren wir vieles über die sehr vielfältige russische Küche und Lebensart. Links zu dieser Episode: Restaurant TROYKA - Webseite Restaurant TROYKA bei Instagram Diese Episode wird präsentiert von: Der Große Restaurant & Hotel Guide: Ein Guide für Gäste - Inspirationen für Menschen mit Stil und Geschmack Amaro Montenegro - der legendäre Likör aus Italien – seit 1885
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Oct 16, 2021 • 53min

#77 Dänemarks Austernfestival 2021 - Von Austernsafari bis Kochwettberb

vorgestellt von Boris Rogosch Die Wattenmeerküste Südjütlands gilt als Dänemarks Austernküste und lockt aus aller Welt Gourmets und Liebhaber von Meeresfrüchten. Nicht durch Zufall ist dann auch die Nordseeinsel Rømø Austragungsort von „Danmarks Østersfestival“ (dt. Dänemarks Austernfestival). Die Aktivitäten reichten von Austernsafaris über Kochwettbewerbe bis hin zu Austernverkostungen mit eigens für das Festival produziertem Champagner. Die Auster ist ein großes Thema in Dänemark. Die einheimische Auster ist um 1900 ausgestorben, doch in den 1960er Jahren bekamen zwei Produzenten am Wattenmeer, auf Sylt und auf Römö, die Lizenzen zur Austernzucht. So wurde die pazifische Auster auch hier eingeführt, die ja in ganz Europa verbreitet ist. Und wie andernorts auch verbreitete sie sich im Wattenmeer rasant. So sehr, dass sie nun anderen Spezies im Ökosystem Watt den Lebensraum nimmt. Deshalb lautet der Slogan dann auch: "If you can’t beat them, eat them!“ Da gibt es viel zu tun. Geschätzte 72.000 Tonnen Austern gedeihen allein im Watt entlang der dänischen Nordseeküste. Das Austernfestival zielt auch darauf ab, die leckeren Schalentiere einem breiteren Publikum schmackhaft zu machen, mithilfe bekannter und berühmter Köche vor allem, aber nicht nur aus Dänemark. Spitzenköche aus Dänemark, Belgien, Deutschland treten zum Wettbewerb „Austernkoch des Jahres“ gegeneinander an, auf den auch außerhalb des Festivals beliebten Austernsafaris können interessierte die Tiere bei geführten Ausflügen im Watt selber sammeln und anschließend roh genießen oder verschiedene Arten der Zubereitung kennenlernen. Während einer Publikumsveranstaltung werden auf Rømø beim „Oyster Grand Prix“ die besten Austern der Welt ausgezeichnet. Bis zu einem Dutzend Länder lassen jeweils ihre Austern von der versammelten Jury unter dem Vorsitz von Victor Monchamp bewerten. Solche und ähnliche Veranstaltungen machen das Festival zu einem gelungenen Mix aus Publikumsevent einerseits und Treffpunkt von Köchen und Gastronomen andererseits. Im Rahmen der Festvials hat Boris Rogosch, der Foodtalker, die unterschiedlchsten Teilnehmer zum Gespräch geladen: Bernd Sautter, Foodscout Bente, Naturcenter Tønnisgård Hans Beck Thomsen, dänische Kochlegende Björn Juhnke, Restaurant Haco, Hamburg Robert Stolz, eat.share.live, Plön Jasmin Enzler, herzhaft.pervers.süss Lars Michel, Restaurant Manager bei The Omnia Mountain Lodge Zermatt Mats, Visit Denmark Nicolaj Møller, Treetop Restaurant Vejle - Austernkoch des Jahres 2021 Das nächste Austernfestival findet im Oktober 2022 statt. https://www.danmarksoestersfestival.dk Diese Episode wird präsentiert von: Der Große Restaurant & Hotel Guide: Ein Guide für Gäste - Inspirationen für Menschen mit Stil und Geschmack Cucinaria - der Küchentempel: Das Fachgeschäft für Küchen-Accessoires und Küchengeräte in Hamburg
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Oct 8, 2021 • 51min

#76 Andreas & Lars von Frisch Gefischt - Vom Kutter direkt in die Küche

im Gespräch mit Boris Rogosch Lars Bäumer und Andreas Reinhardt sagen, "Frisch Gefischt ist nicht nur unser Name – es ist vor allem ein Versprechen". Sie bilden mit ihrer jungen Unternehmung die Brücke zwischen traditionellem Fischereihandwerk und Abnehmern, die sich genau wie sie für bewussten, saisonalen und vor allem frischen Genuss begeistern. Nach dem Anlanden liefern sie den Fisch auf direktem Weg, im eigenen Kühltransporter, in die Küchen ausgewählter Restaurants und Fachgeschäfte in Norddeutschland. Sie wissen genau, wo und wie der Fisch an Land kommt, und legen dabei großen Wert auf nachhaltige Fangmethoden und das Einhalten von Schonzeiten. Durch faire Bezahlung und die Wertschätzung der Arbeit "ihrer" Fischer wollen sie dazu beitragen, dieses historisch gewachsene Handwerk zu sichern. Vor einiger Zeit haben die beiden festgestellt, dass es selbst in Hamburg kaum möglich ist, Fisch unmittelbar von der deutschen Küste zu bekommen. Ein Großteil des Fangs landet erst bei Auktionen in den Niederlanden oder Dänemark, um anschließend nach Deutschland zurück transportiert zu werden. Als Antwort darauf gründeten Lars und Andreas im Frühjahr 2019 Frisch Gefischt und beliefern seither Gastronomen im norddeutschen Raum. Schon früh beschäftigte Lars die Frage, wie frischer Fisch auf seinen Teller kommt. Davon angetrieben arbeitete er nach dem Abitur auf einem Thunfisch-Longliner im Südpazifik und während des Studiums bei einem familiengeführten Fischhandel. Dadurch lernte er viel über die Handelspolitik im Fischsektor. Zusammen mit seinem Jugendfreund Andreas entwickelte er daraufhin das Konzept von Frisch Gefischt. Sie kauften einen Kühltransporter und legten los. Mittlerweile stehen die Kunden Schlange und es gibt Pläne, das Geschäft zu erweitern. Wir sind gespannt und behalten die Jungs von Frisch Gefischt im Auge. Links zu dieser Episode: FRISCH GEFISCHT - Webseite FRISCH GEFISCHT bei Instagram Diese Episode wird präsentiert von: Der Große Restaurant & Hotel Guide: Ein Guide für Gäste - Inspirationen für Menschen mit Stil und Geschmack Cucinaria - der Küchentempel: Das Fachgeschäft für Küchen-Accessoires und Küchengeräte in Hamburg
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Sep 24, 2021 • 1h 26min

#75 Hendrik Thoma - Mehr Spaß im Glas

im Gespräch mit Boris Rogosch Zur 75. Foodtalker-Epsiode habe ich endlich den Weinprofi Hendrik Thoma vor’s Mikro bekommen. Ich nenne ihn den Popstar unter den Weinhändlern, den Entertainer unter den Sommeliers und das ist bestimmt bei weitem nicht übertrieben. Hendrik Thoma ist außerdem gelernter Koch, Autor, Weinberater, Moderator und er hat die ganz besondere Gabe, Menschen den Genuss von Wein wie selbstverständlich zu vermitteln. Und genau das macht er mit mir in dieser Jubiläumsfolge, denn er nimmt mich mit, wie er sagt, in die Geschmacksschule, in einen Sensorikkurs und führt mich so etwas tiefer in die Welt des Weines ein - wo ich einige sehr erstaunliche Erkenntnisse gewonnen habe. Hendrik hat nicht nur ein unfassbares Weinwissen, sondern auch das Talent dieses ganz entspannt und unterhaltsam anzubringen. Sieht man sich seinen Videoblog an, in dem er Weine für seinen Online-Weinhandel Wein am Limit vorstellt, so ist das eher der Kategorie Entertainment teils sogar Comedy als der nüchternen Warenkunde zuzuschreiben. Er ist dabei höchst amüsant, ein wenig provokant, sehr informativ und es geht immer um „mehr Spass im Glas“ - so auch sein Claim. Dass Hendrik Thoma einer von nur 270 Master Sommeliers weltweit ist und damit überall in jedem Restaurant der Welt als Sommerlier anheuern könnte, merkt man spätestens dann, wenn er sein Wissen, seine Erfahrungen und Erlebnisse mit uns teilt, die er „im Dienste des Weines“ hatte. Einst als Koch gestartet, entdeckte er bei einem Engagement in den USA relativ schnell seine Passion für Wein und blieb dabei. Heute bringt er den Menschen mit seinem Weinhandel ausgefallene Weine näher, hebt seltene Schätze und findet immer wieder ganz besondere Winzer und Gewächse, die es zu entdecken gilt. Er ist sozusagen das Trüffelschwein, das kleine Indielabel unter den Weinhändlern, wie man in der Musik sagen würde. Er entdeckt Trends und wunderbare kleine Perlen, die er dann, abseits des Mainstreams groß macht. Ich wünsche euch ganz viel Spaß bei dieser Episode mit Hendrik Thoma, in der es auch mal philosophisch und bisweilen auch nachdenklich zugeht. Und vorwarnen muss ich euch auch, denn wir verkosten 4 unterschiedliche Weine und diese spucken wir größtenteils wieder aus. Das macht ein unschönes Geräusch, aber da wir diesen Podcast morgens aufgenommen haben, dürfen wir um euer Verständnis bitten, die kostbaren Tropfen nicht hinunter geschluckt zu haben. Die verkosteten Weine: 2020 GutsSilvaner - Weingut am Stein 2020 Menetou-Salon - Florian Mollet 2020 Nossa Calcário Bical - Filipa Pato & William Wouters 2019 Morgon - Julien Sunier Also, lehnt euch bitte zurück und genießt diese Jubliäumsfolge mit Überlänge - am besten mit einem guten Glas Wein. Links zu dieser Episode: Wein am Limit - Online-Shop Wein am Limit - Videos Wein am Limit bei Instagram und Facebook Diese Episode wird präsentiert von: Der Große Restaurant & Hotel Guide: Ein Guide für Gäste - Inspirationen für Menschen mit Stil und Geschmack Amaro Montenegro - der legendäre Likör aus Italien – seit 1885
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Sep 10, 2021 • 1h 2min

#74 Hendrik Otto - "Wenn ich in der Küche stehe, merke ich wie glücklich mich das macht"

im Gespräch mit Boris Rogosch Hendrik Otto ist Spitzenkoch und Küchenchef im Lorenz Adlon Esszimmer, das Gourmetrestaurant im weltberühmten und geschichtsträchtigen Hotel Adlon in Berlin. Er ist mit diversen Auszeichnungen dekoriert und dazu zählen unter anderem 2 Michelin Sterne, die er zum mittlerweile 10. Mal verteidigt hat. Seit mittlerweile 11 Jahren ist Hendrik Otto für die höchsten kulinarischen Genüsse im Adlon zuständig und fühlt sich hier nach wie vor pudelwohl. In den Medien sieht und hört man nicht ganz so viel von ihm - man fragt sich warum eigentlich - aber dafür umso mehr in der Küche, wo er, wie er sagt, jeden Tag seinen Posten kocht und sein Job ihn am Glücklichsten macht! Aber auch bei den Gästen, unter denen sich auch die Topstars und Staatschefs tummeln, fühlt er sich wohl und tauscht sich gerne mit ihnen aus. Selbst wenn mancher Gast glaubt, ihm ein paar gute Kochtipps mit auf den Weg geben zu müssen. Hendrik Otto plaudert sehr gut aufgelegt darüber, wie sein Vater die Entscheidung Koch zu werden forcierte, wer seine Mentoren waren und wann er seinen eigenen Küchenstil gefunden hat. Was sich Hendrik Otto für die Zukunft noch so vorstellen kann, warum Spitzenköche selten zu privaten Essen eingeladen und weshalb ein einziges Signature-Gericht nicht stellvertretend für die Kochphilosophie eines Sternekochs stehen kann, erzählt Otto in diesem Gespräch sehr unterhaltsam und sympathisch. Viel Spass beim Hören! Links zu dieser Episode: Hendrik Otto bei Instagram Lorenz Adlon Esszimmer - Webseite Lorenz Adlon Esszimmer bei Instagram Diese Episode wird präsentiert von: Der Große Restaurant & Hotel Guide: Ein Guide für Gäste - Inspirationen für Menschen mit Stil und Geschmack Amaro Montenegro - der legendäre Likör aus Italien – seit 1885
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Aug 27, 2021 • 1h 3min

#73 Doris und Ernst Schuster (Obstquelle) - Im Apfel-Paradies

im Gespräch mit Boris Rogosch Auf der idyllisch gelegenen Plantage der Obstquelle Schuster im Schwentinetal bei Kiel wachsen rund 90 Apfelsorten. Von Äpfeln über Apfelsaft, Apfelmarmelade bis hin zum Apfelwein sowie Quitten und Birnen wird bei Doris Schuster und Familie alles selbst angebaut und hergestellt. Doris Schuster und ihr Vater Ernst sprechen ganz viel über Äpfel, die unterschiedlichen Sorten, über Geschmack, Trends und Haltbarkeit - aber auch über Direktvermarktung, Nachhaltigkeit, Hofnachfolge, Generationswechsel und die aktuelle Entwicklung in der Landwirtschaft. Der in dritter Generation bewirtschaftete Familienbetrieb wurde im Jahr 2015 von Ernst Schuster an seine Tochter Doris übergeben. Was jedoch nicht heißt, dass er es sich nun im Schaukelstuhl gemütlich macht. Der umtriebige Senior ist nämlich auch noch Gründer und Vorsitzender der Nordbauern und Mitbegründer der Genossenschaft AKOWIA, die sich für den Erhalt alter Streuobstwiesen einsetzt. Auf dem Hof ist er ebenfalls noch kräftig am Werk und hat in den letzten Jahren mit der Weinherstellung begonnen. Angefangen hat er mit Apfelwein, aber mittlerweile gibt es auch Quittenwein, Apfel-Birnen- und Apfel-Quitten-Wein. Dass Doris Schuster den Betrieb mal übernehmen würde, war zunächst nicht abzusehen. Zunächst studierte sie einige Semester Kunst und arbeitete am Theater. Nachdem Vater Ernst keinen Nachfolger für den Betrieb finden konnte, verabschiedete sich Tochter Doris von ihrem Leben in der Großstadt, kehrte zurück in die Heimat und absolvierte eine Ausbildung zur Gärtnerin (Fachrichtung Obstbau) gefolgt von einem Meisterkurs für Obstbaumschnitt. Ausgezeichnet mit den nötigen Qualifizierungen, selber ausbilden zu dürfen, übernahm sie die Leitung der elterlichen Obstplantage. Doris Schuster ist mittlerweile eine erfahrene Fachfrau, führt heiße Fachgespräche mit ihrem Vater, liebt es, mit der Natur zu leben und legt sehr viel Wert auf naturnahen Anbau. So bleibt der Schnitt nach dem Mähen auf den Flächen, um zu Mulchen und liefert dem Boden dadurch die benötigten Nährstoffe. Die von Gräsern dominierte Krautschicht der Plantage weist eine große Anzahl blühender Wiesenkräuter auf. Hier sind vor allem Insekten, Spinnentiere und Tausendfüßer beheimatet. Damit bietet die Anlage Unterschlupf und Nahrung für viele Kleintiere. Steinhaufen. Auch ein Teich gibt Amphibien und zahlreichen Libellen ein Zuhause. Allein schon aus diesen Gründen versuchen die Schusters den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln so gering wie möglich zu halten. Nach längeren Recherchen fanden sie ein biologisches Mittel gegen den Kommaschildlausbefall ihrer Apfelbäume. Der „Ab-Hof-Verkauf“ begann schon 1970 im kleinen Stil direkt aus dem Lager heraus. Um 1980 entstand auf dem Hof dann ein kleiner Laden, in dem die selbst angebauten und hergestellten Produkte verkauft wurden. Inzwischen werden hier nicht nur das eigene Obst, sondern auch die selbst hergestellten Produkte wie Moste und Marmeladen von Doris Schusters Mutter hergestellt und die Weine von Ernst Schuster angeboten. Das Angebot hat sich vervielfältigt. Denn es wurden auch hochwertige Erzeugnisse von anderen Höfen aus der Region, vor allem von den Nordbauern, in das Sortiment aufgenommen. Eine tolle Episode nicht nur für Apfelfreunde - viel Spass beim Hören. Foto:©Arendt Schmolze Links zu dieser Episode: Obstquelle - Webseite Die Nordbauern Schleswig-Holstein e.V.- Webseite Diese Episode wird präsentiert von: Der Große Restaurant & Hotel Guide: Ein Guide für Gäste - Inspirationen für Menschen mit Stil und Geschmack Mazzetti l'Originale - das Traditionsunternehmen aus Italien steht für Leidenschaft, Familientradition und natürlich Aceto Balsamico di Modena!

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