Payment & Banking Fintech Podcast

Das Team von Payment & Banking
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Jan 23, 2026 • 54min

#551: Private Credit 2.0: Wie neue Kreditmodelle den Finanzmarkt verändern

mit Kevin Hackl & Credibur-Gründer Nicolas Kipp Private Credit für die einen Heilsbringer für underbanked Unternehmen, für die anderen Teufelszeug und Wegbereiter für neue Schieflagen am Finanzmarkt. Mit Nicolas Kipp, Gründer von Credibur, schauen wir mit einem absoluten Experten hinter die Kulissen eines boomenden Marktes. Mit der Gründung von Credibur, trägt er dazu bei, Kreditgeschäfte durch Daten und Automatisierung transparenter, einfacher und sicherer zu machen. In der Folge beleuchten wir Nicolas Weg über Ratepay und der Gründung von Banxware hin zu seinem neuesten Venture Credibur. Dabei gehen wir nicht nur auf seine Begeisterung für Risk im Kreditgeschäft ein, sondern lernen auch, wie die Gründung von Credibur verlaufen ist und worauf es in der Startphase beim Aufbau eines jungen Unternehmens ankommt.Danach beleuchten wir, wie das Private Credit Geschäft funktioniert, welche Player und Interessenlagen involviert sind und worauf es ankommt. Debt Facility, Orginator, Lender, Re-Financing, Borrower – hier lernst Du worauf es ankommt und warum Nicolas Credibur gegründet hat.Selbstverständlich gehen wir auch auf Kritikpunkte ein, insbesondere was die Sorge vor Schieflagen am Kapitalmarkt anbelangt. Wir diskutieren wie der Wunsch nach Wachstumsfinanzierung, finanzielle Stabilität und der Bedarf an Private Credit in Einklang gebracht werden können. Viel Spaß beim Reinhören.
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Jan 21, 2026 • 21min

Alles Legal #123: EUDI-Wallet: Haftung, Regress & Risiken im Zahlungsverkehr

mit Dana Wondra & Peter Frey von Annerton Podcastfolge zur Risikoverteilung beim Einsatz der EUDI-Wallet im Zahlungsverkehr – mit Peter Frey. Annerton-Experte Peter Frey erklärt im „Alles Legal“-Podcast, welche Haftungsrisiken mit dem Einsatz der EUDI-Wallet verbunden sind und wo der Gesetzgeber dringend nachbessern sollte. In Folge 4 unserer Serie zur EUDI-Wallet geht es um eine der entscheidenden Fragen für die Praxis: Wer haftet, wenn etwas schiefläuft? Dana Wondra und Peter Frey beleuchten die Risiken beim Einsatz der Wallet im Zahlungsverkehr – etwa wenn eine Zahlung fälschlicherweise autorisiert wurde, fehlerhafte Daten im Spiel sind oder technische Schwächen auftreten. Zentraler Punkt: Auch bei Einsatz der Wallet bleibt die Bank primäre Haftungsgegnerin des Kunden. Wenn ein Kunde eine Zahlung bestreitet, trägt die Bank die Beweislast für die Autorisierung – selbst wenn die Wallet genutzt wurde. Die Bank haftet gegenüber dem Zahler – unabhängig davon, wo der Fehler passiert ist. Problematisch wird es, wenn die Bank Regress nehmen will. Denn: Es fehlt an klaren Regeln. Weder eIDAS noch PSD2 oder die Entwürfe von PSD3/PSR regeln ausdrücklich, ob und wie Banken Schadensersatz vom Wallet-Anbieter verlangen können. Ein vertragliches Verhältnis zwischen der Bank und dem Wallet-Anbieter, aus dem sich Regressansprüche der Bank ergeben könnten, wird meist nicht bestehen. Hinzu kommen tatsächliche Hürden: Selbst wenn es einen Anspruch gäbe, wäre es für Banken schwer nachzuweisen, dass der Fehler beim Wallet-Anbieter lag, da sie keinen Einblick in dessen Systeme haben. Peter Frey plädiert daher für klare gesetzliche Regelungen – etwa nach dem Vorbild der Haftung bei Zahlungsauslösediensten: „Jede Partei sollte für Fehler haften, die in ihrer Sphäre entstehen und im Zweifel nachweisen müssen, dass sie keinen Fehler verursacht hat.“ Fazit: Die Wallet bringt viele Chancen, aber ohne eindeutige Haftungsregeln droht Zurückhaltung im Markt. In der nächsten Folge werfen wir einen Blick nach vorn: Wie ist der aktuelle Stand und was muss noch getan werden, damit die Wallet zum EU-Erfolgsprojekt wird? Jetzt reinhören – überall, wo es Podcasts gibt.
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Jan 19, 2026 • 53min

3x3=10 #13: Quellensteuer einfach digital erstatten lassen

mit Marvin Vortkamp, Julian Prüfer & Nicolas Oldag von DivTax Investoren, welche von ausländischen Aktien Dividenden erhalten, werden in der Regel doppelt besteuert – einmal im Ausland und einmal im Inland. Ein Teil dieser Steuer ist erstattungsfähig, da Anleger doppelt besteuert werden. Trotzdem holen viele das Geld nicht zurück, weil der Prozess zu kompliziert, zu bürokratisch oder die Erstattungsmöglichkeit schlicht nicht bekannt ist. Nicolas von DivTax erklärt, wo die größten Reibungspunkte liegen (Formulare, spezielle Dokumente, länderspezifische Abläufe) und warum „Nachhalten“ eigentlich das Produkt ist[NO1] . Plus: Was Banken damit zu tun haben und warum Kooperation oft sinnvoller ist als Eigenbau. Warum es sich lohnt, die Folge komplett zu hören Weil Nicolas das Thema Quellensteuer im Gespräch sauber einsortiert, wo sie hingehört: nicht in die Steuer-Ecke, sondern in Produkt und ein Kundenerlebnis. Du bekommst: ein konkretes Beispiel, das sofort verständlich macht, wo Geld liegen bleibt. einen ehrlichen Blick darauf, warum Menschen den Prozess nicht machen: nicht aus Unwissen, sondern wegen Reibung. die Perspektive auf Banken & Support: Was passiert, wenn Transparenz eher vermieden als gestaltet wird? die Mechanik hinter „Prozess abnehmen“: Vollmacht, Dokumente, Einreichung, Nachhalten, Status u.v.m.Für Banken ist die wichtigste Entscheidung nicht „Bauen wir das?“, sondern: Lassen wir Kund:innen damit allein oder geben wir ihnen einen sauberen Weg?
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Jan 16, 2026 • 1h 13min

#550: Wie KI, BNPL und smarte Zahlungen das Kundenerlebnis neu definieren

mit Nicole Nitsche, Vanda Astfäller (Mollie) und Alexander Scheibel (Riverty) Wir stecken mitten in der Programmplanung für die kommende Payment Exchange und selten war so klar, wie stark Payment vom vermeintlichen Kostenfaktor zum Wachstumstreiber geworden ist. Gerade im “Golden Quarter” entscheidet sich, ob ein Shop nur ordentliche Zahlen schreibt oder die Conversion-Kurve wirklich nach oben zieht. In unserer neuen Podcast-Folge sprechen wir mit Vanda Astfäller (Mollie) und Alexander Scheibel (Riverty) darüber, wie sich Checkout, Abwicklung und Nachbetreuung zu einem durchgängigen Erlebnis verbinden: reibungslos im Moment des Kaufs, transparent und wertschätzend danach. Die beiden zeigen, wie ihre Kooperation entlang der gesamten Journey greift: Mollie bringt Geschwindigkeit und Klarheit in Checkout und Auszahlungen, Riverty übernimmt Risikoprüfung, Rechnungsprozesse und Service, immer mit dem Blick auf Loyalität statt kurzfristiger Effekte. Anhand eines konkreten BNPL-Praxisfalls wird messbar, wie sich der Nutzen nach Zahlungskosten und Chargebacks rechnet und welche Segmente und Warenkorbgrößen besonders profitieren. Wir diskutieren, wo KI heute spürbar wirkt, etwa bei der sinnvollen Reihenfolge von Zahlarten, bei fairen Freigabeentscheidungen oder beim Feintuning jenseits der „out-of-the-box“-Defaults und warum Service-Design mit Self-Service, flexiblen Raten und klarer Tonalität Streit vermeidet und Wiederkauf fördert. Der Blick nach vorn gilt Agentic Commerce: Chat-basierte Käufe mit Apple Pay, Multi-Protokoll-Strategien als Sicherheitsnetz für Händler:innen und sauber eingebettete Einwilligungen und KYC, ohne den Dialogfluss zu brechen. Einordnen hilft der Regulierungsrahmen, von neuen BNPL-Vorgaben über PSD3/PSR bis zu Instant Payments, sowie die operativen Stellschrauben bei Onboarding, Disputes und Reporting, die Skalierung im Alltag ermöglichen. Zum Schluss liefern wir einen KPI-Kompass: die fünf Kennzahlen, die wöchentlich aufs Dashboard gehören, und die eine Leitgröße, die nach vier bis sechs Wochen zeigen sollte, dass sich die Umstellung gelohnt hat. Jetzt reinhören und mitnehmen, welche Maßnahmen sofort Wirkung entfalten und welche Weichen wir auf der Payment Exchange gemeinsam weiterstellen.
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Jan 14, 2026 • 25min

Alles Legal #122: EUDI-Wallet: KYC, SCA & digitale Signatur in einem System

mit Dana Wondra & Peter Frey von Annerton Annerton-Experte Peter Frey erklärt im „Alles Legal“-Podcast, wie sich KYC-Prozesse, starke Kundenauthentifizierung (SCA) und Vertragsabschlüsse mit der EUDI-Wallet verändern – und warum Banken regulatorisch profitieren könnten. Nach zwei Grundlagenfolgen zur EUDI-Wallet geht es in Folge 3 um die Praxis: Dana Wondra spricht mit Peter Frey über zentrale Anwendungsfälle, konkrete Vorteile für Banken und darüber, warum die Wallet mehr ist als nur ein weiteres Identifizierungs-Tool. Beim Thema KYC zeigt sich: Die Wallet ersetzt nicht einfach bestehende Prozesse, sie transformiert sie. Statt eines Videoanrufs mit Sichtprüfung liefert der Kunde einen kryptografisch gesicherten Datensatz – medienbruchfrei, automatisiert und skalierbar. Der Effekt: mehr Sicherheit, weniger Fehlerquellen, geringere Kosten und ein besseres Nutzererlebnis. Auch bei der starken Kundenauthentifizierung (SCA) kann die EUDI-Wallet zum Einsatz kommen. Sie kombiniert ein Besitzelement (das Smartphone) mit Biometrie oder PIN – und ermöglicht so eine rechtssichere Zwei-Faktor-Authentifizierung. Der Ablauf ist einfach: Die Bank fordert die Authentifizierung an, die Wallet übernimmt den Prozess – inklusive Signatur. Besonders relevant wird die Wallet, wenn es um digitale Vertragsabschlüsse geht: Dank der Möglichkeit zur qualifizierten elektronischen Signatur lassen sich künftig auch Schriftformerfordernisse vollständig digital erfüllen – etwa bei Verbraucherdarlehen oder Bürgschaften. Peter Frey betont: „Die Wallet bietet einen neuen Standard mit klaren regulatorischen Vorteilen.“ Dazu zählen harmonisierte Prozesse in der EU, weniger Haftungsrisiken und reduzierte Abhängigkeit von externen Dienstleistern. In der nächsten Folge geht es weiter mit dem Thema Haftung und der Frage, wer für was verantwortlich ist, wenn doch mal etwas schiefläuft.
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Jan 12, 2026 • 51min

Episode 01_26: AI in Finance: Wandert 2026 die Kundenschnittstelle im Banking in den Chatbot?

Maik Klotz & Sascha Dewald In der ersten Folge 2026 von AI in Finance sprechen Sascha und Maik über einen Jahresstart, der es in sich hat. Zwischen neuen OpenAI-Visionen, Audio-KI, Spicy Image Modes und der Frage, ob Banking bald im Chatbot stattfindet, wird klar: 2026 beginnt nicht leise. Die beiden ordnen ein, welche Trends bleiben, wo Risiken lauern und warum Banken jetzt strategische Entscheidungen treffen müssen. Es geht es um: OpenAI positioniert sich als Gesundheitsnavigator. Audio-KI wird als zukünftiger Interfacewechsel angesehen. Stripe integriert sich in Microsoft Copilot für nahtlose Zahlungen. Google Gemini wird in Google Mail integriert. Krog hat einen Spicy Modus für anzügliche Inhalte. Die Regulierung von KI-Generierung ist notwendig. Die Kundenschnittstelle im Banking wird neu definiert. KI wird proaktiv im Banking agieren. Omni-Channel-Strategien müssen radikal überdacht werden. Die Zukunft des Bankings liegt in der Integration von KI. Hört rein und sagt uns, was ihr denkt! Shownotes OpenAI wirbt mit ChatGPT als Navigator für die Gesundheit: https://www.heise.de/news/OpenAI-wirbt-mit-ChatGPT-als-Gesundheitshelfer-11130306.html OpenAI baut Team für Audio-Modelle massiv aus: https://www.heise.de/news/OpenAI-setzt-auf-Audio-KI-neue-Hardware-im-Blick-11127261.html Stripe trägt zu einem neuen Einkaufserlebnis in Microsoft Copilot bei: https://stripe.com/en-de/newsroom/news/microsoft-copilot-and-stripe Gemini-KI macht Gmail intelligenter: Neue Funktionen für alle Nutzer: https://www.heise.de/news/Google-bringt-mehr-KI-in-Gmail-11134921.html Musks Grok AI generierte Tausende von unbekleideten Bildern pro Stunde auf X: https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-01-07/musk-s-grok-ai-generated-thousands-of-undressed-images-per-hour-on-x Apple und die KI: Erst hinten, nach geplatzter Blase vorne?: https://www.heise.de/news/Apples-KI-Strategie-und-die-AI-Bubble-Holt-der-iPhone-Konzern-doch-noch-auf-11126903.html OpenAI’s ‘Gumdrop’ could be an AI that lives in a pen-sized device: https://aibreakfast.beehiiv.com/p/openai-s-gumdrop-could-be-an-ai-that-lives-in-a-pen-sized-device Anthropic: Zehn-Milliarden-Dollar-Deal bei 350 Milliarden Bewertung: https://www.golem.de/news/claude-entwickler-anthropic-will-weitere-zehn-milliarden-us-dollar-einsammeln-2601-203925.html Musks Grok-Modus für „pikante“ Inhalte schürt Forderungen nach EU-Maßnahmen: https://euractiv.de/news/musks-grok-modus-fuer-pikante-inhalte-schuert-forderungen-nach-eu-massnahmen/ Manus schließt sich Meta für die nächste Ära der Innovation an: https://manus.im/de/blog/manus-joins-meta-for-next-era-of-innovation Über 210.000 Bankjobs in Europa bis 2030 gefährdet: https://www.heise.de/news/Wegen-KI-Laut-Prognose-bis-2030-ueber-210-000-Jobs-bei-Europas-Banken-in-Gefahr-11127134.html Simulationstool zeigt auf, wo KI Jobs ersetzen kann: https://www.heise.de/news/Iceberg-Index-KI-kann-bereits-11-7-Prozent-der-US-Arbeitskraefte-ersetzen-11093974.html ChatGPT Apps: https://chatgpt.com/apps Disclaimer Was ihr hier hört, sind unsere Gedanken und Meinungen, nicht die unserer Arbeitgeber, Zimmerpflanzen oder Haustiere. Als Enthusiasten versuchen wir, euch Einblicke in die Welt von künstlicher Intelligenz in Finance zu geben, aber wir sind nur AI-Enthusiasten, keine Hellseher. Unsere Einschätzungen könnten genauso gut aus einem Horoskop stammen. Also, macht's euch gemütlich und genießt die Show!
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Jan 8, 2026 • 47min

#549: Wenn Maschinen einkaufen: Agentic Commerce zwischen Autonomie, Kontrolle und neuer Verantwortung

mit Nicole Nitsche & Hella Fuhrmann von Adyen Künstliche Intelligenz verändert den digitalen Handel derzeit an einer entscheidenden Stelle: bei der Frage, wer eigentlich entscheidet. Was bislang Menschen in Shops, Apps und Wallets übernommen haben, suchen, vergleichen, auswählen, bezahlen, kann zunehmend von autonomen Systemen erledigt werden. Sogenannte KI-Agenten handeln im Auftrag von Nutzer:innen, treffen eigenständig Kaufentscheidungen und lösen Zahlungen aus. Dieser Paradigmenwechsel wird unter dem Begriff Agentic Commerce diskutiert und er berührt den Kern von Handel und Zahlungsverkehr. Doch wie weit ist diese Entwicklung tatsächlich? Stehen wir noch vor einer Vision oder bereits am Übergang in den Alltag? Und ab wann wird Agentic Commerce für Händler überhaupt wirtschaftlich relevant? Genau hier setzt unser Gespräch mit Hella Fuhrmann von Adyen an. Sie ordnet ein, wo wir aktuell mit KI-basiertem Shopping stehen, warum der Vergleich mit der Mobile-Commerce-Revolution naheliegt und an welchen Stellen diese neue Welle deutlich tiefgreifender ausfällt. Denn während Mobile einst lediglich das Frontend verschoben hat, greift Agentic Commerce direkt in die Entscheidungslogik des Handels ein. Nicht mehr der Mensch klickt, sondern der Agent entscheidet auf Basis von Daten, Präferenzen, Budgets, Regeln und Consent. Damit rücken Fragen in den Mittelpunkt, die bislang klar verteilt waren: Wie wird eine Zahlung autorisiert, wenn nicht mehr der Mensch selbst den Prozess auslöst? Welche Rolle spielen Tokenisierung, Identität und Mandate? Und wie verändern sich die Machtverhältnisse zwischen Big Tech, Payment-Anbietern und Händlern? Ein zentrales Thema der Folge ist die Händlerperspektive. Wo entstehen reale Chancen, etwa bei Effizienz, Conversion oder Internationalisierung? Und wo liegen die Risiken: bei der Sichtbarkeit von Marken, beim Verlust direkter Kundenbeziehungen oder bei der Kontrolle über Daten und Touchpoints? Hella Fuhrmann spricht offen über den „Merchant-first“-Ansatz von Adyen, über neue Anforderungen an Datenqualität, Risikomanagement und Infrastruktur und darüber, wie Händler sicherstellen können, dass sie in agentengesteuerten Kaufprozessen überhaupt noch gefunden werden. Mit zunehmender Autonomie wächst zugleich die Bedeutung von Sicherheit und Kontrolle. Wird Betrug durch KI beherrschbarer oder nur komplexer? Wo braucht es zwingend einen Menschen im Entscheidungsprozess? Was lässt sich bewusst nicht automatisieren? Und was bedeutet das für eine Payment-Infrastruktur, die unter Peak-Lasten, Netzwerkausfällen oder Systemfehlern weiterhin verlässlich funktionieren muss? Abschließend richtet der Podcast den Blick nach vorn: In welchen Branchen werden die ersten echten Agentic-Commerce-Transaktionen erwartet? Wie könnte ein konkretes Shopping-Szenario mit Agenten in der Praxis aussehen? Wie bereit ist Adyen selbst, organisatorisch, technologisch, strategisch? Und welche Prinzipien sollten Retail-Leader heute schon im Kopf haben, wenn sie ihre KI-Strategie aufsetzen? Ein Gespräch über Agentic Commerce als technologische Entwicklung und als neue Ordnungsfrage für Handel und Zahlungsverkehr.
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Jan 7, 2026 • 37min

3x3=10 #12: Warum KYC mehr sein muss als „Pflichtprogramm“

mit Julian Prüfer & Tobias Eiß von KYCnow In unserer aktuellen 3×3=10-Crossover-Folge mit den Plaudertaschen sprechen wir mit Tobias Eiß von KYCnow über Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und die Frage, warum das Thema nicht irgendwo „da draußen“ passiert, sondern manchmal direkt zwischen Spieleabend und Lieferdienst. Die Kernpunkte der Folge: Geldwäsche passiert im Alltag – oft dort, wo alles völlig normal wirkt: Bargeld, Lieferdienst, kleine Umsätze. Bargeld ist häufig der Einstieg, weil sich illegale und legale Einnahmen leicht vermischen lassen. Geldwäsche ist ein Prozess, keine einzelne Tat: verschleiern, vermischen, „sauber“ machen – oft über mehrere Stationen hinweg. Immobilien sind ein typisches Ziel, weil Bewertung, Kauf und Weiterverkauf ideale Waschmechanismen bieten. Digitalisierung allein löst das Problem nicht: Neue Technologien schaffen auch neue Muster und blinde Flecken. KYC scheitert oft an Formalismus – zu viel „Pflichtprogramm“, zu wenig tatsächliche Wirkung. Wirksame Prävention braucht Kontext: bessere Nutzung von Daten, skalierbare Prozesse und mehr Bewusstsein. Finanzielle Bildung ist ein Schlüssel, weil Prävention lange vor dem Bankprozess beginnt. Warum reinhören? Die Folge macht Geldwäsche greifbar, ohne sie zu vereinfachen – mit Alltagsbeispielen, ehrlichen Einblicken in KYC-Praxis und klaren Denkanstößen für Institute und den privaten Umgang mit Geld.
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Jan 5, 2026 • 1h 14min

#548: Der Fintech News-Rückblick: Das war 2025

mit André Bajorat & Jochen Siegert 2025 war kein Jahr für große Versprechen – sondern eines für Realitätstests. Nach Jahren des Hypes prallten im Fintech- und Banking-Sektor Erwartungen, Regulierung und wirtschaftliche Realität hart aufeinander. In unserem Jahresrückblick ordnen André Bajorat und Jochen Siegert die wichtigsten Entwicklungen ein: Wo kam Bewegung zurück? Wo sind Träume geplatzt? Und welche Themen werden 2026 wirklich prägen? Funding & Exits: Bewegung ja – Euphorie nein **Nach der Funding-Flaute kehrte 2025 Kapital zurück in den Markt. ** Revolut wuchs weiter zur wertvollsten Neobank der Welt. IPOs von eToro, Circle und Klarna sorgten kurzfristig für Aufmerksamkeit, verloren aber schnell an Glanz. Trade Republic legte beim Wachstum zu, steht jedoch unter wachsendem regulatorischem und operativem Druck. Einzelne Exits wie IDnow zeigen: Liquidität ist möglich – der Markt bleibt dennoch vorsichtig. Krise der Unicorns: Vom Hoffnungsträger zum Sanierungsfall 2025 wurde zum Jahr der Abrechnung mit alten Bewertungen. Ratepay, Solaris, Clark, Wefox und Element stehen exemplarisch für die Verzwergung ehemaliger Unicorns. Auch internationale Schwergewichte wie Worldline oder Fiserv verloren massiv an Wert. Der Konsens: Wachstum ohne nachhaltiges Geschäftsmodell funktioniert nicht mehr. Regulierung & Compliance: BaFin als Taktgeber Kaum ein Thema prägte das Jahr so stark wie Regulierung. Die BaFin griff bei N26, C24, Raisin Bank und Payone durch. Der PayPal-Lastschrift-Stopp legte strukturelle Schwächen im Zahlungsverkehr offen, das Datenleck bei bonify schärfte den Fokus auf IT-Sicherheit. Compliance, Resilienz und Kundenservice sind endgültig im Zentrum angekommen. Strategische Verschiebungen: neue Spielfelder, offene Fragen Während alte Narrative verblassen, entstehen neue Suchbewegungen. Wero und der digitale Euro stehen zwischen Anspruch und Umsetzung. NFC ist offen, PayPal gewinnt Nutzer – echte Nutzung bleibt überschaubar. Stablecoins werden zur Infrastrukturfrage, Instant Payments langsam zum Standard. KI ist allgegenwärtig – aber noch nicht im Alltag angekommen. Ein ehrlicher Rückblick mit klaren Meinungen und ein paar offenen Fragen fürs neue Jahr. Viel Spaß beim Reinhören.
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Dec 19, 2025 • 50min

#547: KI verändert Markenwahrnehmung – nicht nur Suche

David Konitzny, Produktverantwortlicher und SEO-/AI-Optimierungs-Experte bei Koschling Performance, diskutiert die tiefgreifenden Auswirkungen von KI auf die Markenwahrnehmung. Er erklärt, wie KI-gestützte Suchen Antworten statt Links liefern und warum Unternehmen oft nur als Quelle zitiert werden, aber nicht empfohlen werden. Dabei hebt er die Bedeutung von ehrlicher Kommunikation und klaren Inhalten hervor. Zudem wird die Rolle von Geo-Optimierung und Social Media Teams in der Markenstrategie thematisiert.

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