

Arier, Esoterik und okkulte Ordnung: Die Theosophie in Indien mit Julian Strube
Jul 17, 2025
In diesem Gespräch erklärt Prof. Dr. Julian Strube, Historiker und Experte für Theosophie und Religionsgeschichte, die komplexen Verknüpfungen zwischen Theosophie, Kolonialismus und Rassentheorien. Er beleuchtet, wie die Theosophische Gesellschaft östliche und westliche Denktraditionen vereinen wollte, dabei aber tief in koloniale Strukturen verstrickt war. Außerdem diskutiert er die Relevanz dieser Ideen für die heutige Zeit und deren Einfluss auf den Hinduismus sowie die Identität im kolonialen Indien.
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Episode notes
Indien Als Ursprungsidee
- Im 19. Jahrhundert verschob sich die Suche nach einem "Urwissen" zunehmend nach Indien durch Indologie und die Entdeckung der Sanskrit-Verwandtschaft.
- Diese sprachliche Verbindung wurde zur Basis rassistischer Vorstellungen vom "arischen" Ursprung Europas und Indiens.
Universelle Urreligion
- Theosophie behauptet eine universelle, uralte Religion, die allen Traditionen zugrunde liegt und wiederentdeckt werden kann.
- Sie verbindet Religion, Wissenschaft und Philosophie und beansprucht damit eine ganzheitliche Wiederherstellung verlorenen Wissens.
Wissenschaftlich‑Esoterische Synthese
- Theosophen wollen Wissenschaft und Spiritualität vereinen und reklamieren dafür eine okkulte, nur Eingeweihten zugängliche Wahrheit.
- Daraus leiten sie die Vision einer zukünftigen universalen Bruderschaft der Menschheit ab.