Klaudia Giez, bekannt aus Germany's Next Topmodel, erzählt offen über ihre persönliche Depression und den lebensverändernden Klinikaufenthalt. Sie beschreibt eindrücklich die Symptome wie innere Leere und Antriebslosigkeit. Ulrich Hegerl, Psychiater und Vorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe, erläutert, wie man Depressionen erkennt und wann Therapien sinnvoll sind. Klaudia betont die Bedeutung eines strukturierten Alltags in der Klinik und teilt ihre Strategien für ein Leben nach der Therapie.
27:45
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Selbst Einweisung Nach Zusammenbruch
Klaudia Giez berichtet, dass die Trennung der Auslöser war, aber die Depression schon seit der Jugend bestand.
Sie hat sich selbst in eine Klinik eingewiesen, weil sie sich nicht mehr helfen konnte und akute Suizidgedanken hatte.
question_answer ANECDOTE
Tagesstruktur Und Gruppenaustausch Halfen
Klaudia beschreibt den strukturierten Klinikalltag mit Frühstück, Sport, Gruppen- und Einzeltherapien sowie Freizeitangeboten.
Der Austausch mit Mitpatientinnen gab ihr Halt und führte zu bleibenden Kontakten, die ihr weiterhelfen.
insights INSIGHT
Anfangsangst Weicht Gemeinsamer Erfahrung
Klinikerlebnis variiert stark; manche Patienten sind anfangs erschreckt von schwer Kranken im Haus.
Nach wenigen Tagen entsteht oft Austausch und Verständnis, das therapeutisch sehr wertvoll ist.
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Klaudia Giez - seit "Germany‘s Next Topmodel" auch bekannt als Klaudia mit K. Obwohl sie nicht gewann, erhielt sie in der Finalshow den "Best Personality"-Award – vor allem wegen ihrer ehrlichen und fröhlichen Art. Im Podcast spricht die Moderatorin und Content Creatorin offen über ihre depressive Erkrankung. Bereits mit 16 Jahren hatte sie das Gefühl, dass "etwas nicht stimmt". Sie erinnert sich an Weihnachten 2024, wo sie die Depression erneut sehr schwer erwischte. "Ich habe die ganze Zeit geweint. Ich wusste nicht weiter. Ich konnte nicht mehr." Sie beschreibt eindrücklich, wie sich Depression anfühlen kann: vom Verlust des Hungergefühls über innere Leere bis hin zu völliger Antriebslosigkeit. Klaudia Giez berichtet im Gespräch mit Host Harald Schmidt, dass sie sich daraufhin selbst in die Klinik eingewiesen hat. Der Klinikaufenthalt habe ihr das Leben gerettet, sagt sie heute rückblickend. Der strukturierte Alltag, die therapeutische Begleitung und der Austausch mit anderen Patientinnen gaben ihr Halt und neue Lebenskraft.
Medizinisch eingeordnet wird das Gespräch von Prof. Dr. Ulrich Hegerl, Psychiater und Vorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Er erklärt, woran man eine Depression erkennt, wann Antidepressiva sinnvoll sein können und wie Angehörige Betroffene unterstützen können, ohne sich selbst zu überfordern.
Erster Ansprechpartner bei Verdacht auf eine Depression oder Angsterkrankungen ist der Hausarzt, Psychiater oder psychologischer Psychotherapeut. Weitere Hilfe erhalten Sie bei einer akuten Krise bei der nächsten psychiatrischen Klinik oder dem Notarzt unter 112. Sie erreichen die Telefonseelsorge rund um die Uhr und kostenfrei unter 0800-111 0 111 oder 0800-111 0 222.
Informationen und Hilfe rund um das Thema Depression: https://www.deutsche-depressionshilfe.de
Fachlich moderiertes Online-Forum zum Erfahrungsaustausch: https://www.diskussionsforum-depression.de
Für Angehörige: https://www.bapk.de https://www.familiencoach-depression.de
Der Podcast ist eine Kooperation von NDR Info und der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention in Zusammenarbeit mit ARD Gesund.