
Capital – der Wirtschaftspodcast Militärökonom Marcus Keupp: „Die wirtschaftliche Wahrheit über Russland kommt jetzt ans Licht“
Oct 30, 2025
Marcus Keupp, Militärökonom an der ETH Zürich, analysiert Russlands wirtschaftliche Lage im Kontext des Ukraine-Kriegs. Er erklärt, warum Putins Kalkül, auf militärische Reserven zu setzen, nicht aufgeht und die Reserven zur Neige gehen. Keupp warnt vor den Auswirkungen eines dauerhaft niedrigen Ölpreises auf Russlands Staatsbudget und beschreibt, wie die Entzauberung des Regimes bevorsteht. Zudem thematisiert er die Rolle von Drohnen und den Einfluss innerpolitischer Kräfte auf die militärische Strategie.
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Episode notes
Reservenvorteil Verblasst
- Russland begann den Krieg mit großen finanziellen und militärischen Puffern aus Sowjetbeständen und Währungsreserven.
- Dieses Kalkül ist nicht aufgegangen; die Reserven schrumpfen und führen zu einer ersten Entzauberung.
Sowjetarsenal Als Kurzfristiger Vorteil
- Russland reaktivierte große Bestände östlich des Vertragsgebiets über konventionelle Streitkräfte, die aus sowjetischer Zeit stammen.
- Diese Bestände ermöglichten zunächst massive Kräfteaufwendungen, die nun aber zunehmend ausgehen.
Ölpreis Bestimmt Russlands Budget
- Russlands Staatsbudget hängt stark vom Ölpreis ab und der Nationale Wohlfahrtsfonds wurde zur Deckung des Defizits zweckentfremdet.
- Bleiben Ölpreise dauerhaft niedrig, drohen rapide schmelzende Reserven und Haushaltsprobleme.
