
F.A.Z. Wissen Phantasie beflügelt, Teil 1: Wie sich Umweltpolitik erneuern lässt
Jan 26, 2024
Prof. Sina Leipold, Umweltpolitikwissenschaftlerin am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung und der Universität Jena, spricht über ihre Forschung zu Holzhandel und Kreislaufwirtschaft. Sie erklärt den Lacey Act und dessen Einfluss auf internationale Regelungen. Leipold beleuchtet, wie Umwelt-NGOs durch Koalitionen Gesetzesänderungen bewirken können. Ein spannendes Thema ist die Kreislaufwirtschaft, wo sie die Grenzen des Recyclings und die Notwendigkeit von Reduktion diskutiert. Auch die Rolle von Umweltpolitik für soziale Stabilität und geopolitische Spannungen wird thematisiert.
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Episode notes
Weg Um WTO-Restriktionen durch Legalitätsprinzip
- Der US-Lacey-Act 2008 umging WTO-Beschränkungen, indem er Legalität im Exportland forderte statt eigene Standards zu diktieren.
- Dadurch wurde internationaler illegaler Holzhandel effektiv eingeschränkt und ein neues Regulierungsprinzip gesetzt.
Koalitionen statt Konflikte treiben Wandel
- Umwelt-NGOs und die Holzindustrie bildeten eine Koalition, indem NGOs argumentierten, illegaler Holzeinschlag schade der heimischen Industrie.
- Dieses strategische Narrativ ermöglichte schnelle Gesetzesverabschiedungen durch politische Unterstützung.
Gibson-Gitarre Als Beispiel Für Illegalen Holzhandel
- Prof. Leipold beschreibt den Gibson-Guitars-Fall, in dem seltenes Palisander aus Madagaskar in teuren Gitarren landete.
- Der Fall illustriert massive Profite und wie Luxusprodukte illegale Rohstoffe nutzen können.
